Was ist der Gleichzeitigkeitsfaktor?

3 Antworten

Google verweist u.a. auf DIN VDE 0100-300. Dort ist in Absatz 3.1 beschrieben, dass damit berücksichtigt wird, dass im Schnitt nicht alle Verbraucher gleichzeitig mit Vollast eingeschaltet sind. Der Faktor <1 gibt an, wieviel schwächer eine übergeordnete Sicherung oder ein Trafo dimensioniert werden dürfen. - Peppie beschreibt das andersrum und kommt auf Faktoren >1.

Woher ich das weiß:Beruf – Elektronik-Entwicklung

Der Gleichzeitigsfaktor  liegt immer unter 1.Es geht um die Belastung, bzw. zur Berechnung der Zuleitung.

Normal zählt man sämtliche möglichen Geräte,Steckdosen Licht usw. zusammen und hat dann die Gesamtleistung,bzw.den Gesamtstrom und brechnet daraus den Querschnitt der Zuleitung.

Angenommen ich stehe unter der Dusche,dann kann ich wohl kaum den Staubsauger benutzen und gleichzeitig am PC zocken.

Jetzt kommt der Gleichzeitigsfaktor ins Spiel..Man geht davon aus,das nie alle Geräte zur gleichen Zeit benutzt werden.

Das heißt,man multipliziert die Gesamtleistung mit diesem Faktor und erhält die eigendliche Gesamtleistung,woraus sich dann die Zuleitung berechnen läßt.

Dieser Faktor ist von Bundesland zu Bundesland verschieden.

In Niedersachsen beträgt er 0,7,in Hamburg auch,in Hessen 0,6, in teilen von NRW sogar 0,8 usw.Zu erfahren ist dieser Faktor bei den EVU oder aus einem kleinen braunen Heftchen,den jede gute Elektrofirma,kostenlos auf Verlangen eines Elektrikers,aushändigen muß.

In diesem Heftchen stehen auch die Besonderheiten,die in dem betreffenden Bundesland üblich,bzw. vorgeschrieben sind.


die Hauptsicherungen in einer verteilung sind oft kleiner als die summe der nachgeschalteten Sicherungen für die einzelnen stromkreise. das ist auch so weit okay, weil eigendlich davon auszugehen ist, dass nicht immer alle sicherungen bis an den Rand des machbaren belastet werden. daraus ergibt sich der sogenannte gleichzeitigkeitsfakotor. 

in der Hauselektroinstallation geht man üblicherweise von einem Gleichzeitigkeitsfaktor von 1,6 aus. das heißt, dass die nachgelagerten Siherungen zusammen 1,6 mal stärker sein dürfen, wie die hauptsicherung.

nehmen wir mal an, wir haben an einer Phase 5 Sicherungen á 16 ampere. das macht zusammen 80 Ampere. teilt man diesen wert durch 1,6 dann kommt man zu dem schluss, dass eine Vorsicherung von 50 Ampere für die verteilung ausreichend ist.

lg, Anna

Danke für die Hilfreiche Antwort! :)

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Hab noch mal ne frage. Ich hab bei mir in der Wohnung ein UV die 17LS á 16A hat muss ich jetzt 17*16= 272:1,6= 170A das kann nicht sein. Und was ist der Gleichzeitigkeitsfaktor mit 0,4?

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