Das kommt stark auf den Kontext an. Es gibt Fälle, in denen eine weitere Erhöhung einer Größe von unendlich aus zu negativen Werten führt. In bestimmten thermodynamischen Systemen, die man mikrokanonische Ensemble nennt, das ist ein System, das mit seiner Umgebung weder Materie noch Energie austauschen kann, kann es negative absolute Temperaturen geben, wenn die Energieniveaus nach oben beschränkt sind.

Diese Temperaturen sind freilich nicht kälter als 0K, was nicht geht, sondern vielmehr heißer als unendlich heiß, denn einer unendlichen Temperatur entspräche eine Situation, in der die oberen Niveaus genauso stark besetzt sind wie die unteren. Mehr ließe sich rein thermisch nicht machen.

In der während der 1960er Jahre entwickelten Nichtstandard-Analysis ist es möglich, mit unendlichen Größen genauso zu rechnen wie mit endlichen. Es gibt dort also kleinere und größere »Unendlichs«. Vergleichbares - ganz anders gelagert - gilt für transfinite Kardinalzahlen. Es gibt beispielsweise mehr reelle als rationale Zahlen, was zunächst merkwürdig klingt, weil beides ja unendlich ist. In solchen Fällen kann man natürlich nicht nachzählen, sondern man muss versuchen, zwischen den Mengen nach Möglichkeit eine 1:1-Abbildung zu finden, und zwischen den Rationalen und den Reellen Zahlen gibt es keine. In der einen Richtung gibt es keine surjektive (vollständige, alle Elemente der Zielmenge berücksichtigende), in der anderen keine injektive (umkehrbar eindeutige) Abbildung.

Dem schiebt die Bekenstein-Grenze einen Riegel vor, so dass sich diese Frage nur mathematisch, aber nicht für Systeme (z.B das Universum) stellt.

Welche Unendlichkeit. Im weltall gibts zum Beispiel die Theorie das wenn man quasi am Ende ist, kommt man wieder an den anfang. Wie bei einem Käfer, der auf einem Ball läuft, ihm kommt es vor als wäre die Fläche unendlich obwohl sie nicht unendlich ist

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