wegen Mobbing in Vergangenheit, Schwierigkeiten bis heute?

12 Antworten

Hallo jenny1metter1,

Zur Frage vorab muss Ich ihnen sagen, Ich kann (erfahrungsgemäß) nachvollziehen wie sie sich fühlen, es ist nicht einfach, aber Ich habe diesen Schritt geschafft, also können sie es auch.

hallo, ich wurde vor 8 Jahren extrem gemobbt, ein Jahr lang. es war der
Horror & es fing da schon mit schwängen, Angst vor Schule &
konzentrationsproblemen an. ich habe Depressionen.

Sie haben mein Mitgefühl in dieser Sache, aber machen sie sich bitte keine Vorwürfe, weder sich selbst noch den anderen. Die Situation war ungerecht, und es war auch nicht einfach für sie, das ist Mobbing nie für die betroffenen.

Was sie gegen die Depressionen im ernstfall tun können, ist eine Psychotherapie (sollte es sich nicht bessern). Lassen sie sich von ihrer Angst nicht kontrollieren, denken sie daran, die Angst hat sie nur im Griff, wenn sie es zulassen.

Desweiteren:

mittlerweile hatte ich eine Ausbildung gemacht, diese aber abgebrochen,
weil ich wieder diese Angst hatte & es immer schlimmer wurde, obwohl
dort kein Mobbing war.

Denken sie immer daran, aus genau DIESEM Grund dürfen sie ihre Angst nicht ihr Leben bestimmen lassen, ansonsten droht sich eine solche Situation zu wiederholen und immer wieder, sodass sich der Teufelskreislauf schließt und Ich kann mir vorstellen dass das nicht in ihrem Interesse liegt (vorallem da ihre Angst in dem von ihnen genannten Beispiel unbegründet war).

Sie haben eine menschliche Würde, und die ist UNANTASTBAR!

ich habe Angst vor allem & vor allem neuen. Angst vor neuen
Menschen, neuen Klassen, vor Gruppen, vor Lehrer, vor Schule, vor
Arbeit. ich mache gerade eine Ausbildung, die noch zwei Jahre geht, doch
auch jetzt ist es wieder unerträglich für mich zur Schule zu gehen.

Vergessen sie nicht, dass ihr(e) Peiniger nicht unbedingt wie DIE sein müssen. Es gibt auch nette freundliche Leute da draußen, man muss sie nur finden. Aber sehen sie sich dennoch vor, wie gesagt ihr Verhalten war in dem Fall verständlich und Normal, niemand kann nach solchen Erlebnissen schnell Fuß fassen und wieder Vertrauen "einfach so", aufbauen, das geht nicht von heut auf morgen.

trotz Lernens schreibe ich schlecht Noten, keine konzentration mehr,
Fehlzeiten, weil ich Angst habe & weil ich ständig krank bin. das
mit dem Mobbing damals, habe ich bis heute nicht verarbeiten und egal
auf welcher Schule ich bin oder egal was ich anfange in meinem Leben,

Sie sind nicht allein. Es gibt viele Menschen denen es so ging wie ihnen, sie dürfen wie vorhin genannt, nicht vergessen sie haben eine "Würde", und eine zwar verständliche aber dennoch leider irrationale "Angst", aufgrund ihrer Erfahrungen.

Daher kommen wir zum dritten Punkt, vergessen sie nicht, wir alle sind MENSCHEN. Das ist ein Fakt, sie, Ich und auch ihre Peiniger. Wenn sie sie gemobbt haben, könnten das alle möglichen Gründe sein, angefangen von Neid, über die Kompensation vom eigenen schlechten Selbstbewusstein bis hin zur langeweile.

Jedenfalls haben sie es bestimmt aus niederen Beweggründen getan, machen sie sich keinen Kopf, solche schlichten Gemüter kommen in unserer Gesellschaft kurz. Wichtig ist jetzt, keine Gefühle der Vergeltung hegen, das macht es nicht besser, sie sollten sich selbst wieder annehmen und lieben lernen. Das musste Ich auch, und wenn Ich es kann (wie vorhin erwähnt) können sie es auch.

ich kann es nicht zu Ende bringen, weil es mich alles quält und psychisch Kaputt macht. habt ihr Tipps bzw. Ideen?

Ich kann ihnen 2 Bücher empfehlen, die mir enorm geholfen haben.

Das eine heißt: "Sage Nein ohne Skrupel", von Dr. Manuel J. Smith.

Hier wird unter anderem beschrieben, welche (psychischen) Rechte ein Mensch hat. Denken sie daran, man kann sie nicht manipulieren oder verletzen wenn sie es nicht zulassen (aber in diesem Fall nur verbal gemeint).

Da sind Übungen zur stärkung der eigenen Selbstsicherheit drin, hier lernen sie nicht nur den sozialen und verbalen Umgang mit ihren Mitmenschen, sondern auch ordentlich NEIN zu sagen, ohne sich schuldig zu fühlen und dass andere auf ihnen herumtrampeln können.

Das andere wäre, "So stärken sie ihr Selbstbewusstsein", von Peter Lauster. Hier werden sie sich ihrer "Selbst bewusst", und feststellen können, dass selbst ihre Peiniger sehr unsichere Menschen sind.

Sie haben es getan, damit sie sich selbst besser fühlen, kein Mensch gehört so behandelt, und vergessen sie nicht, sie sind liebenswürdig und sie haben es verdient respektvoll behandelt zu werden so wie jeder andere Mensch auch.

Davon abgesehen, das Monster spinnen sie sich selbst in ihrem Kopf. Als Ich klein war, hatte Ich Angst vor einem Horrorfilm Monster. Der Film hieß Wild Country. Es machte mir im ersten Moment Angst, und je länger Ich diesen Film nicht sah, desto schlimmer, gefährlicher und bösartiger stellte Ich es mir vor.

Als Ich es dann mit 16 Jahren nochmals sah, hatte Ich gar keine Angst mehr.

Ich will ihre Geschichte nicht verharmlosen, sondern auf einen Denkfehler (die sog. Flashbulb Memories) hinweisen, dass sie womöglich sich die Situation schlimmer vorstellen (könnten), als sie eigentlich war. Genau das ist mir nämlich auch passiert.

Das ist das meiste was Ich für sie tun konnte, bedenken sie auch, dass es helfen könnte die Dinge mit Humor zu nehmen. Das macht das Leben leichter, (und das tut es wirklich), so habe Ich es etwas gelassener genommen und weitergemacht.

Ich wünsche ihnen eine gute Besserung ihre Zustandes und wollen wir hoffen, dass sie sich so bald wie möglich wieder erholen. Ihre Situation ist nicht auswegslos.

Von daher,...

LG Dhalwim <3

toller vergleich mit dem Horror Film *ironie!*
Denkfehler? ...
langer Text, den man sich hätte sparen können

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@jenny1metter1

@jenny1metter1,

toller vergleich mit dem Horror Film *ironie!*
Denkfehler? ...
langer Text, den man sich hätte sparen können

Sire, Ich wollte ihnen nur helfen, das war alles. Es sind diverse Vergleiche drin, klar aber die waren nur dazu da um ihnen zu zeigen, dass alles eine gewisse Begründung hat (wenn auch irrationale).

Und Ich hoffe, sire, dass meine Antwort ihnen weitergeholfen hat.

Ich wünsche ihnen noch einen schönen Tag und vielleicht liest man sich wieder...

Von daher,...

LG Dhalwim

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Die zwei Wochen Therapie waren wahrscheinlich schlichtweg zu wenig. Etwas, was einen so lange quält, das kann man auch innehalb von zwei Wochen nicht einfach komplett ablegen.

Auch einmal pro Monat reden ist auch zu wenig. du solltest dir jemand anderen suchen mit dem du reden kannst, also einen anderen Therapeuten meine ich. Dann wird das bestimmt besser. Dass sie nur über deinen Kindheit redet liegt wahrscheinlich daran, dass das Mobbing in deiner Kindheit stattfand. Weiß sie denn, dass dich das heute immer noch so beeinträchtigt? Wenn du dir einen neuen Arzt suchst, dann erzähl dem das auf jeden Fall. Und sorg dafür, dass du mal stationär ne Therapie machen kannst und den Arzt öfter als einmal im Monat siehst

Danke,
mit meiner Psychologin kam ich noch gar nicht dazu überhaupt von dem Mobbing zu erzählen, weil wir immer noch in der Kindergarten Zeit sind

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dann sag ihr das ganz schnell. sag ihr direkt beim nächsten Treffen "diese Kindergarten Zeit" ist nicht der Hauptpunkt weshlab es mir so geht, es ist dass ich "20xx" (Jahr) gemobbt wurde usw.

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nach dieser Beschreibung gehörst Du stationär in eine Therapie, um die Sachen anzuschauen und loszulassen. Du solltest Dich schon morgen (D)einem Facharzt anvertrauen, so dass die Maßnahme eingestielt werden kann. 

Ansonsten fährst Du kurzfristig "vor die Wand", mit burnout und der ganzen Nummer dazu.

Gute Besserung 

💐

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