Wegen Dispo und Kredit keine Sicherheitsüberprüfung ü2?

3 Antworten

Einen Dispokredit hat jeder Arbeitnehmer, das sind keine Schulden sondern ein gestatteter Überziehungsrahmen, den die Bank freiwillig einräumt.

Auch ein Bankkredit, der regelmässig abbezahlt wird, ist kein Ausschlusskriterium sondern es wird geprüft, ob:

"13. laufende oder in den vergangenen fünf Jahren abgeschlossene Insolvenzverfahren, in den vergangenen fünf Jahren gegen sie durchgeführte Zwangsvollstreckungsmaßnahmen und ob zurzeit die finanziellen Verpflichtungen erfüllt werden können"

https://www.juraforum.de/lexikon/sicherheitsueberpruefung#erweiterte-sicherheitsueberpruefung-ue2

Ich hatte mal im Jahr 2018 eine Vollstreckung der Bundesagentur für Arbeit in Höhe von 80€, da das Amt der Meinung war mir zu viel Aufstockung während Ausbildung gezahlt zu haben. Dies habe ich aber mit angegeben, könnte dies zur Ablehnung führen?

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@scsis

Ja, das wär tatsächlich möglich; Zwangsvollstreckungen sind ein Ausschlusskriterium - das muss aber nicht sein, es kommt auf die Umstände an und die kannst Du ja erklären.

Es ist ein Unterschied, ob man Schulden macht, die man dann nicht bezahlen kann oder ob das jobcenter plötzlich Geld zurückgefordert, das man in diesem Moment aber nicht hat, weil man damit ja nicht rechnen konnte; sowas kann passieren und das macht Dich nicht zwangläufig vertrauensunwürdig.

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@dandy100

Danke, ja von dieser Summe hatte ich nichts gewusst, da ich in einer bedarfsgemeinschaft angemeldet war. Die Person mit der ich in einer Wohnung wohnhaft war, hat diese Briefe ignoriert und mir nicht mitgeteilt. Irgendwann kam die Vollstreckung nach hause und diese habe ich sofort bezahlt. Hmm

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Jetzt habe ich Angst, dass ich die Süg2 nicht bestehe

Dazu besteht meines Erachtens kein Anlaß. Das sind doch keine ungewöhnlichen Zahlen.

Ich hoffe es, aber nicht dass es heißt dass diese Schulden zu hoch sind und ich deswegen jetzt doch die Stelle verliere

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@scsis

Wenn Du Deinen Kredit immer problemlos bedienen konntest, wirst Du das doch in den kommenden Monaten sicher ebenso können. Solange keine Überschuldung droht...

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@GanMar

Ich konnte und kann ich Zukunft alles tilgen, nur der Ist Zustand macht mir sorgen

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Wer "überschuldet" ist ist eben anfällig für Bestechung oder Erpressung.

Bin ich denn damit überschuldet? Ich weiß ja nicht ab wann man als überschuldet gilt?

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@scsis

3.000 € Dispo ist schon überschuldet genug.

Der Dispo ist eigentlich für KURZFRISTIGE Überziehungen gedacht. Damit sollte man keinen Konsum finanzieren.

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@scsis

Überschuldet ist man, wenn man die Tilgungen nicht mehr leisten kann.

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@DerHans

Ja den habe ich seit 12 Monaten etwa und diesen kann ich nun langsam wieder abbauen

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@scsis

Und das genau ist NICHT der Sinn eines Dispositionskredit. Und sauteuer obendrein.

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@DerHans

Das stimmt, aber wie gesagt: diesen baue ich langsam ab und frage mich ob das ein ausschlusskriterium für mich bedeutet und ich mir sorgen machen muss

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@scsis

Das kann nur der Arbeitgeber entscheiden, ob das ein ausschlaggebendes Kriterium ist

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Habt ihr alternative Vorschläge bezogen auf das Wohnen und finanzieller Unterstützung wenn man in jungen Jahren erwerbsunfähig ist und ein Sozialfall ist?

Es geht um eine Anfang 20-jährige Bekannte von mir, die eigentlich wegen ihrer Behinderung bisher nicht arbeiten konnte und voraussichtlich erst mal bis auf Weiters erwerbsunfähig bleibt. Sie lebt bei einer Angehörigen, beide sind hoch verschldet und beide sind eigentlich ein Sozialfall. In gewissem Maße ist diese Bekannte auch 'Pflegebedürftig'. Bei ihr wurde bisher eine psychische Behinderung (Depressionen, PTBS) festgestellt. Außerdem hat sie ein Alkoholproblem. Von der Intelligenz her ist sie aber normal, ihr IQ ist sogar leicht überdurchschnittlich.

Bezogen auf die alternativen Wohnvorschläge geht es darum, dass ihre aktuelle Situation nicht ewig so weitergehen kann. Sie lebt in prekären Verhältnissen. In der Wohnung regnet es herein und es sind schon große Schäden durch Schimmel entstanden. Es kann zudem nicht geheizt werden, keine Möglichkeit und Zentralheizungen sind nicht vorhanden.

Sie hat auch schon durch ihre Behindrung Schäden verursacht. Ihr ist beispielsweise schon 2 Mal die Badewanne übergelaufen als sie im Alkoholrausch baden wollte. Im Rausch hat sie es dann nicht mehr zustande gebracht das Wasser zuzudrehen. Es sind ensprechende Schäden entstanden – Parkettboden ist in mehreren Räumen kaputt und die Wände und der untere Boden haben einen Wasserschaden.

Ein weiterer Schaden ist z.B. entstanden als sie sich betrunken eine Suppe gekocht hat. Ihr ist dann im Obergeschoss der Topf runtergefallen und es sind ca. 5 Liter in den Holzboden gezogen und es ist sogar im Raum darunter durch die Decke getropft.

Das war auch nicht das Einzige mit der Suppe. Ihr sind im Alkoholrausch schon etliche Lebensmittel (Suppen, Eintöpfe, Rotweinflaschen usw.) heruntergefallen. Sie konnte es auch nicht direkt danach aufputzen. Das heißt die Böden sind kaputt und aufgezogen und die Flecken gehen nie wieder weg. Es sind darunter auch Teppichböden betroffen, wo die Flecken nie wieder weggehen.

Sie hatten auch schon Probleme mit Vermieter. Die Schäden wird sie nicht zahlen können. Sie ist auch nicht gemeinschaftsfähig und Wohnen in einer WG wäre nicht möglich. Eine Einrichtung hat sie schon mal abgelehnt. Allein ohne ihre Angehörige würde sie vielleicht nicht zurecht kommen. Sie hatte mal eine Betreuung aber lehnt jetzt eine Betreuung ab und auch generell meidet sie Sozialkontakte.

Wenn sie jetzt eine eigene Wohnung hätte, hätte sie das selbe Problem und Schäden wären wahrscheinlich nicht vermeidbar. Habt ihr eine Idee für eine Alternative (wo sie trotz Behinderung allein und selbstständig leben kann) oder vielleicht wo sie finanzielle Unterstützung bekommen könnte?

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