Was ist "einfacher" oder angenehmer zu reiten?

Das Ergebnis basiert auf 15 Abstimmungen

Englisch 60%
Western 40%

15 Antworten

Englisch

Es kommt drauf an was du gerne machen würdest, beim Englischen reiten halt springen und Dressur eher und bei Western eher Barrel Race und sowas.

Ich habe für Englisch gestimmt weil es einfach viel mehr Reitschulen und Angebote dafür Gibt.

Der Knauf ist meines Wissens nach nicht zum Festhalten da, aber falls es dir darum geht dich im Notfall Festhalten zu können ist das beim Englischen Sattel nicht das Problem weil du dich dort auch vorne am Sattel festhalten kannst.

Mann kann aber auch einen Westernsattel nehmen wenn man Englisch reitet und andersrum.

Woher ich das weiß:Hobby

Der Knauf ist zum Anhängen des Lassos. Man hält sich niemals am Sattel fest.

Der western sattel wird seine Vorteile auf tagelangen trails haben. Einfacher ist es damit aber nicht. Es dauert eine Zeit bis man problemlos mehrere Tage hintereinander einige Stunden im sattel verbringen kann. Wenn du aber mal soweit bist, kannst du das in jedem sattel.

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Western

Ich bin früher englisch geritten reite aber jetzt Western. Beides ist nicht einfach. Beim Western arbeitet man finde ich mehr mit der Stimme als beim Englisch. Man sitzt anders und man hat beim westernreiten keine Verbindung zum Pferdemaul. Beim englischen hat man die Steigbügel oft kürzer und die Zügel straffer. Beim westernreiten sind die zügel im besten Fall die ganze zeit locker und man spürt das Baum des Pferdes nie. Beim lenken benutzt man die Beine und legt die Zügel nach links oder rechts am Hals an aber zieht nie am Zügel.

Ich finde Westernreien entspannter für Pferd und Mensch. Pferde werden beim englischreiten oft gequält (beim westernreigen auch habe ich aber weniger oft erlebt und wenn man richtig englisch reitet hat das pferd keine schmerzen aber leider reiten viele falsch und das ist eine Qual fürs Pferd)

Und man hält sich übrigens nicht am ,,knüppel" (es heißt horn)fest. Wenn man sich festhält sollte man noch nicht frei reiten. Westernreiten ist nicht einfacher es sieht nur so aus, weil der Sinn dahinter ist es einfach aussehen zu lassen. Bei einem guten Reiter erkennt man so gut wie gar keine Hilfen.

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Hallo,

ich finde das kann man nicht verallgemeinern. Westernreiten ist ein riesiger Überbegriff und auch im englischen Reiten gibt es Springen, Dressur, Vielseitigkeit usw.

Ich glaube man kann es nicht richtig vergleichen. Dressur und Springen ist auch schwierig zu vergleichen.

Ich persönlich finde einen Westernsattel zum lange Reiten sehr angenehm, ein Dressursattel zum arbeiten gut, ein Vielseitigkeitssattel zum ausreiten am besten.

Ich reite englisch habe aber auch ein bisschen Erfahrung im Westernreiten.

Beim Westernreiten ist wichtig, dass es so einfach und locker aussieht. Es ist nicht einfacher.

Es gibt kein "einfacher" und kein "angenehmer", es gibt aber Unterschiede, die für den individuellen Reiter interessant sein können.

Niemand hält sich am Horn fest. Das ist am Sattel, um Ausrüstung wie ein Lasso greifbar zu transportieren. Es wäre ein blöder Punkt zum Festhalten, der ideale Punkt, um sich aus dem Sattel zu hebeln. Deshalb ist auch der Riemen am Englischsattel nicht gut zum Festhalten (der reißt noch dazu leicht). Oben bleibt man, indem man eine unvorhergesehene Situation möglichst nicht auftreten lässt und wenn es doch mal dazu kommt, "mitsitzt". Je mehr man am Hintern sitzt, desto geringer die Chance zu fallen.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Durchgenend Pferdeerfahrung seit 1981

schon aber warum halten sich dann in filmen die leuten immer am horn? warum nehmen die beim western reiten nicht beide zügel in die hand?

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@lochnet

Welcher Film bildet die Realität ab? Die Reiter, die in Filmen auf Pferden sitzen, sind oft die Schauspieler, die man nach zwei Stunden da reiten lässt. Die haben die Erfahrung nicht, dass sie wissen, dass am Horn halten absoluter Mist ist.

Warum ein Westernreiter nicht beide Zügel in der Hand hat? Aus demselben Grund wie ein Englischreiter. Auch ein Westernreiter reitet nicht automatisch immer einhändig. Stangen führt man einhändig, gebrochene Gebisse beidhändig. Auch bei der gebisslosen Zäumung gibt es welche, die sinnvoll einhändig und welche, die sinnvoll beidhändig geritten werden. Eine Arbeitsreitweise wie Western oder Working Equitation wird immer schnell auf Stange geritten, damit eine Hand frei ist, um ein Lasso führen, ein Tor öffnen und schließen, ein Handpferd mit der freien Hand führen zu können oder ähnliches. Eine Dressur wird lange beidhändig geritten. Da brauche ich keine Hand, um was anderes damit zu tun, aber die Einwirkung auf den beiden Seiten bietet mir Möglichkeiten, Biegung und Stellung sauberer zu arbeiten. Bei der Dressur und bei der Reining ist das wichtiger als ob man die Hand frei hat. Geht es in die Versammlung, kann ich mit einer Stange eine Einwirkung dazu holen, die ich mit dem gebrochenen Gebiss nicht habe. Da sich aber die Stange beim kleinsten Unterschied in der Handhilfe im Maul unangenehm für's Pferd verkantet, nimmt man die mit einer Hand. Bei Kandare und Unterlegtrense ist sinnvollerweise (ich weiß, es gibt auch welche, die es anders machen, würde ich aber aus reiner Physikkenntnis heraus nicht) die Trense in beiden Händen, die Kandare in einer. Die Zügelführung nennt man 3:1, also beide Kandaren und ein Trensenzügel in einer Hand (3), in der anderen den übrigen Tensenzügel. Reitet man in der Reining vermehrt in Versammlung, wird oft auch auf ausschließlich Stange umgestiegen, in deren Prüfungsordnung auch möglich.

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@Baroque

Super Antwort

Ich kann mich an keinen einzigen Western / Film erinnern, wo sich jemand am Horn festgehalten hätte. Da wird mal wieder Wunschdenken und Fiktion durcheinandergebracht schätze ich...

3
@lochnet

Ich dachte Du reitest schon über 3 Jahre ?! Probier es doch einfach aus und nimm Dir mal ein paar Western-Stunden.

0
@lochnet

Also entweder du bist furchtbar naiv oder du bist 10 Jahre alt...

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@lochnet

Am Horn halten sich nur die Darsteller mit wenig Reiterfahrung fest - erfahrene Reiter tun das nicht.

Die Züger in einer Hand deshalb, weil man die andere Hand für Lasso oder Schießeisen braucht. Das nennt sich dann "Neckreining", was so viel bedeutet, wie "Zügel am Hals". Die Pferde sind so ausgebildet, daß man nicht an den Zügeln ziehen muss, sondern den Zügel nur an den Hals legen muss um die Richtung vor zu geben.

1

Es ist beides schwer. Es ist beides ‚angenehm‘ wenn du soweit bist das Pferd losgelassen von hinten nach vorne über den Rücken zu reiten und dementsprechend weich zu sein.

Bei keiner reitweise sollte man sich festhalten. Du bist der Meinung reiten ist einfacher weil man sich festhalten kann? Dann bist du wahrlich noch ein Anfänger und solltest dringend deine Ausbildung an der Longe von neuem beginnen. Sodass du lernst wie gut es sich anfühlt korrekt zu sitzen, ohne festhalten, und ohne das Bedürfnis danach.

Ich halte jede reitweise für schön wenn sie gut (für das Pferd gut) ausgeführt wird.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Circa 20 Jahre Erfahrung, aktiv im Turniersport (LK 3)

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