Was ist bei Luftfechtigkeit im Flur zu beachten?

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2 Antworten

Die Raumluftfeuchte steht immer mit der Wandfeuchte im Zusammenhang. Wände können sehr viel Wasser aufnehmen und einspeichern. Aus diesem Grund ist es nicht von heute auf morgen zu schaffen, die Raumluftfeuchte zu senken, sondern es ist ein Prozeß, der Wochen andauert.

Wichtig ist eine gleichmäßige Beheizung der Wohnräume. Dadurch werden kalte Wandstellen verringert. Vor diesen bilden sich erhöhte Luftfeuchtewerte durch Luftauskühlung und die Wand wird dadurch befeuchtet. Bei unstetiger Beheizung wird die Wand stärker befeuchtet, da im Anheizvorgang zwar die Raumluft schnell erwärmt wird und nun wieder Luftfeuchtigkeit aufnehmen kann, die thermisch sehr träge Wand jedoch eilt mit ihrer Oberflächentemperatur der Raumlufttemperatur noch eine lange Zeit hinterher. Deshalb kommt es dadurch verstärkt zur Befeuchtung der Wand an der Oberfläche, was sich letztendlich auch wieder auf die Raumluftfeuchte auswirkt.

Hilfreich zur Überwachung schimmelgefährdeter Bereiche ist ein Infrarot-Thermometer, die es schon für weniger als 20,-EUR zu kaufen gibt (Ebay, Amazon, etc.). Mit diesem misst man die Oberflächentemperaturen, was sehr wichtig ist, um zu ermitteln, wie hoch die rel. Luftfeuchte im Oberflächenkontakt mit der Wand ist. Hier besteht akute Schimmelgefahr bei dauerhaften Luftfeuchtewerten von über 70%.

Da es bei Dir schon Kondensatbildung an Fenstern und Tür gibt, ist die Wahrscheinlichkeit zu hoher Luftfeuchten vor den Wänden auch gegeben.

Aus dem Mollier-h-x-Diagramm (mal googeln) kannst du linksseitig die Temperaturen ablesen. Von unten links nach oben rechts verlaufen die Luftfeuchtelinien im Bogen. Diese kreuzen die Temperaturlinien. Suche diesen Kreuzungspunkt im Diagramm von Deiner in etwa in Raummitte gemessenen Raumlufttemperatur und der Raumluftfeuchte und gehe von diesen Punkt im Diagramm senkrecht nach unten bis zur Höhe der Oberflächentemperatur der mit dem Infratot-Thermometer gemessenen Oberfläche. Nun kannst Du hier die rel. Luftfeuchte im Diagramm ablesen (schräge gebogene Linien), die bei Dir in unmittelbarem Wandkontakt herrschen. Ab 70% rel. Luftfeuchte herrscht Schimmelgefahr!

Abhilfe schafft dann nur die Hebung der Oberflächentemperatur durch eine gleichmäßigere Verteilung der Heizungswärme im Raum (ggf. müssen zusätzliche Heizkörper mit hohem Wärmestrahlungsanteil, wie der Heizkörper Typ 10 installiert werden) und/oder die Absenkung der Raumluftfeuchte durch regelmäßige Lüftungsmaßnahmen.

Unbeheizbare Räume mit Außenwänden sollte es in einer Wohnung nicht geben, denn das Mitheizen dieser Räume über die Warmluft der anderen Räume ist eine der Schimmelursachen, weil sich vor den kühlen Wänden des unbeheizten Raumes hohe Luftfeuchten bilden.

Für eine bessere Belüftung der Räume zur Senkung der Luftfeuchtigkeit kann auch die Entnahme von etwas Dichtdummi (10-12cm) oben am Fensterflügel sorgen. Mit der Kerzenflamme auf Zuglufterscheinungen kontrollieren, diese sollten nicht auftreten.

Höhere Heizkosten durch "undichte" Fenster sind unbegründet. Durch die Senkung der Raumluftfeuchte wird ebenfalls die Wandfeuchte gesenkt und trockenere Wände haben einen deutliche besseren Dämmwert. Hier wird also eher Heizenergie eingespart, weil ein wenig Luft nicht so viel Heizungswärme am Fenster abfließen läßt, wie es die Außenwände mit einem schlechten Dämmwert tun.

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Ich Lüfte jeden Tag. Wie schon geschrieben, ich mache jeden Tag Stoßlüften, früh bevor ich zur Arbeit fahre, wenn ich von Arbeit komme, zwischendruch noch einmal und abends noch einmal.

Im Wohnraum geht es langsam runter.

Nur habe ich bedenken im Flur, da im Flur die Alutür mit Glasscheibe ist und im Flur keine Heizung ist.

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