Was passiert, wenn ein Lokführer ein haltzeigendes Signal überfährt?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Dann bekommt er eine Zwangsbremsung vom Gleismagneten, muss das melden und wird aus dem Dienst entlassen. Jedoch kann er bei einer Störung auch ohne Probleme drüber fahren, mit niedriger Geschwindigkeit.

Als Ergänzung - nicht unbedingt wird man vom Dienst entlassen. Wenn vor einem das Signal auf halt fällt (warum auch immer) gibts n Befehl und weiter geht die Fahrt.

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Da hier schon wieder Hobbyeisenbahner und Unqualifizierte Menschen antworten hier mal ne Antwort von einem Betriebsdienstler

Am Signal liegt ein aktiver 2000hz Magnet (PZB) der eine Zwangsbremsung auslöst.

Dann kommt es auf den Grund an warum unzulässig am Haltzeigenden Signal vorbei gefahren wurde. In manchen Fälle wird der Kollege abgelöst und bekommt 14 Tage nachschulung bzw je nach Schwere des Vergehens die Kündigung.

In anderen Fällen, in denen der Lokführer nichts dafür kann gibt es einen schriftlichen Befehl und weiter geht die Fahrt. Ein Beispiel dafür wäre ein Signal ist aufgrund einer Störung kurz vor dem Zug auf halt gefallen.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Der Zug bremst dank Sicherheitstechnik von selbst

Durch den 2000 Hz-Gleismagneten der PZB (oder, falls vorhanden, durch LZB oder ETCS) kriegt er eine Zwangsbremsung. Ebenso an einem gelben Vorsignal, wenn er die Zugbeeinflussung (PZB-Wachsam) nicht betätigt und/oder nicht ausreichend abbremst.

Die Fahrt ist für ihn beendet. Die Konsequenzen hängen vom Verschulden des Lokführers ab. Bei einem Kabelbruch kann 1 Signal schon mal auf Halt fallen, dann kann der Lokführer nichts dafür. Er kriegt 1 Befehl 2 vom Fahrdienstleiter und darf weiterfahren.

Ansonsten, macht er vielleicht mal 2 Wochen Nachschulung. Dass man beim 1. überfahrenen roten Signal gefeuert ist und nie wieder 1 Lok von innen sieht, stimmt nicht, jedenfalls bei den meisten Betrieben nicht.

Woher ich das weiß:Recherche

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