Was macht man als Praktikant, wenn man einen Patienten im Krankenhaus persönlich kennt?

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9 Antworten

Auf der einen Seite haben alle Recht, Du solltest damit kein Problem haben. Nur finde ich es absolut unsozial, da nicht auf deine Probleme ein zu gehen. Habe eigentlich alle schon mal an den Patienten gedacht ? Er ist lebendig, er hat auch Gefühle und kann Dinge wahrnehmen, der merkt doch auch ganz klar, dass Du ein Problem hast.

Man muss sich mal in seine Lage versetzen. Hilflos und in wirklich Schambehafteten Dingen auf die Hilfe anderer angewiesen, dann noch das Gefühl der Pflegekraft mitbekommen, dass diese lieber grad auf dem Mars wäre als bei ihm im Patientenzimmer.

Das die Kollegen das dann auch noch drauf anlegen finde ich unmöglich. Klar musst du an dir arbeiten, dass sowas für dich kein Problem ist, aber auf biegen und brechen, und vor allem nicht zum Wohle aller geht gar nicht.

Übrigens super Praktikum/Ausbildung : "Hier mach ma und zier dich nicht!"

Mir hilft es in solchen Situationen die Sache objektiv zu betrachten. Der Mann braucht Hilfe also gebe ich ihm Hilfe, dass tue ich nach besten Wissen und Gewissen. Sowas wie falsche Scham oder vermeindliche Ablehnung helfen ihm nicht weiter und sind auch völlig unangebracht.

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Hallo Zuckermaus99, 

Suche doch ein Gespräch mit der Stationsleitung. Dass du einen Patienten nicht betreuen möchtest, weil du eine persönliche Beziehung zu ihm hast, ist nachvollziehbar und völlig in Ordnung. 

Viele Krankenhäuser haben dazu sogar Richtlinien erlassen, die eben dies untersagen. Das geschieht nicht nur zum Schutz und zur Wahrung der Würde des Patienten, sondern auch um dich als Fachperson und doch persönlich Betroffene zu schützen. Für dich kann es sehr belastend sein, nahe Freunde zu pflegen, gerade wenn es ihnen nicht gut geht, und der Ausgang ungewiss ist. 

Argumentiere doch so mit der Stationsleitung. Es ist dann ihre Aufgabe, dich von deinen Pflichten dem Patienten gegenüber zu entbinden, und das auch den Pflegefachkräften auf der Station zu vermitteln. 

Es kann dann natürlich immer noch vorkommen, dass du mal die Glocke quittierst. Jedoch nicht, dass du bei ihm eingesetzt wirst, wenn du andere nötige Aufgaben in dieser Zeit erledigen kannst. (Wie Essen eingeben bei einem anderen Patienten). 

Alles Gute, 
Jean-Louise

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Ich finde auch, dass du ihn natürlich auch pflegen solltest. Als Arzt sieht man ständig Menschen nackt oder in problematischen Situationen. Da ist Scham falsch am Platz. Der Mensch braucht Hilfe und wenn das für dich völlig normal ist dann wird auch er sich nicht lange schämen. Ich würde mich sogar freuen, jemand Bekanntes im Krankenhaus zu haben, die mir bei Fragen mit Fachwissen beistehen kann.

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Kommentar von Johannax32
12.07.2017, 16:14

1. Das ist ein Praktikum. Es wird durchgeführt, damit der Praktikant einen Einblick in den Betrieb, den Beruf und in die Branche erhält. Ferner soll er sich spezifische berufliche Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen aneignen, die ihm auf seinem weiteren Karriereweg hilfreich sein werden. Folglich steht das Lernen im Vordergrund und nicht das Arbeiten. Salopp gesagt: Er soll mitlaufen, beobachten, ausprobieren, und nicht fest in die tägliche Arbeitsverrichtung eingeplant werden. (nach-dem-abitur.de)    

Folglich sollte es selbstverständlich sein, dass auf die Bedürfnisse des Praktikanten eingegangen wird. Ansonsten ist es nämlich kein Praktikum, sondern ein Arbeitsverhältnis und muss vergütet werden. Die FS erhält hingegen nichts.

2. Es ist extrem unangenehm für beide Seiten, wenn ein Praktikant einen (guten) Bekannten pflegen muss. Stell dir bitte einmal vor, du müsstest deinem Nachbarn, der Mutter deiner Freundin, o.ä. den Hintern abwischen und ihr/ihm danach noch jahrelang begegnen.  

3. Als Arzt kann es natürlich vorkommen, dass man jemanden nackt oder problematischen Situationen sieht, aber nicht in so unangenehmen wie hier beschrieben. Auch steht es einem Patienten, zumindest im ambulanten Bereich, frei, seinen Arzt frei zu wählen. Die Situation ist somit nicht in einem vergleichbarem Maße erzwungen.   

4. Welche Fachkenntnisse sollte der Patient haben?

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Hallo, eigentlich ist es im Pflegeberuf so dass man alle Patienten unvorbehalten gleich behandelt.Es gibt ja die Schweigepflicht.

Als Praktikantin bist Du für alles zuständig. Eigentlich solltest Du über der Situation stehen, lieben Gruß

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Was machst du als Ärztin, wenn du Bekannte behandeln musst und dabei deren Intimbereich siehst? Oder  sollen dich deine Bekannten bei bestimmten pflegerischen Arbeiten nicht sehen? Dann darfst du dich über Reaktionen deiner Kollegen nicht wundern! 

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Es hilft tatsächlich nichts, dich vor einem Zusammentreffen zu drücken. Du könntest den Herrn ja auch nicht aus deiner Praxis schmeißen oder eine Behandlung verweigern, wenn du fertige Ärztin wärst. 

Von daher, behandele den Herrn einfach, wie du mit deinen anderen Patienten auch umgehst. 

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Ich gebe den den Krankenschwestern Recht. Wenn du Ärztin werden möchtest solltes du bereit sein jedem Meschen zu helfen, egal ob er dir fremd oder bekannt ist. 

Außerdem sollte dir das nicht unangenehm seien! Die angehörigen sind die zu 200% dankbar, dass du dich um ihn liebe voll kümmerst. Und er ist auch dankbar für deine Hilfe! 

Du wirst öfters mit solchen Situationen konfrontiert werden, versuche dir also eine Herangehensweise zu erarbeiten, um damit besser klar zukommen. Vielleicht geben dir die erfahrenen Krankenschwestern Tipps.

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Leider musst du das machen was die sagen und dich unterordnen. Wenn die sagen, du hast jetzt Patient X zu “pflegen“ dann hast du das auch zutun! Dann hast du bei Patient Y nichts verloren. Pflege ist kein einfacher Beruf. Du hast dir dieses Praktikum ausgesucht und dann hast du auch zu gehorchen.

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Kommentar von Johannax32
11.07.2017, 17:30

Sie hat sich das Praktikum nicht ausgesucht, sie muss es aufgrund ihres Studienganges absolvieren. Den Sinn dahinter sucht man nur leider vergeblich, da Ärzte mit der Pflege gar nichts zu tun haben. 

Auch merkt man, dass das reine Schikane ist. Die FS verweigert keine Aufgaben, sondern sie möchte unangenehme Situationen vermeiden. Daher schlägt sie vor, sich stattdessen um einen anderen Patienten, der ebenfalls Hilfe benötigt, zu kümmern, den aber dann die Pfleger übernehmen. Was spricht denn dagegen, dass ein Pfleger dem Bekannten hilft und die FS einem anderen Patienten?

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Du musst jeden gleich behandeln und nicht weil du jemanden kennst dich davor drücken. Das hört sich sehr nach Kinder Garten an. Reiß dich zusammen und behandle ihn wie jeden anderen.

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