Weiß nicht wie ich meiner Mutter sagen soll dass ich transsexuell bin.

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12 Antworten

Hallo Another,

vielleicht hilft Dir diese Briefesammlung weiter, Deine Gedanken und Gefühle schriftlich ordnen zu können:

http://www.trans-eltern.de/?Im_Leben.Coming-Out

Du kannst auch gerne in unserem Forum mitmachen. Mittlerweile haben wir einige minderjährige TS in unserem Forum. Für die gibt es sogar einen eigenen Bereich, zu dem ältere TS aber auch Eltern und sonstige User keinen Zugang mehr haben. Mit Ausnahme der Admins versteht sich. Aber einen kleinen Tip von mir: Wenn es Dir so wichtig ist und Du für Dich absolut sicher bist, dann oute Dich vor ihr. Damit ist es dann raus und Du mußt nicht mehr schauspielern und Dich verstecken. Eigentlich mußt Du überhaupt nicht schauspielern, niemand zwingt Dich dazu. Du ganz allein hast Dich für das schauspielern entschieden. Übernimm Verantwortung für Dich selbst und beende die Lebenslüge. Hab Selbstachtung vor Dir. Ganz ehrlich, seine eigene Mutter anzulügen ist mehr als unfair. Du spielst mit ihren Gefühlen weil Du Dich von Deiner Angst leiten läßt. Glaube mir, es wird alles nur halb so heiß gegessen wie es gekocht.

Letztendlich aber Deine Entscheidung, wann, ob und wie Du Dich outen möchtest. Viel Glück auf Deinem Weg. :-)

@ kyrmyt: Mann-sein darf man nicht von äußeren Umständen abhängig machen, ob man dann gefördert worden wäre oder nicht. Oder ob man dieses und jenes bekommen hätte. Mann-sein ist eine tiefe innere Überzeugung, die unabhängig von gesellschaftlichen Einflüssen ist. Glaube, ein Männerleben ist auch nicht einfacher. Evtl. liegen die "problematischen Schwerpunkte" anders, aber es ist nicht leichter oder schwerer. Mir ist auch irgendwann schmerzlich klar geworden, daß ich nicht über Nacht eine männliche Außenhülle bekomme, dennoch habe ich mein sehnlichstes Ziel niemals aus den Augen verloren. Ich habe es zweitweise mal verdrängt, aber es war dennoch stetig im Hinterkopf. - Aber davon ab, was hält Dich davon ab, Deinen Traum doch noch zu erfüllen? Fürs Glücklich-werden ist es nie zu spät. Ein guter Kumpel von mir hat erst Anfang 60 mit der Angleichung begonnen. Ich war vor kurzem mit ihm zusammen in München für die Angleichung der "unteren Etage". - Es gibt keine Grenzen um sich seine Ziele erfüllen zu können, die Grenzen machen sich die Menschen selbst. Also steh auf, werde selbstbewußt und fange an an Dich selbst zu glauben und mache Dich nicht von äußeren Einflüssen abhängig. Dreivierteljahrhundert als Frau ist eine reine Ausrede um der wahren Realität nicht ins Auge blicken zu müssen. Viel Glück für Dich.

@dragonball123: Sowas sagen Menschen die keinerlei Ahnung von der Materie haben. Warum warten auf etwas? Nur weil andere evtl. denken könnten daß ....... Es ist doch völlig egal was andere denken. Du lebst für Dich und nicht für andere. Du kannst das Denken anderer Menschen nicht kontrollieren! Selbst der beste Musterbürger wird Menschen kennen, die sch**** über ihn denken, also so what?! Ist vergeudete Energie. Und glaube mir, mit 14 ist man sehr wohl in der Lage sich einschätzen zu können. Und davon mal ab, gerade die falsche Pubertät ist Leidensdruck ohne Ende. Je früher man bei abgesicherter Diagnose anfangen kann, desto authentischer lebt es sich im empfundenen Geschlecht. Und warum Dinge sich erst herausbilden lassen, die man dann nur mit Mühe und mit operativen Eingriffen entfernen lassen kann, wenn man sie schon vorher z. B. mit einer Pubertätsblockung verhindern kann? Es erspart Narben, Schmerzen und entlastet die Krankenkassen und deren Solidargemeinschaft. Und im übrigen, klar es ist Deine Meinung, aber ob sich Another outen will oder nicht überlasse doch bitte ganz alleine ihm. Es ist seine Entscheidung wie er sein Leben gestalten will, das ist nicht Deine Baustelle.

LG transeltern

AnotherHuman 05.11.2012, 00:11

Wow, danke für die tolle Antwort und den Link, hat mir wirklich sehr weitergeholfen, also mir haben alle Antworten weitergeholfen^^ Ich hab jetzt endlich einen Brief geschrieben mit dem ich zufrieden bin, und werde ihn ihr diesen Monat geben. :)

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Also, ich sag mal meine Meinung, 1 ich finde es klasse, dass du dich des schon mal traust, denn im Internet wird man schon krass beleidigt 2 das is dein leben, Denk an dich, du kannst nichts dafür dass du eben im falschen Körper bist, Denk nicht "uhh meine mom könnte traurig sei " entweder du oder sie und da es um eine wichtige Sache geht, finde ich es wichtig, dass du es ihr einfach sagst, geh auch am besten zum Arzt, ich denke dass es auch sehr wichtig ist, jemanden zu haben, mit den man reden kann Weiterhin noch das beste :*

Hi also ich habe genau das selbe Problem (den ganze Text hätte ich wortwörtlich auch so schreiben können) aber ich denke wir sind Jungs wir können das schaffen. Wir sind nicht feige und müssen da nun mal durch. Ich hoffe ich konnte dir bisschen Mut machen. LG Leon (bald)

Ich kann dir nicht helfen, deine Mutter richtig anzusprechen. Ich denke, das kann kaum einer hier. Du solltest mal auf eine Seite gehen, die genau dieses Thema behandelt. Da kann ich dir auf jeden fall t-gen.de empfehlen. Ich bin da auch angemeldet (mtf) und muss sagen, dass diese Seite einfach gut ist. Falls du dich da nicht anmelden willst hier mein Tipp: Sage ihr, dass du ihr etwas ganz wichtiges und geheimes sagen musst. Dir fiele es schwer es zu sagen, aber du müssest es unbedingt tun. Dann versuche, ihr es beizubringen. Frage sie, was sie von diesem Thema hält, Sage es ihr knallhart oder versuche etwas ganz anderes. Dazu kannst auch sehr viele Tipps auf t-gen.de bekommen. Ich hoffe ich habe dir wenigstens etwas weitergeholfen. Viel Erfolg! : )

Sag es ihr einfach so vorsichtig wie möglich, such dir zur Not auch Hilfe von einer Stiftung oder anderen Bezugspersonen. Viel Glück ;)

Sag ihr bitte, dass du transsexuell bist. Wenn du es wirklich bist, dass wirst du den Weg früher oder später sowieso gehen. Deine Mutter ahnt was und hofft, dass es nicht so ist, Das ist eine Quälerei für dich und für sie. Trete selbstsicher entgegen und lass die Bombe platzen. Es wird zum Anfang nicht leicht und wahrscheinlich wird sie versuchen, dich wieder auf den "normalen" Weg zu bringen. Früher oder später wird sie erkennen, dass sie es nicht ändern kann, Das ist ein Prozess, der schon ein wenig dauern kann. Aber wenn sie eine gute Mutter ist, dann wird sie dir helfen, Nicht sofort, aber irgendwann. Je länger du damit wartest, um so mehr Leid verursacht die Sache. Sag ist auch, dass sie ja kein Kind verliert, aber auf die eine oder andere Weise verlieren würde, wenn du nicht in deinem richtigen Körper leben darfst. Spreche von deinen seelischen Schmerzen und versuche mit ihr zu einem neutralen Arzt zu gehen, welche sich mit der Thematik auskennt und ihr alles erklären kann. Hier eine sehr gute Adresse, versuche deine Mutter zu bewegen, mit dir da einmal hinzugehen: Dr. med. Achim Wüsthof, Endokrinologikum Hamburg Kinderarzt Lornsenstraße 4-6 22767 Hamburg (Altona-Altstadt) Telefon: (040) 30628-0 Fax: (040) 30628-239 Liebe Grüße Kim-Sophie

Wenn ich es mir überlege, wäre ich eigentlich auch lieber ein Junge gewesen! Mein Charakter eignet sich viel besser für einen Mann - und eine weibliche Schönheit war ich auch nie. Aber mittlerweile hab ich fast ein Dreivierteljahrhundert als Frau auf dem Buckel; ich hab zwei Kinder, sechs Enkel und sogar ein Urenkelchen. Also irgendwann war mir dann klar, daß ich nicht am nächsten Morgen als Junge aufwachen würde... Mein Vater hatte sich einen Jungen gewünscht (sein zweites Kind war auch wieder ein Mädchen). Als Jungen hätten meine Eltern mir auch besser mit meinen Zukunftsplänen geholfen. Aber weil ich 'nur' ein Mädchen war, war ein Studium nicht vorgesehen. Ich hab in meinem Erwachsenen-Freundeskreis drei Leute, die ihr Leben als das andere Geschlecht angefangen haben, zwei 'neue' Frauen und einen neuen Mann. Die eine Frau hat zwei heranwachsende Kinder, die immer ganz entsetzt sind, wenn ihr "Vater"(sie sagen auch 'Vater') auf ein öffentliches Frauenklo geht. Aber sie sind alle glücklicher als zuvor! Wenn ich früher gewußt hätte, was ich jetzt weiß, hätte ich mich auch umoperieren lassen, ganz bestimmt! Hoffentlich bestärkt Dich diese Geschichte und läßt Dich Deinen Plan nicht aufgeben! Sicher hat Deine Mutter sowieso schon eine Ahnung! Den Mut zu einer klaren Aussprache mußt Du schon irgendwie aufbringen; vor allem, wenn Du ihre Zustimmung und Einwilligung brauchst. Sie kann Dir vielleicht auch recht hilfreich zur Seite stehen und Dich mit den richtigen Helfern (Psychiater, Seelsorger, Hausarzt) in Verbindung bringen. Und alldieweil Ihr zusammen wohnt, ist es am besten, wenn Ihr Euch gegenseitig Klarheit schafft und Euch richtig versteht! Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, daß alles glatt vonstatten geht und daß Du richtig verstanden wirst und wieder aufatmen kannst!

Apophis170464 31.10.2012, 13:25

Man macht solche Sachen nicht, weil man den Wunsch hat ein Junge zu sein, sondern weil man das ist. Wenn du wirklich ein Junge/Mann wärst und du jetzt weißt, dass das für dich das Richtige ist, warum machst du es dann nicht? Man ist nie zu alt, um im richitgen Körper zu leben. Oder ist es einfach nur der Wunsch als Mann zu leben? Das wäre keine Transsexualität.

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Wende dich doch an deine Mitschüler oder Lehrer die werden nicht so panisch reagieren wie deine Mutter. Ich hab mich auch erst bei meinen besten Freunden geoutet. Es gibt doch auch Vertrauenslehrer an den meisten Schulen. Die werden dir einen Ratschlag und Halt geben;)

... problem aber sag es lieber deiner mutter... sonst sprich mal mit einem psychologen / therapeuten darüber... andererseits... bist du dir wirklich ganz sicher das du lieber ein junge wärst?? das hat auch viele nachteile ich kanns verstehen wenn du einfach den starken wunsch hast ein junge zu sein aber an deiner stelle würde ich erstal noch ein wenig warten bevor du als pubertäre spinnerin abgestempelt wirst oder nicht ernst genommen wirst... warte lieber noch ein wenig bis du selber so große entscheidungen für dich fällen darfst z.B. 18

Apophis170464 31.10.2012, 13:21

Lieber dragonball123, es ist lieb von dir, dass du dir Gedanken machst und den Rat, den du gibst, ist mit Sicherheit gut gemeint. Allerdings hast du von der Materie leider keinerlei Ahnung. Erst einmal geht es nicht darum, was man sein will, sondern was man IST! Das Geschlecht eines Menschen kann man nicht ändern und es sitzt NICHT zwischen den Beinen, sondern im Kopf. Das Gehirns eines Transmannes ist biologisch männlich, wobei der Körper mit weiblichen Geschlechtsmerkmalen geboren wurde. Es ist wissenschaftlich bewiesen, nur gibt es leider immer noch genug "Experten", welche die Forschung ignorieren, weil dieses nicht ins Weltbild passt. Warum das so mit dem Gehirn passiert ist, darüber weiß man noch nicht genau bescheid. Insofern gibt es nicht die Überlegung, ob er nicht lieber weiter als Mädchen leben möchte, da er kein Mädchen ist. Vorrausgesetzt, es handelt sich hier wirklich um Transidentität. Abwarten ist für einen Transmenschen der größte Fehler überahupt, da grade in der Pubertät der Köper geformt wird. Die Brüste werden größer, das Becken geht auseinander, tolle Vorraussetzungen für einen Mann, oder? Stell du dir mal vor, du hättest einen anderen Körper. Würdest du da auch warten wollen, bis er richtig entstellt ist? Für Transfrauen ist das noch schlimmer. Ausgeprägter Kehlkopf, große Häünder und Füße, breite Schultern, tiefe Stimme usw usw....Was meinst du, was das für sein gesammtes Leben bedeutet. Das ist die Hölle. Je früher man es merkt und was dagegen tut, umso besser. Wichtig ist, dass es von einem Experten begutachtet wird, ob es nicht nur ein "Wunsch" ist, sondern tatsächlich Transsexualität.

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dawala 31.10.2012, 13:49
@Apophis170464

Natürlich, dragon, wenn sie bzw. er zu einem Psychofritzen geht der oft genug eh von der Materie keine Ahnung hat, Ausbilder hatte die noch in Zeiten bis 1945 hängen geblieben sind - Durchschnitt in der Bundesrepublik Deutschland - dann wird sie abgestempelt bzw. er. Dann kann es durchaus geschehen dass sich so approbierte Fritze einen Spaß draus machen ihn in den Selbstmord zu treiben. Habe ich mehrfach erlebt. Also wenn Du das möchtest: Bitte verantworte es dann auch oder halte Dich raus. Hier wird Rat gefragt. Um irgendwelche Punkte zu sammeln ist das Thema einfach zu ernst. Spiele anderweitig rum.

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Du gibst Dir die entscheidenden Antworten doch schon selbst.

Du musst nicht fragen, auch nicht Deine Mutter!

Sag ihr was Dich bewegt, wie es Dir geht und ich hoffe, sie ist Mutter genug zuzuhören, mit den Ohren und dem Herzen und zu verstehen!

Es geht hier nur um DICH!

Geh zu den entsprechenden Fachleuten (Psychologe, Beratung, Arzt)!

Sag es ihr einfach so vorsichtig wie möglich! Oder such dir Hilfe, z.B eine Bezugsperson.

sprich sie einfach drauf an, du bist ihr Kind, da kannst du sie nicht enttäuschen!

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