Was sind Geon- bzw Phänotypische Merkmale (Hund)?

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Der Phänotyp ist, wie hier schon mehrfach gesagt wurde, das Erscheinungsbild eines Lebewesens. Also alle Merkmale, Verhaltensweisen und Eigenschaften, die das jeweilige Wesen zeigt. Auch die genetisch verankerten Merkmale im Hinblick auf aussehen und Verhalten gehören selbstverständlich dazu und auch erworbene, erlernte Verhaltensweisen, um das Beispiel mit dem wasserscheuen Pudel mal aufzugreifen.

Es ist all das, was nach außen hin sichtbar ist, - so wie es das aus dem griechischen stammende Wort Phäno... schließlich auch nahe legt.

Der Genotypus ist das, was in den Genen verankert ist. Es umfasst selbstverständlich all die Merkmale, die der Phänotypus  auch zeigt, mit Ausnahme der Eigenschaften und Verhaltensweisen, die antrainiert, im Laufe des Lebens erworben oder entwickelt wurden.

Aber der Genotyp umfasst auch all die Merkmale, die man nicht sehen, aber weitervererben kann.

Beispiel: Jemand ist dunkelhaarig und hat einen blonden oder ebenfalls dunkelhaarigen Paarungspartner. (Phänotyp) Beide bekommen zwei rothaarige und ein blondes Kind.

Daraus kann man schlussfolgern, dass beide im Genotypus das Merkmal für das rezessiv vererbbare blond haben müssen und dass mindestens einer der beiden im Genotypus auch das Merkmal für rothaarig tragen muss.

Anderes Beispiel: Eine Frau hat im Genpool das Merkmal für Dunkelhäutigkeit, weil einer ihrer Vorfahren schwarz war. Sie selbst zeigt das jedoch nicht im Phänotyp; ihre Haut ist  weiß.

Sie bekommt ein Kind von einem reinerbig weißen Mann, welches ebenfalls helle Haut im Phänotypus hat, - also weiß aussieht.

Oder sie bekommt ein Kind von einem ebenfalls gemischterbigen Partner, in dem Fall bestimmt die Auswahl der Gene, ob das Kind im Phänotypus weiß oder farbig ist.

Oder sie bekommt das Kind von einem reinerbig dunkelhäutigen Mann, in dem Fall wird die Frau mit hoher Wahrscheinlichkeit ein dunkelhäutiges  Kind gebären, weil sich Dunkelhäutigkeit dominant vererbt.

 

Es ist absoluter Unsinn, @Depravity und Canis Lupus, zu behaupten, genotypisch wäre das vererbte und phänotypisch das erworbene.

 

 

Uiii!!! Brigitta!

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Z.B. ein Pudel geht von seiner Erbanlage (dem Genotyp) gerne schwimmen. Manche Pudel hatten aber im Wasser ein traumatisches Erlebnis, wurden z.B. von einem Wels unter Wasser gezogen, die gehen dann von ihrem Phänotyp nicht mehr gerne ins Wasser.

wenn ich das richtig verstehe, sind Genotypische merkmale die vererbten, genetischen Merkmale und die Phänotypischen die Erlebnisse?! ..also die 'Umwelteinflüsse' ^_^

 

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@depravity

Korrekt. Es handelt sich bei Veränderungen des Phänotyps um Modifikationen, die durch versch. Umwelteinflüsse ausgelöst werden. Das zeigt sich nicht nur im Verhalten, sondern diese Einflüsse können auch zu organischen oder äußerlich sichtbaren Modifikationen führen.

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Traumatische Angsterlebnisse haben mit der genetischen Veranlagung absolut nichts zu tun!

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  1. Phänotyp =  Erscheinungsbild/ Aussehen
  2. Genotyp = Erblicher Hintergrund welcher nicht gesehen werden kann aber an die Nachkommen weiter vererbt wird

Ein Merkmal als Genotyp (Erbbild) kann zum Beispiel sein, dass dieser Hund zum Beispiel Nachkommen mit nur einem Hoden hat aber selbst in seinem eigenen Phänotyp (Erscheinungsbild) zwei Hoden hat.

Das hat damit zu tun, dass erbliche also genetische Fakten bei einem Hund nicht selten verdeckt erblich sein können und nur auftreten, wenn der Partner bei Nachwuchs denselben nicht sichtbaren Genotyp aufweisen sollte.

Deswegen ist es wichtig, dass Hundezüchter an Gentests mitarbeiten, damit Erkrankungen und Missbildungen mit deren Anwendung verhindert werden können. Schon bei der Planung von Zucht.

 

Geno = Gen

Genotypische Merkmale bezeichnen praktisch die genetischen Merkmale oder Beschaffenheiten eines Individuums, oder explizit eines Hundes. Aus den genotypischen Merkmalen folgen die Phänotypischen Merkmale, denn der Hund ist vereinbarungsgemäß der Phänotyp.

Geno = Gen

Genotypische Merkmale bezeichnen praktisch die genetischen Merkmale oder Beschaffenheiten eines Individuums, oder explizit eines Hundes. Aus den genotypischen Merkmalen folgen die Phänotypischen Merkmale, denn der Hund ist vereinbarungsgemäß der Phänotyp.

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