Was hat ein Arzt davon, wenn er ein Privatrezept ausstellt?

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Liebe/r NeedaMedic,

ich möchte Dich bitten bei Deiner Ratsuche einen sachlichen Tonfall zu wahren und unterstellende Schmähungen zu vermeiden.

Herzliche Grüße

Ben vom gutefrage.net-Support

7 Antworten

Was hat ein Arzt davon, wenn er ein Privatrezept ausstellt?

Einfache Frage, einfache Antwort. Der Arzt hat tatsächlich absolut nichts davon, wenn er ein Rezept ausstellt. Das ist natürlich ganz bewusst so geregelt, der Hintergrund sollte klar klar sein.

Warum der Arzt so fleißig Benzodiazepine verschreibt kann dir hier niemand sagen. Es gibt Ärzte die handhaben das durchaus mal so und verlieren das dann aus den Augen. Erst recht, wenn die Rezepte vorgefertigt unterschrieben sind und die Arzthelfer nur noch das drauf drucken, was der Patient haben möchte. Der Arzt sieht das Rezept in dem Fall überhaupt nicht. Tatsächlich handhaben äußerst viele Arztpraxen es so, dass es vorunterschriebene Rezepte gibt, um die Wartezeiten zu minimieren. Selbst vorunterschriebene Betäubungsmittelrezepte und die liegen einfach vorne rum, was eigentlich mal gar nicht geht.

Gruß Chillersun

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Kommentar von NeedaMedic
15.01.2016, 16:51

Stimmt, das habe ich schon gesehen, dass die Unterschrift bereits auf meinem letzten Rezept (kein Benzo) war. Ich habe gesehen, wie es gedruckt wurde.

Schon übel, wenn der Arzt die Intervalle prüfen würde, in denen der Patient das Rezept holt, könnte er sich die Tagesdosis von 35,xx mg Diazepam ausrechnen.

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Zum einen gibt es viele Ärzte, denen gar nicht bewusst ist, dass sie ihren Patienten beim 'Umstieg von der Pulle auf die Pille' unterstützen.

Zum anderen gibt es Ärzte, die lieber schnell ein Rezept ausstellen, als sich lange mit dem Patienten zu befassen.

Es gibt auch Ärzte, die wissen, wie machtlos sie gegenüber einem Süchtigen sind: Stellen sie das Rezept nicht aus, SUCHT sich der Patient einen anderen Arzt, der das Rezept ausstellt.

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Erstmal wird die Ausstellung eines Rezeptes von der Krankenkasse bezahlt und zweitens wird ein Privatrezept nicht auf das Arztbudget angerechnet.

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Der Arzt wird doch sicher für jedes Rezept bezahlt. Jede Konsultation und jede Leistung kostet, sei es ein Bericht oder ein Telefonat oder eben ein Rezept.

Der Arzt hat sicher auch Abkommen mit den Produzenten und Vertreibern von Medikamenten vielleicht sogar eine Belohnung? Schon gut, das ist eine Unterstellung ;-)

Ausserdem kann er davon ausgehen, dass dein Bekannter durch das Medikament richtig krank wird und somit ein guter Kunde auf lange Sicht bleibt.

Jemanden abhängig zu machen ist die beste Methode, Macht über ihn zu gewinnen.

Meine Schwiegermutter wurde nach dem Tod ihres Mannes richtiggehend mit Psychopharmaka abgefüllt. Sie war dann regelmässig beim Arzt, weil dies und das und jenes plötzlich Beschwerden verursachte.

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Kommentar von Chillersun03
10.01.2016, 02:15

Der Arzt wird doch sicher für jedes Rezept bezahlt. Jede Konsultation und jede Leistung kostet, sei es ein Bericht oder ein Telefonat oder eben ein Rezept.

Ähm, nein, natürlich nicht. Der Arzt wird erst recht nicht für ausgestellte Rezepte bezahlt! Und Telefonate und Berichte werden faktisch auch nicht abgerechnet - dafür gibt es eine ganz einfache Pauschale - die gleich hoch bleibt egal ob der Patient jeden Tag 10 mal anruft und 10 Rezepte abholt!

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Weder wir noch du kennst von deinem Bekannten die medizinische Vorgeschichte oder weißt welche Befunde beim Hausarzt vorliegen. Mit Sicherheit wird es eine Indikation geben die die Gabe von Diazepam rechtfertigt. Der Arzt wird nicht nur aus Spaß an der Freude Rezepte ausstellen denn die muss er auch im Fall des Falles erklären und verantworten können. Ein Privatrezept bekommen auch gesetzlich Versicherte, wenn das Arzneimittel verschreibungspflichtig ist, aber nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung gehört.

Ist der Arzt verblödet oder ist es ihm völlig egal

Und was maßt du dir an sowas zu entscheiden?


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Der Arzt verlangt sicher Ordinationshonorar.

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ein Arzt darf dafür kein Privat Rezept ausstellen!

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Kommentar von Hideaway
09.01.2016, 23:30

Unsinn

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Kommentar von Negreira
10.01.2016, 14:15

Natürlich darf der Arzt dafür ein Privatrezept ausstellen, wieso auch nicht? Der Patient bezahlt sein Medikament selbst, weil die Ärzte nur sehr selten Schlafmittel über Kassenrezepte abwickeln. Natürlich dürfen sie bei medizinischem Nutzen auch Schlafmittel verschreiben, das hat auch noch den Nebeneffekt der "Erziehung" eines Patienten. Jeder weiß, das Benzos abhängig machen. Der Arzt will aber nicht an der Abhängigkeit eines Patienten die Schild tragen oder sie zugewiesen bekommen, also verordnet er diese Mittel auf Privatrezept.

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