Was wäre wenn es nichts gäbe?

17 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ja...was wäre, wenn es nichts gäbe?

Schwierig zu beantworten...unser Gehirn sagt uns, dass es gar kein Nichts geben kann.

Wie eine andere Antwort hier besagt, ist immer noch sehr viel da, wenn wir uns das Nichts vorstellen, etwa die Stille - und Stille ist ja auch etwas, oder?

 

Oder ein andere Beispiel...die Farbe des Nichts. Wir können uns nichts vorstellen, was keine Farbe hat. Selbst Durchsichtig muss eine Farbe haben, da das hinter dem durchsichtigen Objekt irgendetwas sein muss, das Farbe besitzt und dem Durchsichtigen davor Farbe verleiht (z.B. einen Eimer mit Wasser, das Wasser ist an sich durchsichtig, nimmt aber die Farbe des Eimers an, wenn es sich darin befindet)...und selbst wenn das Nichts durchsichtig ist und dahinter auch nichts ist, das ihm Farbe verleiht - logisch, da hinter dem Nichts nichts sein kann, da es ja sonst kein Nichts ist - wäre dennoch etwas vorhanden: die Durchsichtigkeit.

 

Als ich gerade angesprochen habe, dass hinter dem Nichts nichts dahinter sein kann, ist mir noch etwas eingefallen...welche Form hat denn das Nichts? Logischerweise kann es gar keine Form haben, weil es sonst ja wieder etwas ist...es darf nichts dahinter, nichts davor sein, keine Gestalt besitzen (also keinen Raum haben)...aber was ist es dann? Ja, dann ist es nichts...aber dennoch bleibt die Frage: Wie sieht es aus? Wir können uns nichts vorstellen, was keinen Raum hat...wir können uns alles mögliche wegdenken, nur Raum, Zeit und uns selbst, das können wir uns nicht wegdenken. Da fällt mir gerade auch eine Frage wieder ein, wo das in einer Antwort sehr gut erklärt wurde...

http://www.gutefrage.net/frage/was-hindert-uns-daran-unendlichkeit-zu-begreifen

Vielleicht kannst du da ja auch etwas rumlesen, die Unendlichkeit und das Nichts sind 2 unterschiedliche Paar Schuhe, aber dennoch vergleichbar.

 

Als Fazit kann man wohl eindeutig sagen, dass deine Frage von Menschen einfach nicht beantwortet werden kann...egal, wie sehr man auch grübelt, man kommt an diesen ,,ichkannnichtmehrweiterdenken,weilesübermeineoderbessergesagtüberdievorstellungskraftvonallenmenschengeht-punkt´´, wie du ihn in deiner Frage beschrieben hast. Das menschliche Gehirn ist einfach nicht dafür ausgelegt.

 

Reflektierte Antwort. Schön.

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@lichtschatten

@lichtschatten: Dankeschön :-)

@Blume98: Danke für den Stern! :-) Oder den Winpel, die Fahne...oder doch das goldene Band...? Ach, suche dir einfach was aus ;-)

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Tatsächlich habe ich mir diese Frage auch schon öfters gestellt. Auch schon als ich noch sehr jung war, sprich sechs Jahre alt oder so, habe ich über sowas teilweise nachgedacht.

Was ich im Kopf hatte: Das Universum, nur ohne Planeten, Sterne. Generell halt irgendwie einfach eine schwarze Leere und wichtig ist, dass sich im Laufe der Zeit dort auch nichts entwickelt (Wie gesagt Grundgedanke, als ich sechs war). 

Mittlerweile habe ich natürlich eingesehen, dass das ein Gedankenexperiment ist, was einerseits Angst machen kann, weil der Gedanke an ein garnichts irgendwie halt eben ängsteinflößend ist und andererseits einfach den Horiztant jeder Lebensform übersteigt.

Wenn nichts ist? Dann ist nichts, mehr kann man nicht sagen, es gibt keine Zeit mehr und keinen Raum, Grundvorraussetzungen für "nicht nichts" also etwas. Das heißt nichts ist greifbar oder kann überhaupt existieren.

Interessantes Experiment, wie schon erwähnt, aber man kann und wird zu keinem Ergebnis kommen, dennoch ist es spannend darüber zu philosophieren.

Das Problem ist, dass wir uns "Nichts" nicht vorstellen können. Selbst dann, wenn wir uns ein Nichts ausmalen, ist da noch eine ganze Menge. Siehe dein Beispiel: Auch Stille ist etwas, also kann im Nichts keine Stille sein.

Wenn nichts wäre, dann wäre nichts - das klingt furchtbar doof, ist aber so. Ich glaube ausserdem, dass es ein solches Nichts gibt oder zumindest geben kann, nämlich ausserhalb des Universums.  Wenn es keine Zeit und keinen Raum gibt, ist dort das vollkommenste Nichts, an welches ich überhaupt denken kann. Wirklich vorstellen kann ich es mir aber auch nicht, dafür ist das menschliche Gehirn schlicht nicht ausgelegt.

Konkretisierung: Dazu ist überhaupt kein Gehirn ausgelegt. Es gibt kein Lebewesen, was das Universum an sich erfassen kann, da es Teil davon ist und daraus entstanden ist.

Wie extrem weit weg der Mensch auch nur ansatzweise von irgendeiner umfassenden Erkenntnis ist, ist, dass er nicht mal IR- oder UV-Strahlen sehen kann, keine Magnetfelder fühlen kann etc. Schon alleine seine Sinnesorgane sind so extrem beschränkt, das man sich nicht einmal vorstellen kann, die eine Schlange oder ein Fisch die Welt wahrnimmt.

 

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@Sirion79

Stimmt - wobei ich mir nicht anmassen möchte zu behaupten, es könne kein Gehirn oder Wesen geben, dass dies vollbringen kann. Wer weiss schon, was es irgendwo noch gibt, gegeben hat oder geben wird.

Aber du hast Recht, dass kein irdisches und auch keines auf denselben Prinzipien aufbauendes Lebewesen dazu in der Lage ist.

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Das Problem ist sicher, dass ein Nichts, genauso wie räumliche Unendlichkeit, nicht "denkbar" ist. Es lässt sich nur sprachlich postulieren, jedoch, da nicht "erfahrbar", kaum imaginieren. Allein die Relationen des bekannten Weltraums sprengen unsere (meine) Vorstellungskräfte. "Nichts" für den Einzelnen bestünde ja bereits bei eigener Nichtexistenz.

Du solltest  Dich ausgiebig mit buddhistischen Meditationen befasssen, bzw mit Zen-Buddhismus.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kōan

Damit kannst Du schon anfangen. Sind in jedem Fall nützliche Dinge für Deinen Verstand und das Unterbewusste. Du musst einfach ein wenig System in das Ganze bringen.

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