Was spricht für und was gegen eine Hausgeburt in einer Mietwohnung?

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7 Antworten

Das geht den anderen Parteien nichts an und es ist ihr Recht. Eine Hausgeburt kann für einige Frauen sehr positive Wirkungen haben. Denn ein Krankenhaus kann schon etwas befremdlich wirken. Es ist völlig Ok. Habt ihr eine Hebamme die euch bei der Hausgeburt unterstützt?

Meine Frau und ich haben alle 3 Formen durch: Krankenhaus, Geburtshaus und Hausgeburt. :) Krankenhaus war am schlechtesten.

was war denn so schlecht am Krankenhaus

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@ThomasAral

Umgangsformen, übermüdete Ärzte die beim Nähen Fehler gemacht haben, Hygiene war stellenweise sehr beängstigend, Schema-F,übertriebene Fersenblut-Quälerei, ohne zu fragen Ersatzmilch verabreicht, einfach Mittel gespitzt ohne aufzuklären wofür das gut ist. Meine Frau würde bestimmt noch mehr einfallen, das sind nur meine Erinnerungen.

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Ehrlich - ich würde davon abraten, aus medizinischen Gründen.

Hab 3x entbunden, war aber immer im Krankenhaus.

Falls was passiert während der Geburt (kann man nie vorher wissen), kann da sofort geholfen werden.

-Falls was passiert- das Passieren ist oft "hausgemacht" und Notfälle im Krankenhaus geschehen eben gerade oder auch durch das (sichere) Krankenhaus. Interventionen sind an der Tagesordnung und bei (fast) jeder Geburt üblich.

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@isebise50

Du bist Arzt? Oder woher willst das

> das Passieren ist oft "hausgemacht"wissen?

Und das

> Interventionen sind an der Tagesordnung

muss bei einer normalen Geburt durchaus nicht sein. Bei mir war da nichts nötig.

Aber als ich mein 3. Kind bekam, war in meinem Nachbarbett eine Mutter, die direkt nach einer Zwillingsgeburt eine Lungenembolie bekam und daran verstarb. Wie willst Du da zu Hause reagieren?

Und falls was passiert: Übernimmst DU dann die Verantwortung, wenn Du vom Krankenhaus abrätst?

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@beangato

Ich bin kein Arzt, sondern Hebamme mit mehr als 25 Jahren Berufserfahrung als Angestellte im Krankenhaus. Du hast drei Geburten erlebt, ich einschließlich meiner eigenen mehrere Tausend. Somit weiß ich ganz genau, wovon ich spreche. In den meisten Krankenhäusern werden auch bei "normalen" Geburten routinemäßig unzählige vaginale Untersuchungen durchgeführt,  Venenzugänge gelegt, Fruchtblasen geöffnet, Wehen- und dann wieder Schmerzmittel verabreicht, Dauer-CTG geschrieben, Dammschnitte gemacht, Oxytocin zur Plazentalösung gegeben und reichlich "Prophylaxen" ausgeführt. Geplante Kaiserschnitte werden wegen vermeintlicher Makrosomie, Beckenendlage, Geminigeburt oder einfach auf Wunsch ertrotzt. Eingeleitet wird wegen jedem Pups. Das Ideal der Geburtshilfe, nämlich Geduld, also die Kunst, nichts zu tun, kommt dabei absolut zu kurz.

Lungenembolien ergeben sich zumeist nach Operationen (also vielleicht unnötige Kaiserschnitte) und sind damit "hausgemacht".

Ich rate nicht vom Krankenhaus ab, halte aber nichts von pauschaler Schwarz-Weiß-Malerei.

Und ja, ich muss sowohl für mein eigenes Leben als auch für jede berufliche Entscheidung die Verantwortung tragen.  

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@isebise50

Dann sorry.

Aber ich habe nicht schwarzgemalt. Ich habe aus MEINEN Erfahrungen heraus gesprochen. Und zu meiner zeit war eben Geduld noch vorhanden.

Und

Lungenembolien ergeben sich zumeist nach Operationen (also vielleicht unnötige Kaiserschnitte) und sind damit "hausgemacht".

das stimmt so nicht. Die Frau, von der ich schrieb, hatte eine ganz normale Entbindung.

Eine Lungenembolie kann JEDEN treffen.

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@beangato

Das beisst sich mit deiner Aussage, dass es im Krankenhaus sicherer ist, oder?

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@beangato

Stimmt und auch das Krankenhaus kann dann nicht immer retten.

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Die Reaktion der Nachbarn ist erstmal vollkommen egal.

Für eine Hausgeburt spricht, weil man im gewohnten Umfeld ist, alle Familienmitglieder dabei sein können und das Neugeborene auch gleich sehen. Es gibt keine überforderten Kinderschwestern.

Dagegen spricht, daß bei einer Geburt unvorhergesehene Komplikationen auftreten können, die eine sofortige Behandlung erfordern.

Bis dann der Rettungswagen kommt, kann es fast zu spät sein. Dann spricht noch die Verschmutzung, die so eine Geburt mit sich bringt eine Rolle, weil ja alles gereinigt werden muß.

Alles macht die Hebamme auch nicht. Im großen und ganzen ist eine Geburt im Spital die sicherste Option.


Nein, für eine gesunde schwangere und eine intakte Schwangerschaft ist die hausgeburt sicherer, allein schon wegen der 1:1 Betreuung.

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Ich halte es für gefährlich. Bei einer Freundin von mir hat es bei der Hausgeburt Probleme gegeben, das Kind war dann Epileptiker und geistigbehindert.

Und das ist zu 100% auf die hausgeburt zurückzuführen?

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Wenn es sich um eine normale Schwangerschaft handelt, spricht nichts dagegen.

Da spricht nichts dagegen.

Eine Freundin von mir hat eine Hausgeburt im Mietshaus ohne Probleme gehabt. Die anderen Bewohner geht dies nichts an.

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