Was tun wenn man mit einem hund spazieren geht, der sich dann einfach hinsetzt und nicht weiter will

11 Antworten

Ein Hund, zumal Welpe, der stehen bleibt, macht dies nicht grundlos. Er hat dann entweder genug, ist müde oder ihm tut irgend etwas weh. Das mußt Du genau kontrollieren. Unsere Schäferhundwelpen haben das früher auch gemacht aber nur dann, wenn sie nicht mehr konnten, dann habe ich sie jedesmal getragen, Punkt. Erst gar nicht solange mit einem Welpen laufen. Ich würde Dir dringend raten, eine gute Hundeschule zu besuchen, da lernen die Kleinen schon den Umgang mit anderen Hunden und knurren sie auch nicht mehr an. Vor allen Dingen ist es auch für Dich gut, denn der Hundeführer, der noch nicht die Ahnung im Umgang mit Hunden hat, lelrnt in der Hundeschule sehr viel.

Hallo, das bringt mein eigentlich schon erwachsener Doggenrüde manchmal auch. Dann streichele ich Köpfchern, sage: ist doch alles gut. keine Angst! Nach ein paar Sekunden kjommt er dann mit - kann am Anfang auch eine halbe Minute dauern- Gg

Hier hab ich schon etwas dazu geschrieben: http://www.gutefrage.net/frage/mein-havaneser-welpe-9-wochen-setzt-und-wehrt-sich-wenn-ich-mit-ihm-etwas-laufen-will-was-kann-ich?jumpTo=answer24766231

Dein Welpe verhält sich völlig normal. Mach Dir keine Sorgen.

In der Natur ist es so: die Hundemutter macht die Hinterlassenschaft der Welpen sofort weg (leckt sie auf bzw. frisst den Kot), weil durch den geruch Feinde angelockt werden können.

Aus Sicht des Welpen besteht seine Welt aus folgendem:

  1. Umfeld: Sicherheitszone = im Haus

  2. Umfeld = um das Haus herum, in der Regel ein Garten oder eine Rasenfläche gegenüber

  3. Umfeld = die große weite Welt außerhalb des Hauses und des Gartens (bzw. eine Fläche gegenüber oder in der Nähe)

Diese zu wissen, halte ich für wichtig. Denn somit erklärt sich auch das Verhalten Deines Welpen.

Wenn die Welpen noch Welpen sind - und das ist bis zum 5./ 6.. Monat der Fall-

(ab dann sind sie Junghunde, dazu später noch etwas)

halten sich alle Rudelmitglieder in der Regel rund um die Sicherheitszone 1 auf. In der Natur wäre das die Wurfhöhle und ein paar Meter rundherum.

Die Mutter wäre ständig in der Nähe und wenn sie auf Jagd unterwegs wäre, wäre eine "Tante" oder sonstiger Hilfshund da und würde auf die Welpen aufpassen im Sinne von, daß keiner der Kleinen die unsichtbare Grenze rund um die Wurfhöhle verlässt.

Verstehst Du?

Aus dieser Sichtweise eines Welpen verhält der Mensch sich vollommen unlogisch und bringt ihn damit (unabsichtlich) in Gefahr: die Menschen meinen immer, die Hunde würden ab der 8. Woche oder ab dem Tag wo sie zu ihnen kommen, das Bedürfnis haben, "spazieren zu gehen". Das ist aus meiner Sicht nicht korekt. Keine Hunde/Wolfsmutter würde ihre Kleinen spazieren führen. Das wäre viel zu gefährlich. Und bedenke mal, wieviele Hunde in ein und demselben Revier wohnen.

Das passiert erst viel später. Bis zum 5. bzw. 6. Lebensmonat würde in der Natur (und so machen es auch unsere Haushunde)

die Verständigung (Kommunikation) eingeübt werden.

Das heisst, die Hunde-Mutter setzt Grenzen und die Kleinen lernen, die zu akzeptieren. Ist ja bei Kinden auch so ähnlich.

Was bedeutet das nun für euch?

Du machst es wunderbar und richtig, daß Du mit Deinem Kleinen nur auf die Rasenfläche gegenüber zum Lösen gehst. Das ist perfekt.

Auch das Tragen ist deshalb perfekt - und der Hund zeigt es Dir durch sein Verhalten auch an- weil es bedeutet: "Ich hab Dich als meinen Welpen wortwörtlich im Griff, aber ich beschütze Dich dadurch!"

Ist das so nachvollziehbar?

Das heissst also: mach es genauso weiter. Der Welpe wird nach und nach in kleinen Schritten lernen, mit Dir zu gehen. Denn solange er so jung ist, steckt der natürliche Folgetrieb in ihm. Er darf den Anschluß an sein Rudel nicht verlieren, da er sonst tot ist.

Der Hund kann ja nicht wissen, daß er nicht in Gefahr schwebt und wir Menschen dafür sorgen daß er nicht verloren geht und obendrein auch noch Aldi dafür sorgt, daß das Futter niemals ausgeht ;-)

Um für den Welpen klar und deutlich zu machen, daß er Dir vertrauen kann (woher soll er das nach einer Woche wissen?)

mache es bitte wie folgt: übe alles, was er können und lernen soll, zuerst zuhause ein.

  1. Gehe weiterhin immer zur gleichen Lösestelle

  2. Trage Deinen Hund dort hin und auch wieder zurück

  3. Übe zuhause in Deiner Wohnung mit ihm das Tragen vom Halsband. Rufe ihn zu Dir her oder locke ihn mit einemSpiele mit ihm, solange er das Halsband um hat. Dann erreichst Du eine positive Verknüpfung und er wird das Halsband toll finden. Nach ein paar Tagen klickst Du die Leine an das Halsband und legst ihm das dann um. Speile dann wieder mit ihm. Nimm im Spiel ganz kurz das Ende der Leine in die Hand. Wird die Leine straff, lass sie fallen. So erreichst Du, daß Dein Hund diese Beschränkung seiner Freiheit als positiv empfindet. Und Du erreichst ebenfalls, daß er niemals ein Leinenzieher wird, weil er es schlicht nicht lernt.

Wenn Du mit dem Spielen an der Leine fertig bist, nimm Deinen Welpen, leg Dich auf eine Decke (am besten die, die später auch sein fester Liegeplatz werden soll, weil es dann dort schon angenehm nach Dir/euch riecht und dieses eine klare Aussage für den Welpen und einen Wiedererkennungswert hat)

Ich schreibe nachher weiter, sorry, keine Zeit mehr.

Viele Grüße

Jesska

Gut erklärt :D

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Was ist das für eine Rasse und wielang geht ihr Gassi? Wenns Wetter sehr warm ist läuft unsere auch nicht gern. Manchmal ist sie auch einfach müde !

es ist ein appenzeller sennenhund/ Border collie mischling wir gehen immer so ca. 20 min

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@Kira1996

20 Minuten ist viel zu lang! Ein 10 Wochen alter Welpe sollte allenfalls halb so lange am Stück laufen.

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Kennst Du die Minutenregel? Ein Welpe darf nur soviele Minuten am Stück gehen, wie er in Wochen alt ist. Also ein 14 Wochen alter Welpe darf nur 14 Minunten am Stück gehen, dann braucht er eine längere Pause. Sonst nehmen die Knochen und Gelenke Schaden. Des Weiteren musst Du bedenken: Der Kleine hat mit einem Schlag alles verloren: Mami, Geschwisterchen, die alte Familie, das geliebte Heim, die vertrauten Gerüche....Und nun ist das Baby bei Dir - und es ist jetzt Deine Aufgabe, dem Tierchen eine gute Ersatzmutti zu sein, damit es Dir vertrauen kann. Weg vom Haus trägst Du ihn am besten, denn der Trieb nach Hause ins "Nest" zu laufen ist größer als der, weg vom Heim zu gehen. Hab viel Geduld, und bitte nicht schimpfen oder mit Kommandos zubomben. Gehe am besten immer VOR dem Hund, damit er sich an Dir orientieren kann, genau wie es im Rudel so ist. Auf keinen Fall ein Halsband nehmen, das bereitet den Hunden große Schmerzen und kann so viele gesundheitliche Schäden mit sich ziehen. Ein gut sitzendes Brustgeschirr ist das, was es sein soll: Eine Sicherung und kein Zwangsmittel. Eva Windisch - Hundetrainerin mithundensein.de

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