Was wäre wenn es keine Politik gäbe? Und was passiert mit der Partei,die die meisten Stimmen bekommt

4 Antworten

Du verwechselt da etwas. In der Überschrift sprichst du von "Politik", weiter unten dann von den "Parteien". Das sind zwei völlig verschiedene Dinge: Politik ist auch, wenn Du ein Schild in die Hand nimmst und gegen Tierversuche demonstrierst oder sich Dein Vater zuhause über hohe Steuern beschwert. "Politik" ist grundsätzlich alles, was Einzelne oder Gruppen unternehmen, um Einfluss auf die Gesellschaft zu nehmen.

Parteien sind eine Möglichkeit, Politik zu machen - sie sind organisiert und haben daher besondere Chancen, Wahlen zu gewinnen, weil sie professionellen Wahlkampf machen können und über staatliche Zuschüsse verfügen. Deswegen halten viele Menschen "Politik" für gleichbedeutend mit "Parteien", und sind gefrustet, weil sich heute die meisten großen Parteien von ihren Grundsatzideen her so weit angenähert haben, dass sie oft kaum mehr zu unterscheiden sind. Das ist ein großes Problem - aber kein Grund, "politikverdrossen" zu sein! Jeder Mensch ist irgendwo politisch, weil er Meinungen und Ansichten hat, leider entscheiden sich die wenigsten, dafür auch aktiv einzutreten.

Was Du meinst, sind "rechtsextreme" Parteien wie die NPD. Dass eine solche Partei eine Wahl gewinnt, ist Gott sei Dank äußerst unwahrscheinlich, auch wenn viele Menschen aus Frust (s.o.) leider solche Parteien ab und an wählen. Und auch im Falle eines solchen unwahrscheinlichen Sieges gibt es in der deutschen Verfassung einige Sicherungselemente, die z.B. die Aufhebung der Grundrechte verhindern sollen (z.B. die sog, "Ewigkeitsklausel" (http://de.wikipedia.org/wiki/Ewigkeitsklausel).

Wenn "die Rechten", wer das auch immer sein mag, die Wahl gewinnen würden, würde zunächst nicht passieren, denn auch "die Rechten" wären mit Sicherheit nicht so stark, dass sie alleine regieren könnten. Da hat nur die CDU zu Beginn der Bundesrepublik geschafft. Seitdem gibt es nur Koalitionen. Zum anderen würden die anderen Ländern, speziell in Europa Einspruch erheben gegen eine "Rückführung". Für das wirtschaftliche Image eines Landes sind solche Aktionen auch nicht gut. Firmen könnten ihre Filialen und ihr Geld aus Deutschland zurückziehen, was einen beträchtlichen Schaden, vor allem bei den Arbeitsplätzen, verursachen würde. Die Globalisierung ist so weit fortgeschritten, dass solche radikalen Schritte viel mehr Schaden als Nutzen bringen würden.

Es kann keine Ansiedlung mehrerer Menschen geben ohne Politik. Irgendeiner muss ja schauen, dass zB die Straßen in Ordnung sind und sowas. Das ergibt sich automatisch. Man braucht einen "Anführer".

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