Was für eine Bedeutung hat der Sonntag nach den heiligen drei Königen?

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Mit dem Fest der „Taufe des Herrn“ endet die liturgische Weihnachtszeit. Inhaltlich gehört dieses Geheimnis noch zu „Erscheinung des Herrn“. Denn Epiphanie oder Erscheinung des Herrn umfaßt drei Geheimnisse: die Anbetung der Weisen (Dreikönig), die Taufe Jesu im Jordan und die Hochzeit zu Kana, bei der Jesus sein erstes Wunder wirkte. In all diesen Stationen des Lebens Jesu ereignet sich die Offenbarung Christi, leuchtet uns auf, wer Jesus Christus eigentlich ist. Er ist der Sohn Gottes, der Messias und Erlöser. Er ist der von Gott dem Vater in die Welt gesandte Mittler des Heiles. Dazu hat ihn Gott mit dem Heiligen Geist gesalbt. So ist Jesus der „Christus“, der Gesalbte. Schon bei der Menschwerdung im Schoß seiner Mutter Maria ist Jesus der mit dem Heiligen Geist gesalbte Sohn Gottes. Hier bei der Taufe am Jordan erfolgt die Offenbarung und Kundmachung an eine breitere Öffentlichkeit. Gott der Vater beglaubigt und bestätigt seinen Sohn, den er gesandt hat. Auf ihn sollen die Menschen hören! Deshalb wurde die Taufe Jesu liturgisch auf den Sonntag nach Dreikönige gelegt.

Epiphanias = das Fest der Erscheinung des Herrn = 6. Januar und am Sonntag beginnt die Zählung 1. Sonntag nach Epiphanias, 2. Sonntag nach Epiphanias usw.

Im Volksmund heißt der 6. Januar auch der Dreikönigstag. Ist aber eigentlich Epiphanias

Die Katholische Kirche feiert am Sonntag nach Dreikönig das Fest der Taufe des Herrn.

Dass Jesus erst mit 30 getauft wurde, spielt dabei keine Rolle. Man feiert ja nicht nur ein einziges Mal Weihnachten, weil Jesus nur einmal geboren wurde, oder Ostern nur alle 33 Jahre, weil Jesus mit 33 Jahren starb.