Was darf man mit einen Oszilloskop nicht machen

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8 Antworten

Also Oszillokopes sind eigentlich robust. Es gibt 2 wichtige Punkte: Die 1. maximal zugelassene Höchstspannung für die die Geräte isoliert sind darf nicht überschritten werden. zB der Funken einer Zündkerze, die Screenspannung auf einem Laserdrucker usw. Es ist kein Problem wenn die Messspannung überschritten wird. Wenn zB das Scope mit 1:10 Probes 230V darstellen kann und du hast irrtümlich 1:1 eingestellt dann wirst halt nur 1/10 der Welle sehen aber dem Scope ist das egal. Du kannst dann sogar noch die Einstellungen verfeinern so dass du nur mehr zB ein tausendstel der welle genau ansehen kannst. Aber zB 1000V auf der Probe kann dann schon je nach Scope gefährlich werden. 2. Die meisten Probes haben eine Spitze für die Messung und einen Anschluss für die Masse. Diese Masse ist auch die Schirmung und mit der Erdung verbunden. Also bei Messungen auf 230V darfst damit nicht auf die Phase kommen sonst knallt es. Da fliegt dann die Sicherung und kann die probe zerstören. Die Elektronik eines normalen Isci ist dabei nicht gefährdet da alles über die Erdung läuft.

Da das Scope selbst nur Spannungen misst ist es egal welche Ströme rinnen, das Scope selbst ist sehr hochohmig, es soll ja die zu messende Schaltung nicht beeinflussen. Erst wenn die Überspannungsschwelle überschritten wird kommt es zu echtem messbaren Stromfluss der dann das Scope verschmort. Das ist aber eher unwahrscheinlich solange du maximal Netzspannung misst.

Es wäre mal interessant zu wissen, was Du damit vor hast oder warum du es gekauft hast.

Und was genau hast du denn gekauft? Digital? Kanalanzahl? Mit Röhre oder TFT?

Wie für fast alles gibt es im Web auch Tutorial wo die Benutzung erklärt wird, z.B. hier:

http://forum.mosfetkiller.de/viewtopic.php?f=27&t=3483

Wie bei jedem technischen Gerät gibt es viele phantasievolle Arten es kaputt zu machen; besonders wenn man keine Ahnung hat. Mach einfach nichts damit, das du nicht wirklich verstanden hast.

Ich hab mir ein analoges Hameg gekauft bis 20Mhz Bandbreite, 2 Kanal ich will nichts großartiges machen. Ich hab mir jetzt z.B. eine Zerhacker Schaltung mitm NE555 gebaut und des einfach mal aufm Scope anschauen

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@thelastday

Da kann eigentlich nix schlimmes passieren.

Damit du korrekte Bilder bekommst, solltest du die besonders die Sache mit den Spannungsteiler-Tastköpfen und der Frequenz-Kompensation anschauen.

Faustregel für saubere Signaldarstellung ist, dass man Grundwellen bis zu einem Zehntel der Grenzfrequenz messen kann. Bis 2MHz werden also die Oberwellen so sauber dargestellt, dass die sichtbare Signalform auch wirklich die "wahre" ist.

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Muss ich auch aufpassen, dass mein Oszi keinen zuhohen Strom abbekommt ?

Das kann nur Spannungen messen, keine Ströme. Die Eingänge haben in der Regel 20 Megaohm.

Man kann hohe SPannungen messen, höher als auf dem Scope angegeben (Meist max 250V), dazu braucht man aber einen geeigneten Tastkopf der auch für hohe Spannungen zugelassen ist. Ein normaler 1:10 Tastkopf dient nur dazu das Signal sauberer aufzunehmen und die Quelle zu entlasten, das Scope kann trotzdem keine höheren Spannungen verkraften.

Und wenn draufsteht "250V MAX", dann kann man immer noch keine Netzspannung messen, denn die hat 230V Effektiv wo Spitzen bis 300V drauf sein können. Außerdem liegt die Spitzenspannung um den Faktor "Wurzel aus 2" höher und es ist symmetrisch, also noch mal doppelt so viel "Spitze zu Spitze" (Vpp bzw. Vss).

Dann aufpassen, dass die Masse aller Anschlüsse die selbe ist und die auch noch mit der Schutzleiter des Scopes verbunden ist. Manchmal reicht es einen Kanal "verkehrt herum" anzuschließen um das Potential beider Kanäle an den selben Punkt der Schaltung anschließen zu können. Daher lässt sich der 2. Kanal immer invertieren um die Ansicht wieder richtig herum zu kriegen.

Was darf man mit einen Oszilloskop nicht machen

Die Liste ist lang!

  • Keine Banken damit überfallen
  • Nicht damit bei rot über die Ampel fahren
  • Nicht in die Biotonne werfen!
  • ...

Es gibt auch Probes für Strommessungen, sind meist nicht billig. Genau gesagt erzeugen die Probes dann messbare Spannungen abhängig vom Strom.

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@kuku27

Klar, aber der Hobbytechniker klemmt dann aber einfach einen Shunt parallel zum normalen tastkopf, schaltet notfalls auf 1:1 und lacht über den Preis der Profi current-probes.

Interessant sind aber die Berührungslosen current-probes, also die per HAL-Effekt arbeiten. So was bekommt man als Hobbyelektroniker nicht hin da man hier spezielle Werkstoffe mit unglaublicher Präzision formen muß.

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@Commodore64

Warum glaubst du ich habe billige Shunts die das Messergebnis total verfälschen gemeint? Parallel zur Probe ist sowieso ein Unsinn. Die einzig sinnvollen sind nur die Berührungslosen.

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Also im Grunde genommen so anschließen wie ein Voltmeter ?

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Um Netzspannungen direkt zu messen muss dein Oszi über einen Trenntrafo angeschlossen sein oder du benötigst Differenztastköpfe sonst verursacht die Messung an Netzspannung einen Kurzschluss.

wie bitte? Ich habe einige Jahrzehnte ohne Trenntrafo gemessen und bin nicht tot, seltsam.

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@kuku27

...dann nicht an Netzspannung oder das Oszi war ohne Schutzleiter angeschlossen oder über einen Trenntrafo. Bei beiden Varianten steht dann das Gehäuse je nach Masseanschluss unter Spannung. War auch mit das erste worauf ich als Azubi bei der Sicherheitsunterweisung hingewiesen wurde. Kommt auch drauf an an welcher Stelle in der Schaltung der Masseclip gelegt wird. Der Masseanschluss ist direkt mit dem Schutzleiter verbunden. Liegt der Masseanschluss nicht auf 0-Potential wird die Netzspannung kurzgeschlossen. Falls ein FI-Schutzschalter vorhanden ist löst dieser auch aus wenn die Masseklemme an den Neutralleiter angeklemmt wird da dieser über das Gehäuse mit dem Schutzleiter verbunden ist.

Es besteht auch die Möglichkeit einer Netztrennung wenn die Schaltung an der gemessen wird über einen Trenntrafo betrieben wird. In diesem Fall kann das Oszi direkt in eine geerdete Steckdose gesteckt werden.

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bei dem eingangswiderstand eines oszis einen kurzschluss bauen, möchte ich sehen..

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@raster280

der Eingangswiderstand intern zum Messverstärker ist nicht das Problem. Masse des Tastkopfes ist über 0 Ohm mit dem Schutzleiter über das Gehäuse verbunden.

http://www.pmf.fh-goettingen.de/lehrgebiete/elektrotechnik/pdf/GET%20V2.pdf

Schau mal hier bei Punkt 1.2

• Das Gehäuse und die Masseanschlüsse der Eingangskanäle liegen alle gemeinsam auf Schutzleiterpotential. Daher können nur Spannungen gemessen werden, die galvanisch vom Netz getrennt sind. Andernfalls kommt es zu gefährlichen Kurzschlüssen.

Eine Verbindung eines Standard Oszis mit Netzspannung ist lebensgefährlich!

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Keine Netzspannung direkt messen. Dann könnte die Abschirmung bzw. der zweite Pol unter gefährlicher Netzspannung stehen.

Zu allererst darfst du es nicht benutzen ohne die Anleitung gelesen und verstanden zu haben. Dann erübrigen sich auch alle anderen Fragen die du hast.

Elektromagnetische Wellen aufzeichnen !

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