Was bedeutet es ein Anarchist zu sein?

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4 Antworten

Echte Anarchisten bezeichnen sich heute auch als Libertäre, da der Begriff von Etatisten / vom Staat absichtlich und fälschlicherweise mit Chaos assoziiert wird um jegliche freie Bewegung zu diffamieren. Schließlich will der Staat sein Gewaltmonopol behalten.

Anarchie
(altgr. ἀναρχία anarchía ‚Herrschaftslosigkeit‘; Wortbildung aus verneinendem Alpha privativum und ἀρχία archía ‚Herrschaft‘) bezeichnet einen Zustand der Abwesenheit von Herrschaft. Er findet hauptsächlich in der politischen Philosophie Verwendung, wo der Anarchismus für eine solche soziale Ordnung wirbt.

Landläufig wird Anarchie auch mit einem durch die Abwesenheit von Staat und institutioneller Gewalt bedingten Zustand gesellschaftlicher Unordnung, Gewaltherrschaft und Gesetzlosigkeit beschrieben und vor allem in den Medien häufig im Schlagwort „Chaos und Anarchie“ verwendet.
Die tatsächliche Bezeichnung für einen solchen Zustand ist jedoch Anomie.

Anomie (griech.: Kompositum aus α privativum zur Verneinung und der Endung -nomie für νόμος, „Ordnung, Gesetz“) bezeichnet in der Soziologie einen Zustand fehlender oder schwacher sozialer Normen, Regeln und Ordnung. Vor allem in England war der Begriff ursprünglich ein theologischer Ausdruck für das Brechen religiöser Gesetze. Zur Beschreibung einer Anomie wird umgangssprachlich und irreführend häufig auch das Wort Anarchie (Abwesenheit von Herrschaft) benutzt.

Der Anarchokapitalismus (auch Marktanarchismus oder Anarcholiberalismus oder Nullstaat) ist eine ökonomische Theorie und politische Philosophie, die für eine vom freien Markt, freiwilligen Übereinkünften und freiwilligen vertraglichen Bindungen geprägte Gesellschaft ohne staatliche Institutionen und Eingriffe eintritt – also für eine reine Privatrechtsgesellschaft. Er tritt für ein Recht auf Selbstbestimmung und eine weitreichende Verfügungsgewalt über Privateigentum ein, welche nicht durch staatliche Regelungen, sondern allein durch das Selbstbestimmungsrecht anderer eingeschränkt sein sollen.

Anarchokapitalisten betrachten den Staat als illegitimes politisches System, das Gesellschaftsmitglieder in ihrer Freiheit beschränkt, unrechtmäßig  Gewalt gegen sie ausübt und sie durch Steuererhebung beraubt. Ihrer Meinung nach profitieren diejenigen vom Staat, die den größten Einfluss auf ihn haben, auf Kosten derjenigen mit weniger Einfluss. Der Staat sei daher eine unsoziale Einrichtung. In ihrer Staatskritik nehmen sie sowohl radikal-liberale, libertäre und soziologische als auch ethische und wirtschaftswissenschaftliche Argumente für sich in Anspruch.

Der Begriff Anarchokapitalismus wurde erstmals von Murray Rothbard verwendet. Zentral in Rothbards Theorie sind die Souveränität des Individuums und das Nichtaggressionsprinzip.

Der Begriff Anarchosyndikalismus bezeichnet die Organisierung von Lohnabhängigen, basierend auf den Prinzipien von Selbstbestimmung, Selbstorganisation und Solidarität. Ideengeschichtlich stellt der Anarchosyndikalismus eine Ergänzung des Anarchismus um den revolutionären Syndikalismus dar.

Es gibt noch zich weitere Richtungen der Anarchie: http://deu.anarchopedia.org/

Moderne Anarchisten nennen auch Anarchie unteranderem eine "Privatrechtsgesellschaft":




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Das ist eine Person die dem politischen System der Anarchie angehört. Sie wollen das System stürzen und glauben daran, dass Menschen ohne Regeln und Systeme besser dran wären.

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Kommentar von cpadict
11.07.2016, 16:37

Also ist diese Lebenseinstellung und Regelbrechung mit dem Knast strafbar. Oder?

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Kommentar von cpadict
11.07.2016, 16:37

Also beim Ausführen einer illegalen Straftat

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Kommentar von koten
11.07.2016, 20:45

Falsch. Anarchisten sind durchaus für Regeln. Sie sind aber der Meinung, daß Regeln niemandem aufgezwungen werden dürfen. Regeln, auf die man sich freiwillig einigt, sind absolut ok.

Im täglichen Leben handeln wir sehr oft nach nach anarchistischen Prinzipien, ohne das zu wissen. Wir sind dann in allgemeinen der Ansicht, so ein Verhalten ist doch logisch. Beispiele dafür: Ein paar Leute überlegen, in welchen Film sie gehen wollen. 4 Leute sind für einen bestimmten Film,  der fünfte sagt, ihn kriegen da keine 10 Pferde rein. Wenn die 4 jetzt gehen und der fünfte nicht mitgeht, das ist Anarchie. Oder: Man verabredet sich zum Grillen und macht aus, daß jeder etwas Grillgut mitbringt. Da ist eindeutig eine Regel vereinbart. Trotzdem ist es Anarchie.

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Politische Einsamkeit.

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Radikal bis gewaltbereit, gleich ob rechts oder links.
Anarchie = das fehlen einer Ordnung, ist die offene Machtfrage, die sich schlußendlich durch Gewalt löst.
Macht bedeutet immer die Staatsgewalt zu übernehmen, notfalls repressiv.

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Kommentar von koten
11.07.2016, 20:47

Hast Du Beispiele für die Lösung durch Gewalt? Und was ist mit gewaltfreien Anarchisten wie um die Zeitschrift. Graswurzelrevolution?

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