Was tun bei Anzeige wegen Straßenverkehrsgefährdung wegen Überholen trotz Gegenverkehr durch jemanden, der beim Überholtwerden Gas gegeben hat (2 Insassen)?

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8 Antworten

Hallo,

wenn das wirklich so war, dann solltest du das auch genauso aussagen.

Denn nach § 5 Absatz 6 StVO ist das, was der andere gemacht hat, zumindest eine Ordnungswidrigkeit.

https://dejure.org/gesetze/StVO/5.html

Natürlich kann dir hier keiner sagen, ob man dir glauben wird oder dem / den anderen Zeugen.

Vielleicht musst du dir auch die Frage gefallen lassen, warum du, wenn zum einen Gegenverkehr kommt und zum anderen in 1000 Metern schon wieder eine Ampel ist, überhaupt überholt hast.

Wenn du rechtsschutzversichert bist, führe doch ein erstes telefonisches Beratungsgespräch mit einem Anwalt. In diesem kann man dir auch schon den ein oder anderen Tipp geben und genau sagen, ob oder wann du den Anwalt einschalten solltest.

Dir wird eine Straftat zur Last gelegt. Da wird ohne Gerichtsverhandlung keine Strafe verhängt.

Das gibt es nur in einem Bußgeldverfahren bei einer Ordnungswidrigkeit.

Viele Grüße

Michael


Hallo Michael,

stimmt, sogar mehrere. Verkehrsbehinderung, Nötigung, als langsames Fahrzeug nicht das Überholen ermögicht, beim Überholtwerden beschleunigt und nicht dem Gebot der Gefahrenvermeidung gefolgt sonder sich verkehrsgefährdend verhalten.

Habe den Vernehmungstermin heute morgen erstmal abgesagt und mitgeteilt, dass ich Akteneinsicht nehmen möchte, bevor ich mich äußere.

Der Beamte war sehr freundlich und teilte mir die eigentlich zuständige Dienststelle (wo die Anzeige aufgenommen wurde) und das dortige Aktenzeichen mit, um Akteneinsicht anfordern und die "Schutzsschrift" ggf. eines Anwaltes direkt dort einreichen zu können.

Meine Rechtsschutzversicherung hat auch eine anwaltliche Tel.-Hotline, die ich morgen mal kontaktieren werde und dann sehe ich weiter. Heute hab ich keine Lust mehr... schlecht geschlafen...

Ich hoffe, dass aus der ganzen Sache eine andere Bewertung zu machen ist, und es zu einem Bußgeldverfahren umgewandelt wird. Weiß eigentlich auch gar nicht so recht, wo ich an dem Tag war...

Viele Grüße

ankora

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Die Frage ist ja wer dich angezeigt hat und wer da evtl. noch Zeuge ist. Im schlimmsten Fall hast du mindestens drei die gegen dich aussagen...

Mal ganz wertfrei zu deiner Aussage, aber es klingt etwa so als würdest du dem Fahrzeug, das du übeholen wolltest, die Schuld geben wollen. Sowas macht sich beim Richter nicht so gut.
Letzendlich warst du es der eine mögliche Kollision hätte verhindern können, zum Beispiel indem du abbremst und wieder hinten einscherst.

Vor einem Gerichtsbeschluss passiert dir erstmal gar nichts, ist ja nix passiert sozusagen.
Aber ich würde dir dringend empfehlen einen Anwalt aufzusuchen, denn wenn es zu einer Verurteilung kommt, dann ist der Lappen vermutlich erstmal weg, zudem ist es eine Straftat und kann mit Geld- oder Freiheitsstafe geahndet werden.

Ja, wer was genau angezeigt hat, ist die große unbekannte Frage...

Äääh, ja, natürlich. Wem denn sonst? Der Fahrer hat ja Gas gegeben und damit die Situation erzeugt. Sonst wäre ich in ein paar Sekunden ganz normal an dem Fahrzeug vorbei gefahren und nichts aber auch gar nicht wäre passiert.

Der Richter muss sachlich die Situation mit Verhalten aller Beteiligten bewerten. DANN wäre der Vorwurf gegen mich haltlos und der Anzeigende muss seinerseits mit Strafe rechnen.

Abbremsen? Äääh, habe ich im Beitrag geschildert, warum ich das verwerfen musste.

Gefährdung liegt auch vor, wenn nichts passiert ist.

Mal sehen...

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Deine Schilderung des Vorfalls wird Dir kaum helfen. Der Polizeivernehmung solltest Du daher besser fernbleiben. Du bist nicht verpflichtet dort zu erscheinen und erst recht nicht irgendwas zur Sache auszusagen, zu Deinem Nachteil darf es auch nicht ausgelegt werden.

Du schreibst daß Du eine Rechtsschutzversicherung hast. Besprich Dich erstmal, zunächst in Form einer Beratung, mit einem Fachanwalt für Verkehrsrecht.

Letztlich kannst Du behaupten an diesem Tag nicht gefahren zu sein. Das ist zwar eine Lügen aber Dir erlaubt. Es dürfte schwer sein Dir nachzuweisen daß Du trotzdem gefahren bist. Nach Deiner Schilderung könnte es für dir Zeugen schwer sein Dich als Fahrer/in eindeutig zu identiefizieren.

Was die anderen da in Ihren Antworten schreiben ist rechtlich natürlich vollkommen richtig !

Die Praxis sieht aber anders aus, "Recht haben und Recht bekommen" hat genauso wenig mit einander zu tun, wie "Recht und Gerechtigkeit".

Du wirst es in der Gerichtsverhandlung merken, das ist eine Art Spiel, bei dem der gewinnt, den den Richter von seiner Version überzeugen kann, dabei darf man auch lügen, dass sich die Balken biegen, das hat mit Wahrheit nicht szu tun.

Die Karten wurden bereits verteilt,

Du hast vermutlich die Karte "Fahranfänger unter 25 Jahre"

Deine Kläger haben vermutlich die Karte "Erfahrener souveräner Fahrer ohne Punkte mit ebenso erwachsenem Beifahrer als Zeugen".

Ggf taucht nich der auf, der Dir entgegen kam, "noch erfahrener Opa, der nur durch sein beherztes Ausweichmanöver den Unfall vermeiden konnte"

Da mußt Du jetzt schon ein "Ass" oder einen "Joker" in Form eines guten Anwaltes auftrumpfen, damit das für Dich einigermaßen gut ausgeht.

Jupp, genau so sieht es aus. Auf hoher See und vor Gericht ist man in Gottes Händen...

Darauf tippe ich auch, dass davon ausgegangen wird...

Aber: Ich fahre seit über 30 Jahren Kraftfahrzeuge und es ist das 1. Mal, dass ich mit so einer Sache etwas zu tun habe. Auch wegen Geschwindikgeitsüberschreitung musste ich in dem ganzen Zeitraum einmal ein Fahrverbot von 4 Wochen hinnehmen.

Dann sieht es evtl. so aus: Tattergreis, der bei erlaubten 100 mit 70 herum schleicht und sich aufregt überholt zu werden...

Entgegen kam ein jugendlicher Raser, der nur per Lichthupe (wen auch immer) grüßen wollte...

 

Irgendwie weiß ich gar nicht so recht, wo ich an dem Tag überhaupt war...

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Hi,

zugegeben: Wenn es sehr knapp war, Gegenverkehr schon Lichthupe betätigte und Du es auch so siehst - dann war es eine Gefährdung des Straßenverkehrs, so ist es leider.

Ich würde die Rechtsschutzversicherung in Anspruch nehmen, weil Du aus der Sache ohne juristische Beratung / Beistand relativ schwer rauskommen wirst.

LG


Hi,

wer sagte es war sehr knapp?

Was der Gegenverkehr macht, hat keine Aussage darüber ob und wenn ja wie knapp es war.

Trotzdem werde ich mich natürlich erstmal beraten lassen.

LG

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Hallo ankora,

Du solltest ohne vorher zumindest mit einem Fachanwalt für Verkehrsrecht gesprochen zu haben keine Aussage bei der Polizei tätigen .

Damit würdest du einem guten Anwalt Verteidigungsansätze  nehmen .

Das der eine schneller war als erlaubt und der andere Gas gegeben hat wirst du nicht beweisen können !

Hallo,

Danke für die schnellen Beiträge.

Knapp wurde es doch aber nicht durch mich sondern durch den, der beim Überholtwerden unerlaubt und gefährdend Gas gegeben hat.

Lichthupe betätigt hat der Gegenverkehr wohl, nachdem er merkte was los war und dass 2 Fahrzeuge ungewohnt lange nebeneinander blieben.

Meiner Erfahrung nach ist genau das was Anwälte raten, nichts sagen. Damit die Sache schwierig wird, weil man seine Glaubwürdigkeit verloren hat, wenn man nicht freimütig die Sache aus seiner Sicht schildert, wenn man unschuldig ist.

Sie streben ein Verfahren und Gerichtsverhandlungen an, um möglichst viel Geld zu verdienen und wirklich nützen tun sie einem nicht. Bisher konnte ich es immer selber besser und musste ständig aufpassen und musste hinter dem Anwalt her nachbessern und bei Gericht selber - NULL.

Ich glaube ich versuche mal den Vernehmungstermin noch zu verschieben und erkundige mich noch weiter inkl. Hotline der Rechtsschutzversicherung.

Grüße

Wenn solltest Du Dich zumindest vor Deiner Aussage beraten !! lassen.

Ein falsches Wort, falsche Formulierung bei der Polizei und kein Anwalt kann mehr etwas retten. Wenn Du schon eine Rechtschutzversicherung incl. Verkehrsrecht hast, dann nutze sie wenn möglich auch.

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