Was machen ärzte bei einer ohnmacht?

4 Antworten

Hi,

als Basismaßnahmen machen Ärzte bei plötzlich einsetzender prinzipiell das gleiche wie Ersthelfer:

  • Ansprechen, Anfassen > bei fehlender Reaktion: Atemkontrolle!
  • atmet der Patient normal > stabile Seitenlage (oder wenn Vorhanden: andere Formen der Atemwegssicherung, z.B. Guedeltubus und Absaugbereitschaft)
  • bei fehlender Atmung (oder Schnappatmung) > Einleiten der Reanimation

An weiteren Maßnahmen durch Fachpersonal (z.B. Rettungsdienst, Ärzte, im Krankenhaus) kommen

  • Eigen- und/oder Fremdanamnese, wenn möglich,
  • engmaschige Überwachung (EKG, i.d.R. 12-Kanal, Blutdruck, Sauerstoffsättigung, Blutzucker (!), GCS als Verlaufsparameter),
  • ggf. Sauerstoffgabe, ggf. assistierte Beatmung, im Extremfall endotracheale Intubation zur Atemwegssicherung,
  • Legen eines venösen Zugangs, um ggf. medikamentös therapieren zu können
Legen sie eine infusion? Und ab wann legen sie eine infusion?

Grundsätzlich gehört das bei einer unklaren Bewusstlosigkeit zum Standardvorgehen. Bei einem kurzzeitigen Kollaps (Synkope) wird in der Regel auch das komplette Programm gefahren, ein Zugang wird hier oft (aber nicht immer) gelegt.

LG

Erstversorgung, dazu gehört auch ein Tropf zur Stabilisierung des Blutdrucks und um einen Zugang für evtl. notwendige Notfall- oder sonstige Medikamente zu haben.

Anschließend wird wohl eine Diagnostik folgen (wenn die Ohnmacht überstanden ist und später), um die Ursache für die Ohnmacht zu klären.

Meist bekommt es kein Arzt mit, wenn man umkippt.

Normal geht man zum Hausarzt und klärt mit dem den Grund einer Ohnmacht ab.

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