Was versteht man unter dem naturwissenschaftlichen Erkenntnisweg?

4 Antworten

Das naturwissenschaftliche Streben nach Erkenntnis ist einerseits getragen von dem Wunsch, Dinge und Sachverhalte genauer zu erkunden und zu erklären, andererseits sollen aber auch unbekannte Sachverhalte vorhergesagt werden (Zukunftsorientierung). Das Verfahren vollzieht sich in folgenden Schritten: 1. Beobachten der Natur (Sammeln von Daten, Benennen, Beschreiben). 2. Konzentration auf die Beobachtung regelmäßiger Vorgänge (Sachverhalte mit gemeinsamen Merkmalen). Die Formulierung einer solchen Beobachtung heißt Protokollaussage. 3. Aufstellen der Vermutung einer Ursache-Wirkung-Beziehung (wenn a, dann b), ohne zunächst diese Beziehung selbst zu erkunden. 4. Frage nach dem "warum?" der Ursache-Wirkung-Beziehung (Aus dem Wunsch heraus, die bisherige Erkenntnis zu erweitern). Ansatz dazu Induktion: Schluss vom Einzelfall auf das Allgemeine (eins - viele- alle). 5, Formulierung einer Problemstellung und eines Lösungsversuchs: Hypothesenbildung. Eine Hypothese ist eine vorläufige (hypothetische) Behauptung, von der man annimmt, dass sie stimmt. Man spricht auch von einer empirischen (auf Beobachtung beruhenden) These. 6. Ableitungen und Folgerungen aus der Hypothese mit Hilfe von Deduktion (Schließen vom Allgemeinen auf den) Einzelfall als Umkehrung und Erweiterung der Induktion), Reduktion (Spezialfall der Deduktion) oder Heuristik (intuitive Schlussfolgerung, wenn Deduktion unmöglich ist). 7. Überprüfung der Hypothese (bzw. deren Deduktionen) durch Experimente. Dabei wird ein bestimmter Sachverhalt als Abbild (Modell) dargestellt und untersucht. Das Ergebnis der Untersuchungen führt u. U. zu neuen und/oder verbesserten Modellen. 8. Formulierung einer Allgemeinen Theorie. Eine Allgemeine Theorie wird aufgestellt, wenn die Voraussagen einer Hypothes immer wieder zutreffen, also die abgeleiteten und experimentellen Daten ständig übereinstimmen. 9, Formulierung eines Naturgesetzes. Macht man bei der Überprüfung einer Theorie über einen längeren Zeitraums stets positive Erfahrungen, so wird der Glaube an die Richtigkeit der Allgemeinen Theorie immer größer; allmählich verwandelt er sich in "Wissen" (aus großer Wahrscheinlichkeit wird Gewissheit). Zuverlässige Prognosen werden nun möglich.

  1. Beobachten von Umwelterscheinungen, Hypothesen zur Lösung des Problems
  2. Hypothese durch ein Experiment überprüfen: Entweder Hypothese wird widerlegt und eine neue aufgestellt oder sie wird bestätigt so kann man Gesetzmäßigkeiten aufstellen
  3. Diese Gesetze und Regeln werden zu Theorien und Modellen, die sich weiter verbessern und somit der Wahrheit immer weiter annähern

Beobachtung (phänomen) folgt ein Problem dem folgen Vermutungen (hypothesen) und diese werden durch Experimente überprüft.

Die Erkenntnis beruht nicht auf GOTT oder irendwelchen Geistern/Heiligen/Wundern, sondern auf bewiesenen, wissenschaftlichen Erkenntnissen.

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