Was ist der Unterschied zwischen einer Brennweite von 50mm und einer f5,6 gegen eine f1,8?

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Hallo

der Blendenwert ƒ (einfacher f) gibt das Pupillenverhältnis (Apertur) einer Optik an und man kann daraus die Schärfentiefenfelder einer Optik errechnen (Man braucht noch Brennweite, Focuspunkt und zulässigen Unschärfekreis).
Der ƒ / f Wert ist keine Konkrete Angabe zur Helligkeit einer Optik (T- Wert Transmissionswert) oder Auflösungsleistung, Kontrastleistung, Wiedergabtreue, Verzeichnung, Astagtismuss, Streulichanfälligkeit,,, aber es gibt Zusammenhänge.

Hier ist eine Blendenreihe von f1.8 bis f22. Die obige zeigt die Bildwirkung die untere die Auflösung in der Bildecke

- www.heise.de/foto/artikel/Hands-on-SMC-Pentax-DA-1-1-8-50mm-1679205.html

Noch mehr

- www.lichtpoesie.net/2014/11/exkurs-blende-tiefenschaerfe-beim-50mm-1-8
- https://blog.odernichtoderdoch.de/2014/01/exkurs-blende-tiefenschaerfe-beim-50mm-1-8.htm
- https://fokussiert.com/2009/01/16/schaerfentiefe-was-ein-paar-blenden-ausmachen
- www.berndmargotte.com/technical/blende_de.html


Ein grundsätzliches Problem ist das viele nicht "verstehen" was "Schärfe" ist und nur denn Autodooffocus benutzen/kennen.
Das liegt daran dass DSLR unterhalb der Semi Pro Klasse keine Mattscheibe mehr haben und man bei denn meisten Kit Optiken nur mit Verenkungen manuel scharf stellen (hinruckeln) kann. TFT Monitore an den Kameras (EVF) haben oft zu geringe Auflösungen um die Schärfe mit nacktem Auge zu sehen/beurteilen (je nach Quelle gelten 1,2 Mio Dreifarb-Pixel als Wahrnehmungschwelle also in etwa WXGA Auflösung).

Nun denn dass ist für einen "Fotografen" eigentlich nicht der Kackpunkt. Bei einer Messsucherkamera (Leica) konnte man dass früher auch nicht und damit werden bis heute immer noch Top Fotos von Weltruf geschossen. Der Punkt ist als Fotograf entwickelt man ein "AUGE" und sieht einerseits "objektiv" das Motiv und andererseits sieht man wie "subjektiv" oder "selektiv" das Kamerobjektiv wirkt. Wo wir beim Punkt sind das Objektive nicht "objektiv" im Sinne von "Wahrheitstreu" oder "Neutral" sind und jeder Objektivtyp andere Nauancen betont/verschweigt also anderst "zeichnet".

Der Punkt ist man kann mit einer Kit Optik im 5.6er Ende durchaus die selbe Freistellungswirkung hinbekommen wie mit einem 50/1.8 bei Offenblende. Mann muss denn passenden Standpunkt wählen und "Defocusieren" also die "Schärfe" soweit vorziehen das der Hintergund maximal unscharf ist und das Motiv gerade noch scharf genug ist.
Wo man ohne Lichtstarke Optiken nicht auskommt ist wenn man einen scharfen Mittelgrund mit Unschärfe davor und dahinter haben will aber zur Not hält man einfach ein paar Blumen oder etwas Brüsseler Spitze im Vordergrund der Kamera (mit der freien Hand) und hat dann denn "Rahmen" mit unscharfen Vorderungbildanteil.
Die Kamerahersteller verraten solche Grunsätzlichkeiten nicht. Die verkaufen lieber dafür ein 85/1.2 Objektiv das bei Potraits nicht sinnvoll einsetzbar ist weil der Autodoofocus der Kamera immer das falsche Motivteil anpeilt. Am Ende kauft man eine 2000€ Optik mit einer 6000€  Kamera um elektronisch das zu tun was man bei einer Manuelfocuskamera mit korrekter Mattscheibe mit einer billigen 2.8er Optik auch hinbekommt und meist auch noch schneller. Das ist FORTSCHRITT durch Technologie.


Du musst dir die Blende als eine Verstellbare Öffnung im Objektiv vorstellen. Für Dich ist jetzt erstmal nur wichtig: Eine kleine Blendenzahl (z.B. 3,5) bedeutet, dass sich diese Öffnung sehr weit öffnet. dadurch nimmt die Schärfentiefe ab und es fällt mehr Licht n die Kamera, was eine kürzere Verschlusszeit bedeutet.

Zur Schärfentiefe: je größer die Offnung der Blende, desto stumpfer ist der Winkel, den das Licht zum Einfallen in die Kamera hat. das heißt, dass der Bereich, der um den Fokuspunkt (der Punkt, den du scharf gestellt hast) nicht mehr so scharf ist.     Du kannst also festhalten: Je kleiner die Blendenzahl, desto größer die Öffnung und desto unschärfer wird der Hintergrund. Wenn du im Park fotografierst und einen Baum iin 50 Metern Entfernung fotografierst, dann ist die Schärfentiefe erst einmal relativ egal, da der Baum dann so oder so scharf ist. Wenn du aber eine Blume auf einer Wiese fotografieren willst, dann wird bei einer offenen Blende (z.B. 3,5) die Wiese unscharf sein und bei einer geschlssenen Blende (z.B. 20) die Wiese scharf sein.

Zusammengefasst: Je kleiner die Blendenzahl, desto größer ist die Öffnung und desto schneller wird der Hintergrund unscharf. Es fällt mehr Licht in die Kamera und die Belichtungszeit muss entsprechend kürzer sein.

Tipp noch am Ende: Wenn du mit einer Blende von 1,8 oder auch 3,5 Menschen fotografierst, dann wird die Schärfentiefe (bei der 1,8er stärker) so gering sein, dass du die Person nicht vollständig schafr bekommst. Ich empfehle für Portraits mindestens Blende 8. Es kommt auber auch auf den Stil und die Entfernung zum Model an.

Hi,

Die Blendenzahl gibt an, wie viel von der Lichtmenge, die eigentlich durch das Objektiv fällt, auf dem Sensor der Kamera (früher dem Film) ankommt. Das heißt, wenn die Blendenzahl 4 ist, dann kommt nur 1/4 der Lichtmenge an. So also auch für 1,8 und 5,6.Je größer die Zahl also ist, desto heller sollte es sein, damit Verwackler durch lange Belichtungszeiten vermieden werden, bzw das Bild nicht zu dunkel wird.Mit der Unschärfe hat es folgendes auf sich: Je weiter die Blende offen ist (d.h. je kleiner die Zahl), desto weniger ist auf dem Bild scharf. Das heißt, wenn du nur eine kleine Ebene auf dem Bild scharf haben möchtest (z.B. ein Blatt in einer Hecke, v.a. verwendet in der Makrofotografie), dann stellst du sinnvollerweise eine kleine Blendenzahl ein (1,8 ist schon ein sehr guter Wert!). Wenn du aber auf dem Bild viel scharf haben möchtest (den See und dahinterliegende Berge, eingesetzt v.a. in der Landschaftsfotografie), dann wählst du eine eher große Blendenzahl.Für Portraitfotografie eignen sich die mittleren Blendenbereiche, so zwischen 4/5 und 10, je nach Lichtverhältnissen und deinen persönlichen Vorlieben bei der Bildgestaltung.

Viel Spaß noch beim Fotografieren!

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