Was ist das für ein Sicherungskasten? Was muss ich beachten wenn ich neue Elektrogeräte anschließe?

Sicherungskasten aus 1969 - (Strom, Elektrik, Sicherung)

6 Antworten

der grüne Schalter ist eine neue Sicherung, die roten sind alle alte Sicherungen. die roten und der grüne Schalter sind alle gleichberechtigt. sprich, sie sind alle an der Hauptstromversorgung angeschlossen und gehen weiter zu den jeweiligen Verbrauchern.

Was den Anschluss der genannten Geräte Betrifft, gibt es eigendlich nicht viel zu beachten:

der Herd wird üblicherweise an 3 Sicherungen (16 Ampere) angeschlossen. Wenn Kochfeld und Backofen einzelgeräte sind, bekommt das Kochfeld in der Regel 2 Sicherungen, der Herd eine. ist kein Drehstrom vorhanden, kann der Herd auch an einer Sicherung angeschlossen werden. Stärke der Sicherung für den Herd richtet sich nach dem verwendeten Kabel und der Anschlussart.

für Waschmaschine, Geschirrspüler, Wäschetrockner, Untertischwarmwasserspeicher sollten eigene Sicherungen vorhanden sein, alles andere, inclusive Mikrowelle, Kühlschrank etc. kann an die allgemeinen lichtsicherungen mit angeschlossen werden.

ich würde allerdings, wenn so wie so eine Renovieruing der Wohnung ansteht, dringend darüber nachdenken, die veralteten Sicherungen gegen moderne Leitungsschutzschalter austauschen. das erfordert natürlich den kompletten Austausch der Verteilung, da in der selbigen nicht genügend Platz ist, um einen RCD (FI Schalter) mit unter zu bringen.

Außerdem sind die Leitungen warscheinlich größten teils zu erneurn, da ein RCD eine 3 bzw. 5adrige Leitung erfordert... aber wenn die renovierung eh ansteht, ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür...

übrigens: 1,5 mm² Leitungen werden heute nicht mehr mit 16, sondern nur noch mit 13 Ampere abgesichert. für 16 Ampere brauchts 2,5 mm² 16 Ampere sind aber nur noch erforderlich für:

  • Waschmaschine
  • Wäschetrockner
  • Geschirrspüler
  • EInbaubackofen

alle anderen Geräte kommen in der regel mit 13 Ampere aus...

lg, Anna

Es handelt sich hier offensichtlich um eine Installation ohne RCD Schutz (auch als Fi bezeichnet, gegen elektrischen Schlag), am Gerät ganz rechts ist jedenfalls (bei der gegebenen Bikldauflösung) kein Prüfknopf zu erkennen, der Voraussetzung für einen RCD wäre.

Gegen Kurzschluss schützen die Leitungsschutzschalter, wobei diese alten Modelle zwar sicherlich funktionieren aber nicht besonders viel Vertrauen einflößen.

Die Kernfrage hier ist, wie die Installation zu den Endpunkten (Steckdosen, Lampenauslässe) ausgeführt ist. Wenn sie 3 polig einschließlich Schutzleiter (grün-gelb) ist, dann ist eine zeitgemäße Nachrüstung kein Problem, dann ist lediglich der Verteiler vollständig zu erneuern.

Ob geeignete Querschnitte für E-Herd Waschmaschine usw. verlegt sind, kann aus dem Bild nicht abgeleitet werden.

Stand der Technik ist heute eine Verteilung mit wenigstens 2 RCD Schaltern, 5 x 5 mm² Anschluss für den Herd und einzeln abgesicherte Steckdosen für Waschmaschine, Trockner, Geschirrspüler usw. Jedenfalls würde ich mich von 2 Elektrofirmen beraten lassen und Angebote anfordern. Wichtig dabei: Die Leistungsbeschreibung genau vergleichen /und nicht nur den Preis)

Viel mehr kann man aus dem gezeigten Bild nicht ableiten, da muss man schon an die bestehende Verdrahtung ran für detailliertere Aussagen.

Hallo brush51,

ich bin zwar kein gelernter Elektriker, jedoch sind alle Sicherungen (bis auf die ganz rechts) die üblichen Sicherngen, wie sie auch heute noch verwendet werden.

Wenn irgendwo in der Leitung ein Kurzschluss auftritt, dann springt die Sicherung raus - man kann diese dann (nach Behebung des Kurzschlusses) wieder einschalten.

Früher gab es so Keramiksicherungen, die zu ersetzen waren, wenn es mal "geknallt" hat, da dann das Sicherungsplättchen absprang.

Der Schalter ganz rechts ist der sogenannte FI-Schalter. Da sind sämtliche Steckdosen angeschlossen, die in Feuchträumen (wie Badezimmer) eingebaut sind. Wenn aber Steckdosen in Feuchträumen durch den FI-Schalter nicht ausgehen, dann könnte da irgendwas falsch angeschlossen sein!

Früher gab es nämlich immer mal wieder Morde, bei denen der/die Täter/in einen Föhn in die gefüllte Wanne warf, wenn der/die ungeliebte Partner/in gerade badete. Dann gab's nämlich Kontakt zwischen Strom und Wasser und der/die Badende erhielt einen Stromschlag.

Durch den FI-Schalter wird dies vermieden und wenn so ein Fön ins Waser fällt, dann schaltet der FI-Schalter den Strom ab. Ist also eine Schutzfunktion!

Du hast schon geschrieben, dass du die Finger von dem Kasten lassen willst, das ist auch gut so! Denn hinter der grauen Abdeckung sind ebenfalls 230 V und man/frau sollte mit strom eh' immer vorsichtig umgehen.

Ich sehe aber keinen Anlass, die Sicherungen neu machen zu lassen. Es sei denn, die verlegten Leitungen entsprechen nicht mehr den vogegebenen gesetzlichen Bestimmungen.

Dann müsstest du die Leitungen sowieso durch einen Elektriker machen lassen.

Bei mir im Haus waren die Leitungen nur 2-adrig und wenn ich mehrere moderne Elektrogeräte angeschlossen hatte, flog oft die Sicherung raus.

Somit ließ ich (durch den Elektriker) die Leitungen ganz neu machen. Konnte aber Geld sparen, weil ich die Kabel selbst verlegt habe und lediglich die Anschlüsse dann durch den Elektriker gemacht wurden.

Ich wünsch' dir noch viel Spaß beim Wohnungrenovieren!

Liebe Grüße

ichausstuggi

Das Grüne ist auch ne Sicherung...

Ein FI hat mindestens noch ne TEST -Taste ...

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und wo hat dieser vermeintliche Fi den Prüfknopf???

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@Sorbas48

RCDs sind baulich bedingt auch meist größer als 1Feld. Und zur klastellung das ist ein normaler MCB von Hersteller Kopp.

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@answeringNick

mir ist das schon klar, nicht aber dem Antwortgeber - darum steht in meiner Zusatzfrage ja auch "dieser vermeintliche Fi"

Abgesehen davon würde ich vorsichtiger mit dem Begriff „MCB“ umgehen, es handelt es sich damit um keinen internationalen Begriff, wie das beim RCD der Fall ist.

Im Gegensatz zur RCD Familie, deren Begriffe (RCD, RCCB, RCBO, CBR, MRCD, RCM) im Rahmen der internationalen Harmonisierung der Bestimmungen etwa Mitte des Jahres 2001 für Fehlerstromschutzschalter und Differenzstrom-Monitore eingeführt und internationalisiert wurden, gibt es so etwas für den Leistungsschutzschalter nicht.

Im deutschsprachigen Sprachraum ist der Leitungsschutzschalter nach DIN EN 60898-1; VDE 0641-11:2012-08 „Elektrisches Installationsmaterial - Leitungsschutzschalter für Hausinstallationen und ähnliche Zwecke - Teil 1: Leitungsschutzschalter für Wechselstrom (AC)“ genormt und ist dort auch als LS benannt.

In den USA ist ein MCB nach UL 1077 (bzw. in Canada nach CSA C22.2 No. 235) ausgeführt und zählt zur „Supplementary Protection“, darf also nicht in Feeder und Branch Circuit Bereichen (Verteilungsebene nach der Einspeisung durch den Netzbetreiber) verwendet werden, dafür sind MCCB Geräte nach UL 489 zuständig. Ein MCB wäre also für die im Verteilerkasten gezeigte Anwendung in den USA das falsche Gerät, es müsste dafür ein MCCB Gerät (mit größeren Luft- und Kriechstrecken) verwendet werden.

So nebenbei, das Akronym MCC hat viele Entsprechungen:

Main Control Building; Managing Civilians to Budget; Marke Carl Bauer; Markings Center Brief; Master Car Builder; Master Cell Bank; Memory Control Block; Message Control Block; Micro-carrier Bed; Microcomputer Board; Miniature Circuit Breaker; Mobile Construction Battalion; Mode Control Box; Molded Circuit Breaker (mittlerweile als als MCCB = Molded Case Circuit Breaker umbenannt); Molecular and Cellular Biology; Monochloroborazine; Multichannel Buffer; Mesure De Couverture Brute; Movement Culturel Berbere

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