Wasserboiler kaputt! Mieter oder Vermieter zahlen?

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10 Antworten

Gegenfrage; WARUM unterschreibt man einen solchen Mietvertrag?

wie du selbst bemerkt hast, ist das Vermietersache, diese Klausel dürfte nichtig sein. Wohl aber wenn eine Kleinreparaturklausel vereinbart wurde; dazu kannst im Link mehr lesen

https://www.wohnung.net/mietrecht/topic,437,-reparaturen-im-mietrecht.html

man sollte eine Mängelanzeige schriftlich mit Frist dem Vermieter zukommen lassen - nach Verstreichung einen Handwerker bestellen und die Rechnung dem Vermieter zukommen lassen

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Wenn der Vermieter jetzt auf den widerrechtlichen Zusatz im Mietvertrag besteht, lass ihn erst mal machen. Soll er doch einen neuen Boiler einbauen oder den vorhandenen reparieren lassen. Oder, wenn der Vermieter das will, gib selber Reparatur oder Austausch in Auftrag und zahl diese erst einmal.

Danach behältst Du die Rechnungsbeträge, auch vom schon bezahlten Küchenboiler, einfach bei der nächsten Mietzahlung ein.

Wenn dann der Vermieter unbedingt das Geld haben will, kann er Dich notfalls verklagen und den Prozess würde er verlieren.

Kann aber auch sein, dass er auf Deinen Auszug wartet und die Beträge dann von der Kaution einbehält. Wenn Dein Auszug aber dann nicht vor dem 31.12.2019 ist und die Beträge bis dahin nicht per gerichtlichen Mahnbescheid vom Vermieter angemahnt wurden, wäre die Sache verjährt.

Also, geh locker an die Sache ran. Falls Du selbst den Boiler auswählen kannst, dann nimm einen eher billigeren, der nicht so lange hält. Soll doch der Vermieter dann öfters einen kaufen müssen, wenn er schon glaubt, so etwas auf Mieter abwälzen zu können.

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Die Frage ist einfach zu beantworten....

Gehört der Boiler zur Mietsache, trägt der Vermieter das finanzielle Risiko an dem Boiler und hat für den einwandfreien Betrieb zu sorgen. Das umfasst alle Services und Reparaturen. Für Schäden welche Du selbst an den Geräten herbeigeführt hast bist Du schadensersatzpflichtig. Schäden die durch den laufenden, sachgemäßen Betrieb an den Geräten entstehen sind Sache des Vermieters.
Ein Austausch oder eine Reparatur eines vorhandenen, zur Mietsache gehörenden Boilers sollte nicht ohne Zustimmung des Vermieters erfolgen.

Der oder die Boiler gehören nicht zur Mietsache wenn sie vom Mieter ohne Veranlassung des Vermieters eingebracht wurden. In dem Fall trägt der Mieter selbst auch das finanzielle Risisko an der Sache und ist für jegliche Schäden an den Geräten selbst verantwortlich.

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Kommentar von RudiRatlos67
02.09.2016, 08:59

Sorry... ich hatte nicht zuende gelsen:


Dürfen die einfach so solche Sachen zusätzlich in den Mietvertrag
reinschreiben? Oder habe ich jetzt Pech gehabt, weil ich mit meiner
Unterschrift damals zugestimmt habe?

Klar... reinschreiben dürfen die alles... ob es rechtlich haltbar ist steht aber auf einem ganz anderen Blatt...
In diesem Fall wage ich das doch sehr bezweifeln....
Warmes Wasser gehört zu den Grundvorraussetzungen einer Mietwohnung. Eine Wohnung ohne warmes Wasser / kaltes Wasser oder ohne Strom gilt im Grunde als nicht bewohnbar.

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Dürfen die einfach so solche Sachen zusätzlich in den Mietvertrag reinschreiben?

Kann er machen, allerdings ändert das nichts daran, dass diese Klausel unwirksam ist.

Die Instandhaltungspflicht obliegt nach § 535 BGB grundsätzlich dem Vermieter. Das einzige, was er vertraglich auf den Mieter abwälzen kann, sind Schönheitsreparaturen und Kleinstreparaturen.

Beide Sachen greifen hier aber nicht.

Ich würde hier den Vermieter schriftlich auffordern, den Mangel innerhalb einer bestimmten Frist zu beseitigen.

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Mietverträge enthalten meist die Regelung, dass man Schönheits- und Kleinstreparaturen bis zu einer Summe X (z. B. 150 € / Jahr) als Mieter selbst zu tragen hat.

Reparatur oder Austausch eines Boilers, der dem Vermieter gehört, fällt im Normalfall nicht unter Kleinstreparaturen.

Diese Sonderregelung ist nicht zulässig, zumal sie auch vermuten lässt, dass es in der Vergangenenheit mehrfach Probleme mit den Boilern gab. Daher der Versuch der Abwälzung auf den Mieter.


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Waren Boiler in Küche und Bad bei Mietbeginn vorhanden gehören sie zur Mietsache.

Reparaturen oder Ersatz muß der Vermieter auf seine Kosten vornehmen.

Die zusätzliche Vereinbarung ist unwirksam.

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Kommentar von RudiRatlos67
02.09.2016, 08:54

Waren Boiler in Küche und Bad bei Mietbeginn vorhanden gehören sie zur Mietsache.

Falsch.....
Ich gehe zwar durchaus davon aus, das der Boiler zur Mietsache gehört, dennoch kann er vom Vormieter ohne Veranlassung des Vermieters hinterlassen worden sein. In dem Fall wäre zwischen Vermieter und aktuellem Mieter zu klären wem der Boiler gehören soll. Nimmt der Vermieter den Boiler in seinen Besitz gehört er aber deshalb noch längst nicht zur Mietsache. Wobei jeder Richter wohl einem Mieter Recht geben würde der in einer Mietwohnung einen Boiler vorfindet, dass er davon ausgehen kann, dass dieser auch zur Mietsache gehört.

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Die betr. Klausel ist wegen unangemessener Benachteiligung des Mieters unwirksam. Ob der MV mit dieser unwirksamen Klausel vom Mieter unterschrieben wurde ist völlig irrelevant. Der Boiler, da bei Mietbeginn vorhanden und nicht vom Mieter vom Vormieter direkt übernommen, gehört zur Mietsache. Dem zufolge haftet der Vermieter für seine Funktionstüchtigkeit lt. BGB.

Infolge der lfd. Betriebsstörungen darf hier die Miete ab Bekanntgabe des Mangels angemessen gemindert werden. Und das, bis diesem abgeholfen wurde.

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Der Vermieter hat dafür Sorge zu tragen, dass das Ding vernünftig läuft.

Andernfalls würde ich sagen, dass du beim Auszug die Teile abbaust und mitnimmst. Hast du schließlich bezahlt.

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Kommentar von LetalisAffectus
02.09.2016, 08:39

Er darf an den Festmontierten Sachen aber selbst NICHT Hand anlegen.

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Vermieterangelegenheit!

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Sache des Vermieters solange du den Boiler nicht mutwillig kaputt gemacht hast.

(PS: DU darfst den gar nicht auswechseln lassen, nur der Vermieter) 

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