Was haltet ihr von dieser Longierhilfe?

8 Antworten

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Zum Longieren brauchst du als erstes den Band 6 Longieren von der FN. (lila) Da steht alles drin, was du zu beachten hast und auch welche Ausbinder du nehmen sollst. Longieren ohne ausbinden kannst du dir sparen. Dein Pferd soll sich von hinten über den ganzen Körper vom Gebiss abstossen und das geht nur in der richtigen Haltung. Ich habe zum Longieren (regelmäßig ein bis zwei mal die Woche) eine Satteldecke über die ich einen Longiergurt lege. Dieser besitzt diverse Ringe und Verstellmöglichkeiten. Mein Pferd soll sich vorwärts abwärts bewegen, so nehme ich in der Regel die untersten, in Höhe des Buggelenks. Ich binde dann (favorisiert von der FN und den meisten guten Ausbildern) mit zwei Laufferzügeln aus. Diese werden unter den Gurt mit den Schlaufen gestreift (aufpassen: Nur die glatte Seite an den Pferdebauch!) , dann auf beiden Seiten von innen durch das Trensengebiss gezogen (vorsichtig, nie mit Gewalt!) und in die Seitenringe am Gurt eingeschnallt. Die Verschnallung der beiden Zügel ( an beiden Enden möglich) ist so zu wählen, dass sich das Pferd immer leicht vor der Senkrechten befindet. Der Gurt muss während der Arbeit stets festgezogen und kontrolliert werden. (beim Handwechsel) Laufferzügel bestehen aus Leder und besitzen keinen Gummiring, der ständig nachgibt. (wie einfache Ausbinder) Zu Beginn wird das erste Loch gewählt, später, wenn sich das Pferd nach der Lösungsphase in die Arbeitsphase begibt, wird enger geschnallt. Die Zügel sind zunächst gleich lang, können dann aber eine leichte Innenstellung geben und werden dazu innen ein oder zwei Löcher verkürzt. Vorsicht: Beim Handwechsel wieder verlängern und umstellen. Häufige Handwechsel sind selbstverständlich. Nie mit Sporen und immer mit Handschuhen longieren. (FN Regel zum Erwerb des Longierabzeichens) Die Longe nie auf der Erde schleifen lassen, aber das liest du alles im Buch. Die Übungen für jedwelchen Anlass und Pferdetyp findest du ebenfalles im Buch. (Zirkel verkleinern/vergrößern, Ecken longieren etc.) Wenn irgendwo ein lehrgang fürs Abzeichen KlIV angeboten wird, melde dich an. Du wirst dich wundern, was du alles lernst udn noch nicht wusstest. Beim richtigen Longieren, verändert sich im Laufe der Monate der Hals deines Pferdes und das merkst du auch beim Reiten. Dauer der Longenstunde 40 Minuten: 10 Minuten Schritt ohne Ausbinder, 10 Minuten Lösen mit, 10 Minuten arbeiten mit, 10 Minuten ohne Ausbinder Schritt. Feierabend für euch beide. Lg ruedipferd Hier noch ein kleiner Blick auf meine Website: http://manuelmagiera.de.to

Longieren ohne ausbinden kannst du dir sparen.

So was unsinniges habe ich selten gehört. Die Begründung dieser Aussage ist ebenfalls schwachsinnig.

Auch Dir empfehle ich mal, Dich näher mit dem "Longekurs von Wege zum Pferd" zu beschäftigen. Du bist stark auf die FN fixiert - Offenheit für "anderes" hat noch nie geschadet.

Die Zügel sind zunächst gleich lang, können dann aber eine leichte Innenstellung geben und werden dazu innen ein oder zwei Löcher verkürzt.

Ebenfalls kontraproduktiv. Damit zwinge ich mein Pferd in eine Innenstellung, die nicht reell erarbeitet wurde, sondern eben durch Verkürzen der Aubsinder vollkommen erzwungen ist. Das Pferd kann also nicht anders, als sich nach innen zu stellen - das geschieht aber keinesfalls durch korrekte Arbeit mit dem Pferd, sondern schlicht und einfach wegen der Zwangshaltung durch die Ausbinder.

Da ist das Pferd zwar "optisch" nach innen gestellt, diese Innenstellung ist aber eben .- wie gesagt - nicht reell erarbeitet worden und betrifft lediglich die Hals-/Kopfpartie des Pferdes und geht nicht, wie gewünscht, durch den gesamten Körper.

Dauer der Longenstunde 40 Minuten: 10 Minuten Schritt ohne Ausbinder, 10 Minuten Lösen mit, 10 Minuten arbeiten mit, 10 Minuten ohne Ausbinder Schritt. Feierabend für euch beide.

Auch für das Longieren gibt es kein Patentrezept. Du kannst nicht einfach pauschal festlegen, wie lange man ein Pferd zu longieren bzw. generell zu arbeiten hat. Das ist vollkommen individuell und muss von Pferd zu Pferd abgestimmt werden.

Zudem sind 40 min meist auch zu lange - da ein Pferd sich nur bis zu rund 25 min wirklich konzentrieren und dabei motiviert blieben kann.

Die Arbeit mit dem Pferd sollte man auf jedes Pferd individuell abstimmen - und keinesfalls nach einem Schema-F gehen und das auf jede Ausbildung eines Pferdes anwenden.

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@EdgeOfReason

Selbstverständlich gibt es kein Patentrezept, aber es gibt Fachleute, die ihre Bereiterausbildung erfolgreich bestanden haben, dazu auch Pferdewirtschaftsmeister sind. Außerdem haben diese Personen in der Regel Turniererfahrung in der Klasse S und wer das geschafft hat und nicht von den Richtern achtkantig aus dem Viereck resp. Parcours geworfen wurde, dem kann man schon vertrauen und etwas glauben. Dasselbe gilt für Tierärzte. Bei einer Pferdewirtschaftsmeisterin mit eigenem Turnierstall habe ich mein Longierabzeichen gemacht und das war gar nicht so einfach, wie wir alle geglaubt haben. Wir wurden von zwei Richtern geprüft. In der Theorie hatte ich eine 8, 5. Die Praktische, wie die anderen, bestanden. Ich lerne gerne dazu und besitze eine ganze Menge guter Bücher von namhaften Reitern. Die FN Reihe ist von Fachleuten aufgelegt worden und nach diesen Lehrbüchern werden die Abzeichenprüfungen abgenommen. (Ich habe neben dem Basispass und dem Reitpass wie gesagt auch das Longierabzeichen gemacht. Für einen Freizeitreiter, der zumindest halbwegs vernünftig mit seinem Pferd umgehen will und meine alte Holsteinerstute ist dabei immerhin 28 Jahre alt geworden, reicht das auch aus. ) Ohne auszubinden kannst du dein Pferd bewegen und das jederzeit. Das ist Bewegungstherapie für ein rekonvalenszentes Pferd oder wenn du wegen des Wetters eben keinen Koppelgang ermöglichen kannst und nicht reiten kannst/willst. Aber in Anlehnung kann dein Pferd dabei nicht kommen. Das weißt du bei deiner Vorbildung selbst. Ich halte 40 Minuten, von denen die Lösungs- und Ruhephase jeweils 10 Minuten im Schritt auf beiden Händen stattfindet, nicht für zuviel. Man muss das natürlich auch individuell anpassen. Wenn dein Pferd wie besessen losrennt und du die meiste Zeit beim Longieren damit beschäfftigt bist, es zur Ruhe zu bringen, besteht die Arbeitsphase eben darin, ihm in Ruhe klarzumachen, das ihm an der Longe nichts passsiert und es ersteinmal lernt, die Longe und den Longenführer zu akzeptieren. Ich hoffe, du bist mir wegen dieses Kommentars nicht böse. Es gibt gerade beim reiten tausende und abertausende von Meinungen, was denn nun richtig und gut ist. Die Grundregeln hat die FN festgelegt und ihre Bücher sind zur Ausbildung nicht ungeeignet. Den richtigen Weg für sich und sein Pferd muss jeder selbst finden. Jedes Pferd ist verschieden, genau wie jeder Mensch. Das macht auch unsere Einzigartigkeit aus. Was für uns Grundsatz sein sollte, sind Liebe zur und Verantwortung für die Kreatur und der Wille ihm und uns ein einigermaßen erträgliches Leben zu bereiten. lg ruedipferd

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@ruedipferd

ich kann Edge of Reason nur zustimmen... Zudem sind Ausbinder Hilfszügel und nur zur kurzzeitigen Korrektur gedacht.

Die FN definiert den Begriff "Anlehnung" auch nicht richtig. Anlehnung an die Hilfen, ja, aber nicht nur am Pferdemaul. Wie schaffen es sonst die Leute, mit Halsring eine Piaffe in absolut korrekt Haltung zu zeigen oder mit durchhängenden Zügeln das Pferd absolut schön gebogen und über den Rücken - und zwar richtig reell! - zu reiten und auch zu longieren?

Anlehnung bedeutet, dass das Pferd im Kopf bei dir ist - nicht, dass die Verbindung zum Maul da ist. Pferde mögen keinen Druck, erst recht nicht im Maul. Oder magst du es, wenn man dich jeden Schritt treibt und dabei noch Druck im Maul aufbaut?

Die FN hat einige gute Ansätze, ist aber nicht das Maß aller Dinge. Ganz im Gegenteil.

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Jetzt habe ich erst den Link gefunden. Ich würde so etwas nicht kaufen, sondern entweder mit Laufferzügeln longieren oder einen Lehrgang bei einem guten Ausbilder machen und lernen, richtig mit der Doppellonge umzugehen. Diese ist nicht starr und kann jeder Situation angepasst werden. Ich habe so ein Teil wie auf dem Bild noch nie gesehen. Übrigens auch Chambon und Gogue sind nicht zu empfehlen und sollten wenn, dann nur von sehr erfahrenen Reitern verwendet werden. lg

Ich bin erst 14 und ich glaube die meisten kurse sind für erwachsene :/ ?!

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@LLoveLoveLove

Doch, es gibt durchaus einige Kurse auch für Jugendliche.

Wenn ich wüsste, in welchem Bereich Du welche suchst, könnte ich Dir konkreter weiterhelfen.

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las diesen scheis bitte !! das hat nichts mit ausbinden, nichts mit longieren und auch sonst nichts mit einer mensch-pferd-beziehung zu tun. das zeug ist einfach nur absoluter schwachsinn mit dem i.welche dummen menschen geld verdienen wollen. bringen tut das rein GAR NICHTS auser das das pferd bei jedem tritt nen schlag ins maul bekommt und auch sonst nicht mehr wies was los ist und am ende läufts gar nicht mehr.

wofür willst du sowas denn bitte überhaupt? was hast du beim longieren für ein problem mit deinem pferd?? normalere weise braucht man gar keine art von ausbindern o.ä. die dinger behandeln nie die ursachen von problemen, das kann man nur durch korrektes reiten und training.

Das stimmt so nicht. Longieren ist ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung eines jungen Pferes und der Korrektur und Arbeit mit dem älteren. Es muss aber richtig gemacht werden und das Pferd bekommt auch keinen Ruck ins Maul, da es sich durch die durchlässige! Bewegung von der Hinterhand über den schwingenden Rücken vom Gebiss abstösst. Dadurch werden Selbsthaltung und Trab verbessert, Durchlässigkeit erreicht und die korrekte Halsmuskulatur trainiert. Du musst als Longenführer lernen dein Pferd an den Zügel zu führen und das macht man durch ständiges annehmen und nachgeben. (Ganz wie beim Reiten auch!)Die Zügel sind die verhaltende Hilfe und die Peitsche die Treibende. Dazu kommt noch die Stimme. Ein Pferd, das einen Ruck ins Maul bekommt, hat einen nicht gut ausgebildeten Longenführer. Wenn dein Pferd am Zügel geht, spürst du nichts mehr in der Hand, genau wie es auch auf dem Pferd beim reiten sein soll. Das Longieren ersetzt nicht den Beritt durch den Reiter, es erweitert die gesamte Arbeit mit dem Pferd, die ja möglichst abwechslungsreich gestaltet werden soll. Zunächst besorgt euch das Fachbuch der FN Longieren Band 6 und dann schaut, ob ihr irgendwo in einem Stall am Lehrgang zum Longierabzeichen Kl.IV teilnehmen könnt. da gehört auch die Skala der Ausbildung zum Repertoire. Das KlIII Abzeichen beschäfftigt sich dann mit der Doppellonge. Nie wild drauflos longieren, immer mit Wissen und Verstand. Auch die großen Dressur und Springpferde werden regelmäßig longiert und das nicht zum Spaß. Liebe Grüße ruedipferd

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@ruedipferd

öhh ich hab doch gar nichts gegens longieren geschrieben ?!;D ich hab von diesem komischen etwas geredet was sie ihrem armen pferd reinmachen will xD

ich kann longieren, und habe auch schon pferde anlongiert (und anschliesend eingeritten,) auch ohne peitschen, trensen, kappzäume, ausbinder, reitplätze oder diese hässliche FN und ihre richtlinien, und was man mit turnierpferden macht ist mir sowieso herzlich egal, das hat für mich eh nicht viel mit richtigem umgang mit einem tier zu tun.

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