Was sind die größten Unterschiede zwischen Karate, Aikido und Judo?

5 Antworten

Die wesentlichsten Unterschiede bestehen darin, dass Karate und Judo Sportarten sind, welche Regeln zugrunde liegen; Judo ist zudem eine olympische Disziplin. Das Ding mit den Regeln bedeutet, dass man genau jene Techniken verbietet, welche die grösste Wirkung hätten. Schliesslich darf man in einer Sportart niemanden verletzen, sonst wird man disqualifiziert. Beide Disziplinen kennen Wettkämpfe und Gewichtsklassen. Will man Fortschritte erzielen und Prüfungen für einen nächsthöheren Gurt ablegen, muss man auf Fortgeschrittenenstufe meist auch Wettkämpfe betreiben. https://www.youtube.com/watch?v=doHIvJIqAL4

Aikido kennt keine Regeln; nur Funktionsprinzipien. Es ist an und für sich also noch klassisch und authentisch. Man kennt weder Wettkampf noch Gewichtsklassen; jeder trainiert mit jedem. Natürlich existieren die selben Stufen, wie in anderen jap. Kampfsportarten/Kampfkünsten https://de.wikipedia.org/wiki/Dan_(Kampfsport)

Dann sind die Strategien und Taktiken grundverschieden.

Judo: zieht man einem Judoka, dann stösst er selbst auch und tritt ein und bringt einem so zu Fall. Stösst man einen Judoka, dann zieht er und bringt einem so zu Fall. Es hat von den Prinzipien und dem Bodenkampf her viel Ähnlichkeit mit Ringen, beinhaltet nur wesentlich mehr Würfe.

Katate: Basiert auf Körpertreffern von Schlägen und Tritten auf neuralgische Körperpunkte mit dem Ziel, einen Ausfall beim Kontrahenten zu bewirken. Da man aber im Sport nicht mit Vollkontaktschlägen arbeitet, übt und betreibt man es ohne direkte Körpertreffer. Man schlägt also bloss bis an den Trefferpunkt hinan, aber ohne Vollkontakttreffer - ausser im Kyokushinkai Karate. Dass ist die härteste Vollkontaktvariante.

Aikido: Zieht man an einem Aikidoka, so tritt er ein und bringt einen Kontrahenten so zu Fall. Stösst man einen Aikidoka, dreht er sich weg oder weicht gänzlich aus. Als zusätzliches strategisches Element kommt das Lenken des Angriffs hinzu: Ein geübter Aikidoka ist in der Lage, einen Angriff im Ansatz so zu stören, dass er die Absicht des Angreifers vereitelt und ab diesem Zeitpunkt seine gesamte Körperbewegung kontrolliert und so einen Angriff neutralisiert. Dabei besteht keine Absicht einer Schädigung, sondern vollständige Kontrolle über den Angreifer steht im Vordergrund. Natürlich geht das aber ebenso zur Sache! Kleines Beispiel: https://www.youtube.com/watch?v=kD_6jCitapc

Könnte Punkto Aikido unendlich in die Tiefe gehen, aber für den Moment sind das so meine Schwerpunkte um die Unterschiede zu verdeutlichen. Wenn Du mehr wissen willst (Aikido), dann frag am besten via PN.

Bei Karate versucht man den Gegner auf Distanz zu halten und mit Tritten und Schlägen zu besiegen. Der Verteidiger versucht diesen auszuweichen oder die Angriff mit Händen, Armen und Beinen zu blocken.

Beim Judo ist es mehr ein Nahkampf, wo die Gegner versuchen sich mit Würfen oder Fegetechniken aus dem Gleichgewicht zu bringen. Im Bodenkampf wird viel mit Hebeln und Würgetechniken gekämpft.

Ich kann Aikido empfehlen und habe hier ein paar Gründe genannt:

http://www.gutefrage.net/frage/gute-kampfkunst-gesucht

Judo sieht für den Laien dem westlichen Ringen in bekleideter Form ähnlich. Karate zeichnet sich durch Tritte und Schläge, also vergleichsweise harte Techniken aus, während im Aikido runde, fließende Bewegungen und Würfe kennzeichnend sind.

Das mal als Crash-Kurs. ;-)

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