Was ist der Unterschied zwischen Sucht und Gewohnheit?

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11 Antworten

Gewohnheit ist Routine, das sind eigenwillige, sich häufig wiederholende Aktivitäten, so wie z.B. der Sonntagsspaziergang, der Brötchenkonsum zum Frühstück oder die Krawattenknoten-Kontrolle vor wichtigen Auftritten.

Sucht ist eine Zwangshandlung, die einen Leidensdruck erzeugt, der meistens auch ein Krankheitswert zugemessen wird.

Ich war Jahrzehnte lang der Zigarettensucht verfallen. Seither pflege ich gewohnheitsmäßig Nichtraucherkneipen aufzusuchen.

Eine Gewohnheit ist eine liebgewordene Tätigkeit, die in einem bestimmten Rahmen/ Anlass/ Ritual regelmäßig durchgeführt wird und diesen Rahmen/Handlung/ Verhalten unterstreicht.

Zum Beispiel das Feierabendbier! Man entspannt dann und wird locker, wenn der Korken auf der Flasche "Blob" macht! Es unterstreicht den Beginn des gemütlichen Teil des Abends.

Wenn allerdings ein schon fast körperliches Unwohlsein auftritt, weil auf diese liebgewonnene Gewohnheit verzichtet wird... dann kommen wir in den Bereich der Sucht: Und diese spielt sich auf 2 Ebenen ab.... der seelischen und der körperlichen Ebene.

Wenn ich nur noch entspannen kann, wenn das "Blob" den Beginn signalisiert bin ich emotional schon gebunden.... abhängig!

Ich werde nervös... irgendwas fehlt... jajaja,,, ich kann den Fernseher anschalten, ein Buch lesen, die CD einlegen.... aber es irgendwie nicht das gleiche... es fehlt was.

Dies ist der erste Stufe der Abhängigkeit... und Du siehst selber, wie fließend der Übergang von der Gewohnheit zur Sucht wird.

Jetzt kommt es darauf an, was ich mache.

Kann ich mich damit abfinden, dass ich eben kein Feierabendbier mehr habe? Kann ich etwas anderes finden? Ohne innerlich zu darben?

Reicht eine nette Gesellschaft aus? Kumpels... oder ein gutes Buch... gehe ich ins Schwimmbad und erlebe "Feierabend und Freizeit" für mich... kann entspannen und Kraft tanken, bevor es morgen wieder in die Mühle geht?

Oder fange ich an mein letztes Kleingeld zusammen zu kratzen, suche Pfandflaschen, nerve meinen Nachbarn mit den 10.-€, die ich ihm vor 2 Wochen geliehen habe und die ich jetzt... genau jetzt zurückhaben will?

Stampfe ich dann an die Tanke... kaufe mein Bier und.... "Blob"?

Hier beginnt Sucht... und dazu brauche ich keinen Rausch.

Und das ist, was Abhängige gern unterscätzen... sie beginnen ihre Therapie frühestens, wenn die ersten Entzugssymptome beginnen: Das Zittern, Schwitzen, K@tzen...

Und auch in der Aufarbeitung beginnen sie mit den ersten Räuschen und da, wo es im Körper gezwickt und gejuckt hat.

Aber eigentlich beginnt es früher... das weißt du jetzt!

Hast du den Unterschied verstanden? ;-)

Sincerly Norbert

Ich bin kein Fachmann dafür, aber meiner Meinung nach liegt eine Sucht dann vor, wenn Du ohne diesem Sache oder dieser Tätigkeit nicht mehr (glaubst) auszukommen bzw. Dein ganzes Leben dieser Sucht unterordnest ohne Rücksicht auf alles andere, vor allem aber will man diese Sucht dann auch nicht akzeptieren bzw. zugeben und flüchtet sich in eine Scheinwelt.

Die Sucht wird der aufgezwungen wird ich Spontan sagen du kannst entzugserscheinungen und andere Sachen bekommen.Bei der Gewohheit wie jeden Morgen ne Tasse Tee trinken würd ich das nicht sagen. Ps:Sucht zählt als Krankheit eine Gewohnheit nicht,

ich glaube, dass eine gewohnheit beides sein kann:sucht oder tätigkeit. zähneputzen oder eine runde yoga ist eine tägliche gewohnheit. wenn man es einmal nict macht, fühlt man sich vlt nicht so gut (nicht zähneputzen wäre zwar ekelig, aber darum geht es ja nicht) oder denkt sich kurz vorm einschlafen: verdammt, hätt ich nur...
jeden tag ein bier zum mittagessen zu trinken ist zwar eine gewohnheit, aber sicher-bis zu einem gewissen grad- eine sucht.

meiner meinung nach, ist der grad zwischen gewohnheit und sucht irsinnig schmal. (hängt aber von der gewohnheit ab...)

Sucht bezeichnet normalerweise eine Substanzabhängigkeit, d.h. also von Substanzen, die tatsächlich auch abhängig machen können (bei Aspirin geht das zB nicht). Zugrunde liegt diagnostisch dann ein Abhängigkietssyndrom, d.h. spezifische Verhaltensänderungen, die auf eine Abhängigkeitserkrankung schließen lasen, d.h. durch die Substanz hervorgerufene hirnoganische, irreversible Veränderungen, die zu diesen spezifischen Änderungen im Verhalten führen. Das Abhängigkeitssyndrom ist im ICD-10 (und auch im DSM-IV, bzw.ab März DSM-V) anhand dieser Verhaltensänderungen definiert.

moin moin,
eine Gewohnheit ist eine Tätigkeit die du routiniert ausführst, ohne darüber nachzudenken, du kannst sie dir leicht abgewöhnen.
eine Sucht ist in den meissten Fällen eine Ersatzbefriedigung. Du bist der Meinung du kannst ohne sie nicht mehr so gut weiterleben. Es bedarf einer Suche nach dem Grund der Sucht und einer neuen Erkenntnis, bevor du dich von ihr befreien kannst

Eine Sucht liegt dann vor, wenn du etwas tust, dass dir eindeutig Schaden zufügt und trotzdem nicht damit aufhörst.

Gewohnheiten haben alle Menschen. Viele Leute gehen gewohnheitsmäßig morgens duschen. Aber wenn das einmal nicht möglich ist, können sie auch mit dem Waschlappen auskommen.

Aber manchmal kann sich eine Gewohnheit zur Sucht entwickeln.

eine sucht liegt genau dann vor, wenn diese ganzen päpste, Pharisäer oder sittenwächter dir hinterherlaufen, und dir deinen bierkonsum schlecht reden wollen.

die sucht hierbei ist nicht dein Alkohol, sondern liegt bei den anderen darin, stetig alle leute belehren zu müssen.

am schönsten mit erhobenen Zeigefinger. das sind die besten.

ich halte übrigens nur die Leute für glaubhaft, die mal süchtig waren. und daher WISSEN, wovon sie reden. die anderen blubbern nur bockmist.

Eine Gewohnheit kann auch irgendwann zur Sucht werden, aber meisst nur bei Alk. Medis oder Drogen...

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