Was kann bei dem Kaufvertrag schief gehen?

18 Antworten

Wenn ihr den Vertrag nicht von einem Fachmann (Anwalt, Immobiliensachbearbeiter eines Kreditinstitutes...) prüfen lassen wollt oder könnt:

  • Passagen, die ihr nicht sofort versteht, mehrfach lesen und ggf. recherchieren, was einzelne Begriffe bedeuten
  • Fragen notieren mit Hinweis, auf welchen Punkt im Kaufvertrag sich die Frage bezieht
  • beim Notartermin wird der Vertrag ohnehin vorgelesen und ihr könnt euch Fragen dazu vom Notar beantworten lassen - der Notar muss sicherstellen, dass ihr die Inhalte des Vertrages kennt
  • die Maklerin bei der Sache getrost vergessen - Makler wollen verkaufen und ihre Provision kassieren und sie sind in gefragten Gegenden absolut verkäuferorientiert
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Der Teil mit der Maklerin ist blanker Unsinn. Das ist vergleichbar mit ..."Die Bäckereifachverkäuferin will nur ihre Brötchen verkaufen"...aha, wie außergewöhnlich :O lol

Der Punkt der hier erwähnt werden muss ist, dass die Maklerin in der Lage sein sollte den Notarvertrag zu erklären, so mache ich es nämlich.

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@AchIchBins

Du magst es für Unsinn halten - aber es ist meine persönliche Erfahrung und zwar nicht nur von einem Makler, dass ein Übermaß an Kaufinteressenten offenbar dazu führt, dass selbige keinen Stellenwert mehr haben. Undurchsichtige Bieterverfahren, ausladende Forderungen, Besichtigungen und Exposés, die diesen Namen eigentlich nicht verdient haben...ein Makler verschwieg, dass das von ihm beworbene Haus bereits rechtskräftig notariell (!) verkauft war, ein anderer maulte mich an, weil ich nach der Besichtigung eine Absage erteilte und er Kosten und Mühen umsonst gehabt hätte. Gekauft habe ich letztlich von privat, vermisst habe ich nichts, der Kaufvertrag wurde vom Notar ausreichend erklärt - ich will nicht alle über einen Kamm scheren, aber mein Vertrauen in Makler hält sich nach meiner Erfahrung in Grenzen, insbesondere angesichts der horrenden Provision, die ein Käufer an den Makler leistet. Wenn du zwischen Käufer und Verkäufer keinen Unterschied machst, freut mich das - schön wäre, wenn alle Makler dies täten.

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@Maro95

Danke für die "Ergänzung". Ja, es gibt qualitative Unterschiede, keine Frage. Der Satz las sich eben auch nach "alle über einen Kamm scheren". Es ist Vielen nicht geläufig, aber in vielen vielen Fällen gibt der Verkäufer das Prozedere vor. Ein Makler kann und muss (!) eine Immobilie auch vermarkten (verkaufen), davon lebt er und zahlt seine Miete, Essen und das Taschengeld für die Kinder. Ein Makler ist daher auch mal "gezwungen" Vorgaben bestmöglichst umzusetzen obwohl er vll. nicht davon überzeugt ist, das Maklerleben ist nur in den seltensten Fällen ein Zuckerschlecken.

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Dass ein Notar, gerade wenn es aufs Jahresende zugeht, kaum Zeit hat (außer für Notartermine) ist völlig normal, zumindest in meiner Region. Ich weiß, es hört sich kompliziert an, aber oft stecken ganz banale Dinge dahinter. Bei uns hat man für einen Notartermin eine Stunde Zeit. In dieser liest er den gesamten Text vor und beantwortet auch gerne die eine oder andere Frage. Wofür keine Zeit ist, ist den kompletten Vertrag Formulierung für Formulierung zu erläutern und zu erklären. Dazu sollte eigentlich die Maklerin in der Lage sein, das verblüfft mich etwas, ist sie vll. "Berufsanfängerin"? Ein Makler muss schon im Stande sein einen Notarvertrag zu erklären. Es gibt zwar auch mal ganz knifflige Formulierungen, aber ein Makler, der dem Notar den Umsatz bringt, bekommt doch sicher Auskunft vom Notar, oder zumindest von den Gehilfinnen (die den Vertrag auch eigentlich aufsetzen). Mit "angepasst" meint ihr sicher, dass etwaige Daten (Namen, Zeiten, Daten etc.) eingefügt worden sind die der Maklerin nicht sofort bekannt waren, oder?

Was ist damit gemeint? ..."Der Notar ist ausgebucht und kann die Zeit vor dem Termin mit der Käuferin nicht finden"? Für was und wen findet er welche Zeit nicht?

Alle unklaren Sätze hier posten, dann kann die Community sicher helfen.

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung

Was bei diesem Vertrag, so wie du ihn beschreibst, schief geht ist, dass er komplett unwirksam wäre. Ein Kaufvertrag rund um Immobilien ist grundsätzlich nur mit Notar wirksam. So will es das Gesetz.

Ich unterstelle, dass die Maklerin das ganz genau weiß, aber es ihr einzig und allein darum geht, ihre Provision schnell in Rechnung stellen zu wollen. Das ist aber nicht in Ordnung. Auch die Maklerin muss warten, bis der Notar einen Termin frei hat.

Der Notar setzt nicht einfach nur den Vertrag auf. Er holt sich beispielsweise auch einen Grundbuchauszug. Denn es ist zu prüfen, ob es vielleicht irgend welche Rechte anderer gibt, die dem Verkauf entgegen stehen. Außerdem wird euch der Notar alles erklären, das gehört zu seiner Aufgabe.

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Hier ist sicher gemeint, dass der Notar keine Zeit hat den Vertrag vor dem eigentlichen Termin zur Unterzeichnung ausführlich zu erklären. Das sollte aber im allgemeinen auch ein Makler können.....ich kann es.

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@AchIchBins

Dann muss sich der Notar die Zeit während dem Termin nehmen. Es gehört zu seiner Aufgabe, den Beteiligten alles zu erklären, was unklar ist, sodass jeder weiß, wofür er unterschreibt. Und ich bin sicher, diese Zeit hat er mit eingeplant.

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@Renick

Klar, ETWAS Zeit ist immer, aber niemals um den gesamten Vertrag ausgiebigst zu erklären. Dafür ist dann im "Notfall" ein kostenpflichtiger Zweittermin nötig.

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Immobilienkaufvertrag : Lastenfreistellung Teil nicht klar?

Wir haben vor, einen Kaufvertrag zu unterschreiben. Die Maklerin hat den Vertrag von irgenwo kopiert und hat Schwierigkeiten die Sachen deutlich zu erklären. Wir werden den Notar sicher fragen, versuchen aber vor dem Termin den Vertrag zu verstehen. Aus dem Grund ist die Frage zu dem unten kopierten Teil.

Die Wohnung hat keine Lasten: "Der Veräußerer schuldet den lastenfreien Besitz- und Eigentumsübergang des Vertragsgegenstands ...". Wofür ist die folgende Passage in dem Vertrag direkt nach dem Kaufpreis? Die erste zwei Sätze haben Sinn, aber alles was danach kommt, insbesonderes das Konto macht mir Angst, ob wir über eine lastenfreie Wohnung reden.

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Der Veräußerer verpflichtet sich zur unverzüglichen Lastenfreistellung von nicht ausdrücklich übernommenen Belastungen.

Die Beteiligten beauftragen den Notar, erforderliche Freigabe- und Löschungserklärungen zu entwerfen und einzuholen.

Bestehende und künftige Eigentümerrechte und Rückgewähransprüche an Grundpfandrechten werden an den Erwerber abgetreten, jedoch ausschließlich zur Sicherung der Lastenfreistellung.

Zur Sicherung des Vertragszwecks tritt der Veräußerer hiermit seinen Kaufpreisanspruch an abzulösende Grundpfandrechtsgläubiger bis zur Höhe der von diesen geforderten Ablösungsbeträge ab, hat jedoch trotzdem einen eigenen Anspruch auf Zahlung an die Gläubiger. Die Abtretung wird wirksam, sobald die Fälligkeitsvoraussetzungen eingetreten sind.

Soweit zur Lastenfreistellung Ablösungsbeträge zu bezahlen sind, wird diese der Erwerber aus dem Kaufpreis bezahlen.

Zur Überprüfung der Höhe dieser Beträge sind weder Notar noch Erwerber verpflichtet.

Der nicht zur Lastenfreistellung erforderliche Kaufpreisrestbetrag ist zu überweisen auf das Konto

IBAN: DE

lautend auf den Namen des Veräußerers.

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Wir wollten ein Haus für 325.000€ kaufen. Der Notartermin wurde nun von uns einen Tag vor dem geplanten Termin abgesagt, weil der Verkäufer unrichtige Angaben über das Haus gemacht hat und die geforderten Unterlagen nicht vollständig beschafft hat.

  1. Mit was für einer Notarrechnung müssen wir nun rechnen? Dieser hat ja den Entwurf für den Kaufvertrag gemacht, die Daten angepasst und auch meine Fragen diesbezüglich beantwortet. Außerdem hat er sich ja sicher auf den Termin am nächsten Tag vorbereitet. Kann der wirklich die vollen 2% fordern?

  2. Soweit ich gelesen habe, muss ja derjenige den Notar zahlen, der ihn beauftragt hat. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob dies in unserem Fall so eindeutig ist.

  3. Ich habe von der Maklerin ein Datenblatt des Notars erhalten, in welches ich meine Daten eingetragen habe. Da mir die Maklerin zugesichert hat, das mir für den Entwurf erstmal keine Kosten entstehen, habe ich dies in dem Datenblatt so auch ergänzt.

  4. Einige Tage später kam dann der Kaufvertragsentwurf per Email von der Maklerin.

  5. Erst nach Erhalt des Entwurfs habe ich eine Vollmacht zur notariellen Beauftragung unterschrieben. Diese habe ich mit dem Hinweis an die Maklerin geschickt, das sie die Beauftragung nach Unterschrift der Verkäuferin an den Notar weiterleiten kann (also gemeinsame Beauftragung durch Käufer und Verkäufer?). In dieser Vollmacht ist dann geregelt, das derjenige, der den Vertrag nicht unterschreibt die Notarkosten zahlen muss.

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