Was ist an Kommunismus so schlimm?

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18 Antworten

Du hast insofern recht, dass die Kritik am Kommunismus den Kommunismus trifft, wie er heutzutage umgesetzt wird und Kritik an der Demokratie trifft die bereits umgesetzte Demokratie.

Idealformen sind zwar denkbar, wurden aber eben noch nicht umgesetzt.

Letztenends hängt es an den Menschen. Würden sich alle immer korrekt und fair verhalten, bräuchte man vielleicht überhaupt keine Staaten.

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Kommentar von dergedenkliche
30.03.2016, 20:20

das ist eine solche Traumvorstellung, die sich gerade in meinem Kopf realisiert, wenn es keine Grenzen, kein Terror, keine Versprechungen, keine Trumps gäbe, wenn jeder tatsächlich s. schön leben könnte, nach einem festgesetzten System, was für Wirtschaft, etc. sorgt, und Bildung immer noch möglich wär,meine Güte ich wäre damit freilich wunschlos glücklich.

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Hallo,

die Grundidee des Kommunismus war es eine Welt ohne Krieg, Terror, Ausbeutung, Diskriminierung, usw zu schaffen.

Leider nutzten das viele aus und bereicherten sich selbst: Stalin, Mao, die 3 Kims aus Nordkorea,...

Nur wenige Persönlichkeiten haben zumindest versucht, den Kommunismus umzusetzen: Fidel Castro, und einer der Begründer (Lenin).

Das Problem:

Die kommunistischen Staaten wurden dann mit der Zeit so fanatisch, dass sie nationalistisch und faschistisch wurden, obwohl sich der Kommunismus gegen den Nationalismus und Faschismus wendet.

In den Schulbüchern steht über Kommunismus folgendes: "Kommunismus = Böse (Schauder)". Die Grundidee wird dabei völlig Außer Acht gelassen.

Es mag zwar kommunistsiche Regime gegeben haben und jetzt noch geben, aber die Grundidee wird immer außen vorgelassen.

MfG

Steven Armstrong

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Kommunismus ist bislang immer wieder daran gescheitert, dass sich aus einer Bewegung heraus, die von dem Wunsch nach Gleichheit und Freiheit getragen war, eine neue herrschende Klasse gebildet hat, die sich anmaßt, die Bedürfnisse des Einzelnen fremdzubestimmen. 

So entstehen hier allzu schnell Diktaturen, die den ursprünglichen Wunsch nach einer gerechteren Welt karikieren.

Wie der Anarchist Horst Stowasser in seinem Buch 'Anarchie' in einem fiktiven Gespräch zeichnet: "...was Du da vorhast, funktioniert so nicht! Du gibst uns Sklaven keine Freiheit, sondern einen neuen Herrn: deine Partei. ..."

Oder wie Michail Bakunin schrieb: "Ich verabscheue den Kommunismus, weil er die Negation der Freiheit ist, und weil ich mir nichts Menschenwürdiges ohne Freiheit vorstellen kann."

Dass unser derzeitiges System bei aller freiheitlichen Theorie immer nur die Freiheit einiger Weniger zu Ungunsten einer großen Mehrheit bedeutet, ist sicherlich nicht zu übersehen. 

Wenn es aber gilt, gesellschaftliche Utopien für eine gerechtere Welt zu umsetzbaren Wirklichkeiten zu entwickeln, dann hat der Anarchismus meine deutlich größere Sympathie.

www.projekta-film.net/de/

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Kommentar von Nijori
30.03.2016, 18:43

Hmmm, Anarchie ist leider noch viel undenkbarer denn Menschen wissen sich einfach nicht zu benehmen, wenn man ihnen Freiheit über sich selbst lässt.
In der Anarchie muss jeder sich zu benehmen wissen, im Kommunismus nur die Führungsebene, man mag das Freiheitseinschränkung nennen, aber wenn die Führung eines Kommunismus wirklich zu einem breiten Gemeinwohl hin arbeitet, ist das denke ich ein wenig Einschränkung wert.
Das Problem ist nur, was wirklich Gemeinwohl ist, ist es das was die meisten Menschen in dem Staat sich wünschen oder denken diese nur gemeinsam an ihr eigenes Wohl, es wird viel zu oft gedacht das die breite Masse wirklich weiß was richtig ist.

Und so landet man mit jeder Art von Staat eigentlich entweder in der dummen Meinung der Massen beim regieren, manipuliert Meinungen oder wird zum totalitären Staat.
Das ist zwar in einem System das mehr Verantwortung trägt einfacher, aber letztendlich landet da jeder Staat in einem der Löcher.

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Das Problem am Kommunismus ist, dass es nur in der Theorie klappt. Denn der Kommunismus basiert auf Hypothesen bzgl. des Menschen, die lediglich auf einen Grossteil der Menschen zutreffen, aber eben nicht auf alle. Deshalb kann Kommunismus nur mittelfristig funktionieren und ist in der gesammten Menschheitsgeschichte immer gescheitert. 

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wenn man eine Regierung hat, die das richtige will und die zweifellos nicht korrupt o.ä. ist

Genau darin liegt die Utopie. Eine Regierung gleich welcher Art kann diese Voraussetzungen nicht erfüllen. Zumindest nicht, wenn man den einzelnen Menschen als souveränes und eigenständiges Individuum betrachtet.

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Ich selber sehe an sich auch nichts schlimmes an der Grundidee - liegt aber auch daran, dass ich mich über so etwas informiere bzw. bilde schätze ich...

Viele Leute denken halt einfach "Kommunismus = Stalinismus = Maoismus = Juche = ..." und wollen sich halt einfach nicht eingestehen, dass das alles unterschiedliche Dinge sind. Es fehlt an Nuance, wenn nicht an der grundlegenden Bildung. Dabei machen auch viele Leute u.a. den logischen Trugschluss, dass alles immer extrem sein muss.

Gibt viele kleine wie grosse Dinge (Trugschlüsse, Soziales Klima heute, ...) welche hierbei zusammenspielen - mich würde es aber auch nicht wundern, wenn alles gleich währe würde die Situation gespiegelt: Also, dass Leute in einer echten Kommunistischen Gesellschaft sicherlich auch denken würden "Kapitalismus = Manchester Kapitalismus = Korporatismus = ...".

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Kommentar von gnhtd
30.03.2016, 18:05

Anhang: Ich finde den Wortlaut "Utopie", trotz allem, bei Kommunismus durchaus etwas unangebracht - es fehlt die Differenzierung zwischen einzelnen möglichen Situationen (Grosses oder kleines Staatsgebiet, liberale oder konservative Bevölkerung, ...).

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Was ist an Kommunismus so schlimm?Was ist an Kommunismus so schlimm?

Kurzum: Nichts. Oder auch: Genauso viel wie am Kapitalismus, vielleicht aber auch weniger oder mehr.

Es handelt sich um einen riesen Mindfuck der Gesellschaft. Man soll denken, dass es keine Alternative zum Kapitalismus gibt, damit dieser weiterhin funktionieren kann. Es gibt in der Tat jedoch keinen Grund anzunehmen, dass ein System dem anderen ueberlegen sei. Man muss auch immer im Kopf behalten, dass viele kommunistische Länder oder einst kommunistische Länder von Diktatoren regiert wurden, genauso wie heutzutage manche Unternehmen maechtiger sind als Staaten und so die Geschicke lenken koennen. Man muss sich nur die Auswuechse beider Systeme in der Geschichte ansehen, um zu sehen, dass es auf beiden Seiten ethisch nicht vertretbare Dinge gibt.

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Nichts ist am Kommunismus schlimm, es ist das perfekte System, wenn da nicht der dreckige kleine egoistische Faktor Mensch wäre, Leute an der Macht nutzen ein System das eben alle Mittel über den Staat laufen lässt aus.

Gleichzeitig kritisieren viele am Kommunismus das sie ihrer Habgier nicht frönen können, denn da bekommt jeder das selbe egal für wie wichtig er sich hält.

Ein Kommunismus in Kombination mit Marktwirtschaft und einem System das Bildung zu einem gewissen Grad genau wie Arbeit behandelt wäre das Ideal für einen Staat, dem Menschen würde sogar mit der Zeit vermutlich die Gier, die vom Kapitalismus gefördert wird, abgewöhnt und man würde für das Gemeinwohl sensibilisiert.

Aber dafür muss man eine unbegrenzt vertrauenswürdige Führung haben, sprich jeder hat seine Griffel aus dem staatlichen Geldtopf zu halten, das hat noch kein Land geschafft zu gewährleisten und daran sind die bisherigen kommunistischen Staaten immer zu Grunde gegangen.

Die Idee ist wohl die Beste im Bezug auf Staaten die je da war, aber umsetzbar ist sie mit Menschen in der Führung leider nicht.

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tja also .. Kommunismus ist im Prinzip perfekt und dazu gedacht, dass alle Menschen in Freiheit und Gleichheit miteinander leben. nicht wie hier im kapitalismus.. allerdings ist der Kommunismus zum scheitern verurteilt, aus dem einfachen Grund, weil die Menschen eben nicht perfekt sind. 

Kommunismus ist und bleibt eine utopische Vorstellung vom friedlichen mit-und füreinander. 

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Kommunismus ist nichts gutes. Wir dürfen nicht vergessen, dass Kommunismus bedeutet, dass man in einer Diktatur lebt, wo einer das Sagen hat, bzw. das ZK und "die" Partei (Führer: Stalin, Mao, Honecker, Castro, Chavez/Maduro, Kim Jong Un, Ho Chi Min). 

Kommunismus basiert auf einem Wirtschaftsbild, dass in Realität nie so funktionieren kann. Er schränkt die Freiheiten des Individuums deutlich ein und verhindert die freie Entfaltung. Er ist das komplette Gegenteil von allen Grundrechten und auch Menschenrechten, die wir heute in der freien Welt achten. 

Kommunismus ist zum scheitern verurteilt, weil die "Idee" erst einmal gut klingt, aber sie immer scheitern wird, daran dass die Menschen es irgendwann nicht mehr aushalten bzw. die Planwirtschaft kollabiert  (siehe DDR, UdSSR und auch China musste sich stark öffnen). 

Politische Gegner und andere Meinungen toleriert der Kommunismus nicht, der übrigens noch nie erreicht wurde. Selbst in der UdSSR, wo der "Kommunismus" fast 80 Jahre herrscht, ist es nie zum Kommunismus gekommen. Selbst nach fast 80 Jahren im Sozialismus gefangen? Vieles iM Kommunismus ist übrigens auch Nationalismus und Militarismus wie z.B. DDR, UdSSR, China, Nordkorea. 

Es ist nicht das was wir uns in einer Demokratie und einem Rechtsstaat (beides geht im Kommunismus auch nicht) wünschen sollten.

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Schlimm am Kommunismus ist, dass diese schöne Idee, die so toll klingt, immer nur im Konjunktiv stattfindet und in der Realität mangels engelsgleicher Menschen immer so beschissen ausfällt. Echt schade, dass man die Menschen dazu nicht backen kann.

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Kommentar von berkersheim
31.03.2016, 10:22

Schlimm am Kommunismus wie an allen Ideen, die mit einem Schlag die Weltrettung nur durch eine Idee versprechen, ist die Irreführung. Es führt viele Menschen in Versuchung, eine Erlösung von unserem in uns steckenden menschlichen Übel auf dieser Erde zu erwarten. Rousseau ist da ein gutes Beispiel: Er führt das heile Paradies zurück auf die vorgesellschaftliche Zeit, als der Mensch noch ein einsames, wildes Tier war. Das Übel also begann mit der gesellschaftlichen Organisation. Nun ist es schwer zu erklären, wie eine Massengesellschaft ohne gesellschaftliche Organisation und alle durchaus diagnostizierbaren Übel auskommen will. Ein Grund der Übel ist das Manko der Menschen, dass sie immer wieder - nicht selten mit guten Gründen getarnt - doch ihren Vorteil suchen, auch wenn er, bei Licht besehen, zum Nachteil anderer ist. Wie aber soll das auf dem Weg zum Kommunismus aussehen, wenn nur eine Partei, eine Macht mit einem Zuteilungsplan für alle diese Erlösung anbahnen soll? Jeder nur einigermaßen realistisch vernünftige Mensch ahnt, dass diese EINE PARTEI und ihre zentralen Zuteiler zur Zentrale der Opportunisten, Karrieristen und Scheinheiligen wird. Wenn die schon in Rom ihren Heiligen Stuhl nicht sauber halten können (obwohl ihnen der Heilige Geist zur Seite steht) oder in China der Zentralrat die Korruption als das schlimmste Übel feststellt, wieviel Verdrängung und Wunschdenken braucht man, um sowas nicht auch auf dem Weg in den Kommunismus zu befürchten? Hoffnung ist gut und stark, aber nicht wenn sie sich in illusionäres Wunschdenken verläuft.

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Das wesentlich Schlimme ist, dass durch Kommunismus kaum Korruption mehr möglich ist durch eine fehlende beherrschende Machtelite. Man wird quasi gezwungen demokratisch und transparent zu handeln - je nachdem wie stark und aus welcher Ecke der kommunistische Einfluss kommt. Das passt der beherrschenden Elite natürlich gar nicht.


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Kommentar von dergedenkliche
30.03.2016, 20:21

Nach dem, was du sagst, ist dann der Kommunismus nichts schlimmes, solange man liberal und sozial ist??

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der Kommunismus ist theoretisch die ideale Staatsform, allerdings sind bisher alle in der Praxis daran gescheitert.

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Schlimm ist es nicht, nur ein Märchen.

Genauso eins wie:

"Wenn alle lieb zueinander wären, dann bräuchten wir doch keine Kriege mehr zu führen und dann würde man ungeheuer an Rüstungsausgaben sparen und das gesparte Geld könnte man dann den Armen geben"

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Kommunismus ist ein Beispiel, worin viele Länder gescheitert sind.

Viele menschen haben das Glaube an eine Gerechte Verteilung der Resourcen verloren. Obdachlosigkeit, Armut und und..,

Es war nichts als Propaganda.

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Antwort auf deine Frage: Nix - Jede Idee kann man mißbrauchen. Aber das macht sie nicht falsch.

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Die Umsetzung, die bis jetzt immer in totalitären Regimen geendet haben.

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