Was bringt Abs beim Moped?

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8 Antworten

dieser youtuber erzählt müll. dieses 70:30-bremsen (oder sonst ein verhältnis) ist bei einem motorrad ohne abs ein rein akademisches, jedoch in der praxis kaum gebrauchsfähiges bremsen. jeder, der zügig ohne abs fährt, wird ausschliesslich die vorderradbremse benutzen. die hintere bremse kommt maximal für schau-effekte oder besondere strassenzustände infrage.

wenn du scharf bremst, z.b. beim anfahren einer kurve in zügiger fahrt, dann ist die hintere bremse extrem gefährlich. benutzt du sie allein, erreichst du kaum bremswirkung. blockiert sie, was sehr leicht passiert, bricht das motorrad sofort aus, was regelmässig zu abflügenführt.

wenn du beide bremsen gleichzeitig betätigst, hast du eine wechselwirkung der bremsen, die zu schwer beherrschenden fahrzuständen führt: beim scharfen anbremsen mit dem vorderrad verhindert der druck der schiebenden masse von motorrad und fahrer das blockieren, so dass du sehr hohe verzögerungen erreichst, ohne dass das rad blockiert. setzt du dabei jedoch die hinterradbremse ein, nimmst du belastung vom vorderrad, wodurch dieses augenblicklich blockiert. das passiert dann volkommen überraschend, so dass du einen abflug riskierst.

bremst du nur mit dem vorderrad, kündigt sich das blockieren durch ein deutlich vernehmbares "singen" des vorderrades an, worauf du dann durch lösen der bremse reagieren kannst.

hinterradbremsen hat noch einen nachteil: der hintere reifen fährt sich dadurch in mittelstellung noch stärker und flacher ab, was zu höherem verschleiss und kippligem kurvenverhalten führt. es verstärkt sich sozusagen der bekannte autobahneffekt von motorradreifen.

ein motorrad ohne abs wird nur mit vorderrad gebremst, alles andere ist nur in ausnahmefällen sinnvoll. in der praxis erreichst du damit die beste verzögerung, wobei du die kontrolle über den bremsvorgang behältst. aber wenn du bei geschwindigkeiten über 200 auf der autobahn hinter einem stau bremsen musst, kannst du selbstverständlich auch die hintere bremse sanft einsteuern. im schwarzwald beim scharfen anbremsen einer kurve ist das jedoch gift.

annokrat

Woher weißt du das ich aus dem Schwarzwald komme ? 0.o

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@Helfershelfer01

lol, nein, das wusste ich natürlich nicht, aber ich fahr da bevorzugt motorrad.

annokrat

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Die Vorderradbremse erzielt in der Tat in etwa 70 % der Bremsleistung, das Hinterrad entsprechend nur zu 30 %. Das bedeutet, mit der Vorderradbremse bekommst Du ein Zweirad schneller zum Stehen als mit der Hinterradbremse. Dennoch solltest Du Dein Zweirad sowohl mit Vorferrad- als auch mit Hinterradbremse zum Stehen bringen. Das ABS verhindert nur das Blockieren der Räder.

Beim Stoppie ist die Verteilung der Bremswirkung allerdings 100:0 :-)

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man sollte immer mit beiden bremsen, das ABS verhindert dabei dass, wenn du vorn zu stark bremst, das Vorderrad nicht blockiert und Du wegrutschst. Bei ABS mußt Du soll stark wie möglich bremsen, das andere macht das System....

Also einfach wenn ich bremsen will beide bremsen durchdrücken oder was ?

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@Helfershelfer01

lieber nur die vorderbremse durchdrücken das hinterrad macht sonst ne vollbremsung und der reifen nutzt sich ab

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Also dann nur mit der vorderen bremsen und die hintere ignorieren oder wie ?

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@Helfershelfer01

Nein, das ist Quatsch. In jeden Fall beide Bremsen nehmen. In Kurven nur Hinterrad, bei ABS beide benutzen, nötigenfalls voll durch drücken, da nichts passieren kann.

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Diese 70/30-Regel ist Wunschdenken. Man bremst mit beiden Bremsen, fertig. Durch die dynamische Radlastverlagerung wird beim Bremsen das Hinterrad ent- und das Vorderrad belastet. Das kann so weit gehen, dass das Hinterrad den Kontakt zum Boden verliert und überhaupt keine Bremswirkung mehr übertragen kann.

Ohne ABS kann das Vorderrad blockieren. Dann heißt es: sofort die Bremse lösen, damit das Rad wieder rollt - andernfalls droht sehr schnell ein Sturz. Das ABS befreit den Fahrer von diesem Problem, indem es das Blockieren verhindert. Er kann also ohne Bedenken voll zupacken und so die ideale Bremswirkung erzielen.

Ich persönlich halte von ABS zwar nichts, egal ob beim Auto oder Motorrad. Das ist höchstens bei einsetzenden Regen sinnvoll, ansonsten vielleicht noch für Anfänger die das Gefühl für das Bremsen nicht haben. Die Bremsverteilung bleibt gleich und es ist schon fast egal, welche Bremse man im Notfall stärker betätigt, weil die Hydraulik ja eh loslässt.

Der Bremsweg verlängert sich auf jeden Fall, man kommt vielleicht nicht zum Sturz, aber denn noch sind das centimeter oder Meter die alles verändern können.

Ich habe bereits negative Erfahrung mit ein ABS PKW gemacht, wo ich mit hoher Geschwindigkeit ein Stauende erreichte und mir statt Bremswirkung nur ein müdes klack klack entgegen schallte. Das war knapp.

vielleicht noch für Anfänger die das Gefühl für das Bremsen nicht haben.

So lernen sie es aber auch nicht.

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Schluss endlich kann man sagen

Fahre immer vorausschauend und defensiv, halte immer die Sicherheitsabstände ein und fahre immer angemessen schnell, damit das System gar nicht erst zum Einsatz kommen muss.

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Es hilft eine Menge, um sich nicht bei nasser Straße auf die Nase zu legen.

Oder auf Bitumenschmierereien ("Reparaturen") aus der Bahn zu geraten. Oder Rollsplitt und ähnliche Sauereien, mit denen man Motorradfahrer "beglückt".

Was habe ich noch in der Sammlung? Bremsen auf Ölfleck (patsch).

man soll immer mit beiden bremsen bremsen egal ob abs oder ohne und immer die vorderragbremse stärker

Aber was bringt dann das Abs genau?

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@Helfershelfer01

Das ABS sorgt dafür, dass das Vorderrad nicht blockiert. Ein blockierendes Vorderrad beim Motorrad führt ziemlich schnell zu 90° Schräglage.

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Was bringt Abs

Was heißt denn ABS? Erklärt sich doch von selbst.

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