Was ist eine Art(Biologie, Evolution)?

Aufgabe 1  - (Biologie, Gymnasium, Aufgabe) Aufgabe 3  - (Biologie, Gymnasium, Aufgabe)

2 Antworten

Ok n

bin Biologin und nicht einverstanden. 

1) Die Grafik ist annähernd unverständlich.

2) Sie definiert nicht eine Art, sondern beschreibt eher die Wahrscheinlichkeit, ob es eine Art ist. Dabei ist sie noch dazu übertrieben genau bei der Unterscheidung, obwohl der Unsicherheitsfaktor dafür sehr hoch ist.

In der Regel ist die Fortpflanzungsfähigkeit entscheidend, aussehen und Geografie hin oder her. Wobei diese vermindert sein kann durch verschiedene Tages- und Jahreszeiten der bevorzugten Fortpflanzung oder verminderte Attraktivität durch andere Farben usw. Heisst die Wahrscheinlichkeit der Fortpflanzung in der freien Natur bei viele Artgenossen ist stark vermindert, aber zb in Käfighaltung möglich.

Vergiss es.

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Aus historischen Gründen, weil die Fortpflanzung unbekannt ist, hat oder gibt es "Arten", die nur aufgrund verschiedenartigem Aussehen so bezeichnet werden. Ich gehe davon aus, dass die Genetik da ziemlich durchfegen wird. Tatsächlich findet man verschiedene Arten mit gleichem Aussehen, gleiche Geografie usw, aber völlig verschiedener Genetik (Flohkrebse Gammarus fossarum sind ziemlich sicher mindestens zwei Arten=passt nicht in die Grafik)

Die Möglichkeiten der Genetik machen dass Ganze noch schwieriger.

Vergiss es. Hoffe konnte dich verwirren und etwas Wissenschaft beibringen oder zumindest Zweifel sähen und denn Wunsch was vorgesetzt wird stets zu hinterfragen ;-), gerne in wissenschaftlicher herangehensweise. Dafür wirst du von deinem Lehrer aber ev. keine guten Noten ernten, er hat bestimmt ne Ausrede für diese dumme Grafik.

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Hi,

die erste Abbildung versucht sich dem Artbegriff zu nähern, indem hier versucht wird, die Artzugehörigkeit über 4 Kriterien zu klären. 

Du fängst oben an und betrachtest die genetische Ähnlichkeit der Organismen auf molekularer Ebene ("DNA-Sequenzunterschiede"). Die DNA ist die Erbsubstanz der Organismen. Man versucht hier den Grad der Verwandtschaft über die Untersuchung bestimmter DNA-Sequenzen ("Marker-Gene") der beiden Tiere vergleichend zu untersuchen. Sind die Sequenzunterschiede der untersuchten DNA-Sequenzen groß, spricht dies für eine weiter entfernte Verwandtschaft und umgekehrt für eine nähere Verwandtschaft, wenn es wenige Unterschiede gibt.

Auf der nächsten Entscheidungsebene, schaut man ihr äußeres Erscheinungsbild an und prüft es auf Ähnlichkeit ("morphologisch unterscheidbare Merkmale"), 

auf der nächsten Ebene die Verbreitung im selben Areal, zwangsläufig müssen sich Individuen einer Art begegnen, um sich fortpflanzen zu können. 

Das sicherste Entscheidungskriterium ist die Bildung einer Fortpflanzungsgemeinschaft, weil eine Art bildet immer eine Fortpflanzungsgemeinschaft. Das ist auch immer Teil einer Artdefinition. 

D.h. wenn man die 4. Ebene von oben mit Ja beantworten kann, handelt es sich um eine Art, wie im Verzweigungsschema ersichtlich ist (jeweils eine 1). Du betrachtest also die 4 Kriterien: 1. auf molekularer Ebene (DNA-Verwandtschaft); 2. die Morphologie, also das äußere Erscheinungsbild; 3. das Verbreitungsgebiet und 4. ob sie eine Fortpflanzungsgemeinschaft bilden und versuchst im Verzweigungsbaum jeweils mit Ja oder Nein bis zum Ergebnis zu kommen. 

Deine 2* (1b) ist übrigens korrekt! Es gibt keine morphologischen Unterschiede, das spricht für eine Art, die Tiere leben im selben Verbreitungsgebiet, das spricht für eine Art, jedoch pflanzen sie sich nicht miteinander fort, das ist sozusagen das "knock-out-Kriterium", was die Art ausschließt. Also bleibt nur 2* oder 2 und 2 fällt raus, weil es das gleiche Verbreitungsgebiet ist.

 Aufg. 3: O.K. Zwillingsarten bilden keine Fortpflanzungsgemeinschaft, also entfallen 1 + 1*. 2 entfällt ebenfalls, weil sie im selben Verbreitungsgebiet leben. 

Bleibt nur noch 2* übrig. Es könnten zwei junge Arten sein. Dafür spricht die große morphologische Übereinstimmung. Der entscheidende Schritt bei der Aufspaltung in zwei getrennte Arten, ist das Ausscheiden aus der Fortpflanzungsgemeinschaft. 

Die morphologische Übereinstimmung ist dann zunächst noch sehr groß, weil Unterschiede erst über sehr lange Zeiträume der genetischen Trennung voneinander sich etablieren werden. Die Merkmalsentwicklung geht über viele Generationen sehr langsam voran. Erst wenn die abgespaltene Art sehr lange nicht mehr an der Fortpflanzungsgemeinschaft mit der Schwesterart teilnehmen kann, werden die Merkmalsunterschiede langsam größer werden. Gruß, Cliff 

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Dankeeeee

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@laura3882

gerneeee :) 

setz dich einfach mit solchen Aufgaben etwas auseinander, es geht meistens darum, die Begriffe des Themas kennenzulernen und damit etwas zu "jonglieren" (umzugehen), dann beschäftigst du dich zwangsläufig mit dem Thema. 

Genau das will auch die Grafik, die ist nicht "dumm", sondern hat schon ihre Hintergedanken. Gruß

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