Wir sind nur so, wie wir sind, eben weil wir permanent Einflüssen ausgesetzt sind und immer wieder Entscheidungen fällen.

Fast alles, was Dich ausmacht, hast Du Einflüssen zu verdanken. Erst durch sie bilden sich Deine Anschauungen, Interessen und die daraus resultierenden Verhaltensweisen. Würde man ein Kind von Geburt an von allen möglichen Einflüssen isolieren, würde es sich geistig nicht entwickeln können.

Zu den Entscheidungen, eigentlich unterliegt doch alles, was wir tun, einer Entscheidung. Du hast die Frage gestellt und es war Deine Entscheidung, dies zu tun. Ich antworte hier um 2 Uhr morgens und das war ebenfalls meine Entscheidung. Selbst der morgendliche Gang aufs Örtchen unterliegt einer Entscheidung :-) ...gäbe es keine Entscheidungen, würde es keinen Wandel und Weiterkommen geben und somit nur noch Stillstand.

Man kann allerdings Einflüsse filtern und je nach dem dann für sich annehmen oder ablehnen (wobei sich auch das nicht immer bewusst steuern lässt, vieles geschieht unbewusst)...und ich glaube, das hast Du im Grunde genommen gemeint. Hinterfragen kann bei diesem Prozess eine sehr wichtige Rolle spielen, es ist generell sehr wichtig, alles immer wieder zu hinterfragen, bevor man für sich eine Entscheidung trifft und danach handelt.

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probleme bei der identitätsfindung in der pubertät

Ich bin 16 jahre alt und ein mädchen. Ich habe gelesen, dass tennager in der pubertät versuchen ihre eigene identität zu entdecken. Und ich glaube das ist zurzeit mein grösstes problem. Alle anderen aus meiner klasse sind glaub ich schon viel reifer.Vom körperlichen ohnehin ALLE aus meinem gesamten scguljahrgang, aber auch von psychischen. Alle meine mitschueler haben schon einen festen charakter und werden so in der klasse integriert wie sie sind. Keiner hat irgentwelche Probleme mit seiner persönlichkeitsentfaltung weil eben jeder jeden kennt. Die einen sind die lustigen, die anderen die, die anderen gern was erzaehlen oder die die über alles lache. Es gibt viele verschiedene charaktere und ich kenne jeden. Ausser meinen eigenen. Ich weiss nicht, wie und wer ich bin, wenn ich unter leute bin. Fuer die meisten bin ich die ruhige, stille, kleine, die angst davor hat, auch nur ein wort im unterricht zu sagen. Ich steh muendlich ueberall 5 oder 6, weil ich mich nicht öffnen kann. Das "öffnen" an sich ist kein problem, aber ich weiss eben nicht als wen ich mich öffne. Ich weiss, dass ich gern andere zum lachen bringe und oft meine hilfe anbiete. Aber mehr auch nicht. Ich glaub, alle wuerden stauenen wenn ich auf einmal nicht mehr das stille maedchen bin sondern die humorvolle nette. Ich KANN einfach nicht ich selbst sein wenn ich unter gleichaktrige komme.Es geht einfach nicht.ich weiss es sollte mir egal sein wenn andere mich nicht moegen. Wie schaffe ich es denn eigentlich, MEINEN charakter zu finden und ihn den anderen auch selbstbewusst zu zeigen? Wie kann ich immer der mensch sein, der ich bin, ohne davir grubdlose angst zu haben?? Ich bin schon beim psychologen und der meint, ich hätte eine anpassungsstörung

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Ich glaube, dass auch die anderen noch keinen festen Charakter haben bzw. dass der feste Charakter, den Du bei den anderen wahrnimmst, oft nur eine Ilusion ist.

Der sichtbare Teil eines Charakters unterscheidet sich von dem Charakter an sich. Was ich damit meine ist, dass viele Menschen im Gesamten betrachtet viel mehr Seiten haben als die, die sie in der Öffentlichkeit zeigen. Von daher brauchst Du Dir auch keine Gedanken darüber zu machen, "Deinen" Charakter zwingend zu finden und zeigen zu wollen - allein die Charakterfindung/Charakterentwicklung ist ein langwieriger Prozess, den man so oder so nicht erzwingen kann und der bei den wenigsten wirklich vollendet ist.

Es ist auch zum Beispiel kein Widerspruch, wenn Du schüchtern und gegenüber anderen lustig zugleich bist. Beide Seiten gehören zu Deinem jetzigen Charakter, die Frage ist eben nur, welche Seite Du wem zeigst. Und ich glaube, dass nicht die Charakterfindung bei Dir die größte Belastung ist, sondern einfach, dass Du Dich nicht traust, die Seiten von Dir zu zeigen, die Dich Deiner Meinung nach am stärksten ausmachen (die nette, lustige, die Du ja bei Dir beschreibst). Aber meist kommt das alles von alleine, wenn man anfängt, Vertrauen zu anderen aufzubauen. Bei manchen geht das schneller, bei anderen langsamer. Ich gehöre definitiv zu den langsamen :-), bei mir hat es teilweise Jahre gedauert und ich hab mich genauso gefühlt wie Du, das tue ich heute bei vielen immer noch. Aber irgendwann hat es geklappt.

Ich glaube, das größte Problem ist immer das der Ablehnung. Man hat Angst, etwas falsch zu machen und abgelehnt zu werden, wenn man die Seite zeigt, die man zeigen möchte. Aber genauer betrachtet kann einem das doch eigentlich egal sein, denn was hat man im Ernstfall zu verlieren? Ich weiß, das ist leicht gesagt und in der Praxis ist es oft schwer, das in den entscheidenen Situationen im Kopf zu behalten, weil die Angst einen oft überrennt. Aber wenn man versucht, einen kühlen Kopf zu behalten, klappt es vielleicht dann und wann und dann stellt man schließlich fest, dass es gar nicht so schlimm ist. :-)

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Natürlich klingt der Gedanke nach so einer perfekten Welt zunächst sehr verlockend. Aber dennoch denke ich, dass sie alles andere als erstrebenswert ist. (Ich beziehe mich jetzt allerdings allein auf eine Welt wie in der Beschreibung von Dir, da ich das Buch nicht kenne)

Ales Erstes: Warum streben wir überhaupt zunächst nach einer perfekten Welt? Die Antwort wäre wahrscheinlich Glück. Denn gibt es ein höheres Gut als Glück und Freude, das der Mensch erlangen kann? Alles, wonach der Mensch strebt, läuft letztendlich auf das Gleiche hinaus: Glück, Zufriedenheit.

Aber in so einer perfekten Welt wäre Glück gar nicht möglich.

Gäbe es keine Trauer, keine Wut, keine Angst, dann kann man auch kein Glück und keine Freude empfinden. Denn durch die negativen Gefühle wird ein Kontrast zu den positiven erzeugt, wodurch wir diese erst (bewusst) wahrnehmen können. Fällt dieser aus, hätten wir ein gleichgültiges Gefühl, da es einfach keine Höhen und Tiefen gibt, welches dieses Gefühl fühlbar macht.

Dann ist da noch die Sache mit dem Fortschritt.

Wie kann sich der Mensch weiterentwickeln, wenn die Welt bereits "perfekt" ist? Gerade die Probleme und Misstände geben überhaupt den Anreiz, Neues entwickeln und entdecken zu wollen. Fällt dieser weg, würde der Mensch auf seinem jetzigen Punkt größtenteils aufhören, sich (geistig) weiterzuentwickeln, da schlichtweg der Anreiz und Grund dazu fehlt.

Eine perfekte Welt, so wie Du sie beschreibst, schließt auch jedweilige Arten von Fehlern aus. Alle Menschen würden sich vertragen, es gäbe keine Krisen, überhaupt keine Probleme. Und damit auch keine Fehler, denn aus diesen resultieren diese Probleme.

Aber damit wäre die Welt auch ein Stück unmenschlicher. Denn wenn Fehler ausgeschlossen sind, dann ist ein Aspekt ausgeschlossen, der den Menschen erst menschlich macht. Was wäre das für ein Mensch, der perfekt handelt, keine Fehler macht, keine negativen Eigenschaften hat, die Probleme bereiten könnten? Wäre das überhaupt noch ein Mensch, und unterscheidet ihn grob gesehen überhaupt noch etwas von einer Maschine, die jemand auf "glücklich" programmiert hat?

Aus diesen Gründen würde ich trotz der Misstände in dieser Welt paradoxerweise nicht auf diese verzichten wollen. Denn gerade diese sind es, die die Welt auf der anderen Seite wieder menschlich und lebenswert machen können.

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^^

Hm...man könnte sich Büroklammern in den verschiedensten Größen besorgen und einen möglichst großen Magneten. Dann könnte man versuchen, eine Kette daraus zu bauen und schauen, inwieweit das funktioniert, die großen Büroklammern müsste man dann zuerst dranhängen, dann die kleineren...vielleicht schafft man ja auch, daraus dreidimensionale Figuren zu bauen, vielleicht braucht man dann aber mehrere Magneten, die man an unterschiedlichen Stellen positioniert, vielleicht schafft man es ja, wenn die Magneten stark genug sind, damit sogar ganze Häuser zu bauen...man könnte auch versuchen, so aus den Büroklammern eine Art Magneten zu machen und schauen, ob sich davon Dinge anziehen lassen und inwieweit...aber keine Ahnung, ob es funktioniert, wahrscheinlich wäre der "Magnet" dann zu schwach...

Man könnte versuchen, die bunten Büroklammern zu Süßigkeitimitatoren zu formen und das Ganze als Scherzartikel vermarkten (vielleicht sogar mit einem kleinen Stromgenerator darin, Büroklammern leiten ja :-)) ), dann muss man das aber ziemlich geschickt hinbekommen :-)

Man könnte damit schwächere Stromleitungen bauen, vielleicht leitet das ja vielleicht sogar so viel, dass man eventuell eine kleine Flamme entzünden kann...da bräuchte man dann aber denke ich wieder Hilfsmittel, wenn es denn überhaupt klappt...

Man könnte eine ganze Gegend vollkommen damit auskleiden und sich die verdutzten Gesichter der Leute anschauen :-)

Puh....was kann man denn noch damit machen? Man könnte ganz viele Büroklammern sammeln, einschmelzen lassen und eine ganz große Büroklammer daraus formen, diese vielleicht noch mit ein paar Plastikflaschen oder so einkleiden, sich ins Meer stürzen und versuchen, ob man damit auf dem Wasser treiben kann...

Man könnte vielleicht ein Warnsystem daraus entwickeln, vielleicht kann man Kabel oder ähnliches damit einkleiden, und wenn ein Kabel mal durchbrennt, löst es aufgrund der Hitze irgendeine chemische Reaktion an der Büroklammer aus, welche dann mithilfe irgendeines...ich weiß nicht, jedenfalls wird die Info dann weitergeleitet und löst eine schrille Glocke aus :-)

Man könnte es als Angelhaken benutzen...oder man könnte die Büroklammern vergrößern, daran ein Seil festmachen und so an Gebäuden oder ähnlichem herumkraxeln...

Ach, es gibt so viel, was man damit machen könnte...nur, ob es klappt, das ist die Frage :-)), aber es macht unglaublichen Spaß, einfach mal zu spekulieren...und da die Frage so allgemein gestellt ist, gibt es wirklich scheinbar unendliche Möglichkeiten :-))

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Das ist eine sehr interessante Frage und gar nicht so leicht zu beantworten....

Ich glaube, es kommt darauf an, was für Dich relevant ist. Ist der Zeitpunkt der Aufnahme oder der Zeitpunkt der Betrachtung für Dich relevanter?

Für den einen wird der Zeitpunkt der Aufnahme, für den anderen der Zeitpunkt der Betrachtung wichtiger sein...und je nach dem, was für Dich persönlich als Kriterium für diese Frage wichtiger ist, siehst Du entweder den Verstorbenen oder den Lebenden an. Das ist schonmal ein Faktor...

Allerdings fällt mir noch ein: Ist es nicht eigentlich so, dass Du in dem Bild den Menschen nicht wirklich sehen kannst? Das Foto ist lediglich ein Abbild eines Menschen, der nicht mehr existiert, nicht der Mensch selbst. Somit schaust Du streng genommen weder den toten, noch den lebenden Menschen an, sondern in gewisser Weise nur eine Kopie...und eine Kopie ist am ehesten noch "tot", wenn man sie denn überhaupt in diese Kategorien einteilen kann.

Andererseits verbindest Du - sofern Du den Menschen gekannt hast - Erinnerungen mit dem Abbild. Und Erinnerungen bewirken viel im Kopf, lassen den Menschen irgendwie wieder lebendig werden....zumindest für Dich. Somit siehst Du, wenn Du auf das Bild blickst, irgendwie doch einen lebenden Menschen, da die Erinnerungen und Eindrücke, die Du mit ihm verknüpft hast, in Deinem Kopf alles lebendig wirken lassen, zumindest für Dich, den Denkenden....aber hier kommt es natürlich auch darauf an, was Du mit dem Menschen genau verbindest. Kanntest Du ihn gut oder nur flüchtig, kanntest Du ihn überhaupt gut genug, um tatsächlich solche Erinnerungen ins Gedächtnis rufen zu können?

Ich glaube, dass ich auch leider zu keiner wirklichen Lösung kommen werde...aber ich denke, dass jeder seine eigene Lösung finden kann, je nach dem, was für ihn wichtig ist. Sind die reinen Fakten für Dich wichtiger, oder auch nicht so gut messbare Dinge wie Gedanken? Welche Priorität misst Du den einzelnen Faktoren bei, die die Entscheidung beeinflussen? Spielt für Dich eine Rolle, dass der Mensch mal existiert hat, oder ist für Dich nur das Jetzt wichtig? Wenn Du versuchst, für Dich selbst darauf und auch auf weitere Faktoren, die die Entscheidung beeinflussen könnten, eine Antwort zu finden, weißt Du, ob Du einen lebendigen oder verstorbenen Menschen siehst, und ob Du ihn denn eigentlich überhaupt siehst...aber wie gesagt, die Antwort wird nur für Dich allein gelten, weil jeder seine eigene Antwort finden muss.

...für mich wäre die Antwort zum Beispiel irgendwie trotz allem ein Gemisch aus beidem....ich komme zu gar keiner genauen Antwort...aber was soll's, da hat man eben mehr Raum zum Weitergrübeln, das ist auch gut.... :-)

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"Psychisch krank" ist eine Definition, die von der Gesellschaft geschaffen wurde. Was ich damit sagen möchte, ist:

Sobald Du zu sehr vom Norm der Umgebung, in der Du bist, abweichst, wirst Du in der Regel als krank deklariert. (Würde bspw. ein Ureinwohner nach Deutschland spazieren und genauso leben wie in seiner Heimat mit all den Sitten und Bräuchen, würde er hier als verrückt gelten. Andersherum wahrscheinlich genauso.)

Wird Dir die Rolle als psychisch Kranker gegeben, halten die meisten Leute Dich für krank, weil die Mehrheit dem Norm entspricht und Du ja davon abweichst - es wäre also wirklich schwer, aus dieser Rolle herauszukommen...also ja, in gewisser Weise wirst Du in die Rolle gedrängt, da man meiner Meinung nach eigentlich gar nicht wirklich sagen kann, was krank ist und was nicht und psychisch krank lediglich ein Titel ist, die Dir die "Masse" gibt - ob es tatsächlich stimmt, kann man nicht wissen.

Woher weißt Du z.B., dass die Menschen, die wir Normalen als "psychisch krank" bezeichnen, tatsächlich krank sind? Vielleicht denken sie ja tatsächlich "richtig" (soweit man überhaupt in richtig und falsch einteilen kann - auch dies sind Normen, die von Menschen festgelegt wurden) und wir sind eigentlich diejenigen, die "krank" sind...man kann es nicht wissen.

Ich glaube, dass "psychisch gesund" und "psychisch krank" Begriffe sind, die niemals allgemein gelten - es kommt immer auf die Umgebung an.

Natürlich kann man etwa (nur als Beispiel!) sagen, dass Menschen, die eher die Realität erfassen können, gesünder sind als andere. Aber wie möchtest Du Realität definieren? Abgesehen davon, dass der Mensch niemals die "wirkliche" Realität erfassen kann, da die gegebenen Mittel einfach nicht ausreichen, sondern nur ein Abbild, ein Schatten der Realität wahrnimmt, weißt Du z.B. nicht, ob die Halluzinationen eines als psychisch krank bezeichneten Menschen nicht vielleicht realer sind als unsere Eindrücke. Vielleicht sind wir es ja, die die ganze Zeit Halluzinationen haben, und die Empfindungen des "psychisch Kranken" kommen der Realität näher als unsere...

So kannst Du das wahrscheinlich mit allen möglichen Definitionen machen - man wird immer wieder den Spieß umdrehen können.

Als Fazit: Ja, man wird in die Rolle gedrängt, und ich glaube, dass die Begriffe "krank" und "gesund" abgesehen davon nicht allgemein gelten können...vielleicht kann man das Ganze mit "psychisch anders" eher beschreiben.

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Eine Idee, wie Du Ohrstöpsel basteln könntest, habe ich leider nicht...aber vielleicht kannst Du die Geräuschkulisse ja mit Tönen, die Du magst und die beruhigend auf Dich wirken, zu denen Du einschlafen könntest, (evtl. über Kopfhörer?) übertönen...

Oder - ich weiß, wahrscheinlich klingt das jetzt ein wenig komisch, weil Du ja gerade wegen dem Sturm nicht schlafen kannst, aber vielleicht klappt das ja wirklich - vielleicht kannst Du ja dem Sturm bewusst zuhören und Dich somit entspannen. Verstehst Du, was ich meine? Dich einfach hinlegen und dem Regen bewusst zuhören, anstatt die Geräusche ausblenden zu wollen, weil Du Dir sagst, es stört Dich. Also sozusagen das Ganze aus einer anderen Sicht betrachten und in diesem Fall das Gegenteilige von dem tun, was Du wahrscheinlich getan hast....das mache ich manchmal, und einige Geräusche, die mich gestört haben, taten dies nun nicht mehr. Im Gegenteil :-)

Viel Glück und guten Schlaf...

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Du fragst Dich, ob Frieden irgendwann möglich sein wird. Ich denke nein, aber dazu später Genaueres...

Zunächst einmal, die Sache mit dem Hass und dem Geld, die Du schilderst. Hass...was ist denn Hass überhaupt? Ich denke, Hass kann man unterschiedlich auslegen bzw. er hat viele Facetten. Mir würde jetzt auf die Schnelle einmal Unsympathie bzw. Verabscheuung von etwas einfallen, vielleicht begünstigt durch Faktoren wie Neid und Eifersucht, vielleicht auch einfach so, weil man einen Menschen an sich, sein Erscheinungsbild, seine Gedanken, seine Handlungsweisen nicht gut findet/verabscheut.

Menschen sind sehr verschieden, und somit mag jeder andere Menschen und lehnt auch andere ab. Es wird also immer "Hass" geben, zumindest, wenn man ihn so definiert.

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Um aber rauszufinden, ob Frieden möglich sein wird, muss man jedoch auch Frieden näher definieren. Was ist also Frieden? Ich denke mal, dass man darunter allgemein ein gewaltloses Zusammenleben versteht, wenn man noch einen Schritt weitergeht, sogar ein glückliches Zusammenleben.

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Hass verhindert aber teilweise ein gewaltloses Zusammenleben, natürlich kommt es immer auf die Person an, und man würde im normalen Fall keine wirkliche Gewalt anwenden, wenn man Hass empfindet, aber Menschen können unberechenbar sein, wenn sie von (starken) Gefühlen ergriffen werden. Und es wird immer Menschen geben, die dann Gewalt anwenden, es ist nicht möglich, das zu unterbinden. Und ein glückliches Zusammenleben ist erst recht nicht möglich mit Hass.

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Zu der Sache mit dem Geld: Der Mensch strebt ja, denke ich, immer nach etwas Größerem, Mächtigerem. Und mit Geld lässt sich das Prinzip gut umsetzen, Du kannst es ja gegen Dinge in dem jeweiligen Wert eintauschen, aber gleichzeitig auch zeigen, was Du Dir alles leisten könntest - es repräsentiert also Größe und Macht, das, wonach der Mensch strebt. Und bevor das sich ändert, wird es auch keine Lösung geben, fürchte ich.

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Würden wir wirklich sogar morden, um Geld oder alles zu bekommen, was wir wollen?

Ich denke schon. Der Mensch ist egoistisch veranlagt, in der Natur überlebt nur der, der stärker ist und sich durchsetzen kann. Wenn es z.B. keine Gesetze und auch keine Strafen bei Zuwiderhandlungen geben würde, wäre auf der Welt wohl ein riesiges Chaos - viele würden einfach das tun, was für sie vorteilhaft wäre, ohne jegliche Rücksicht auf andere. Dazu gehört wohl auch das Morden. Dass es heute nicht so passiert, liegt wohl daran, dass die meisten Angst vor den Strafen/Konsequenzen haben - Freiheitsentzug (Gefängnis), Rache, Ausgrenzung, etwa.

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Man sagt, dass wir die intelligentesten Wesen auf diesem Planeten sind. Warum fällt es uns dann verdammt nochmal schwer Frieden aufrecht zu erhalten?

Ich weiß nicht, ob wir wirklich die intelligentesten Wesen sind, aber zumindest die, die bewusst Handlungen vollziehen und bewusst denken können. Aber wir werden nunmal trotzdem noch von unseren Instinkten in einer gewissen Hinsicht gesteuert. Deswegen fragen wir uns wohl, warum wir es nicht schaffen, Frieden aufrecht zu erhalten. Aber im Grunde genommen ist es glaube ich ganz natürlich, dass es unmöglich ist...wie schon oben geschrieben, es überlebt in der Natur nur der, der sich durchsetzt.

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Warum tun wir selbst in alltäglichen Situationen jemanden Weh?

Nicht alle tun dies...aber ich glaube, dass es, wenn man es denn tut, wieder an den Gefühlen liegt. Du bekommst ein gewisses Machtempfinden, wenn Du jemandem wehtust. Du spürst, "Oh, den kann ich so und so negativ beeinflussen", und fühlst Dich stärker als er. Dass viele so ein Gefühl als positiv empfinden, liegt denke ich wieder an den Instinkten und dem Durchsetzen. Würde man beim Verletzen anderer keine (positiven) Gefühle empfinden, würde man es erst gar nicht tun...

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Es wird also meiner Ansicht nach niemals gelingen, dauerhaften und vollkommenen Frieden zu stiften. Ich habe beim Schreiben allerdings eher an Frieden besonders im Alltäglichen gedacht. Wenn Du eher an den Frieden im Bezug zu Krieg gedacht hattest, könnte Dich vielleicht die Frage interessieren:

http://www.gutefrage.net/frage/warum-kann-eigentlich-die-welt-kein-paradies-sein#answer21383595

Aber auch da denke ich, dass Frieden nicht möglich sein wird...

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