Warum wird Pesto, bei Zubereitung im Mixer, bitter?

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Nach dem mir das auch einige Male passiert ist, nicht nur bei Pesto, aber immer wenn ich das native Olivenöl mit dem "Zauberstab" rührte, kam ich von selbst auf die Idee, daß es an dem Mixen liegen müßte. Daraufhin habe ich nach langem Suchen diesen Artikel im INet gefunden:

http://krautundrueben.ch/olivenoel-bittere-wahrheit/

Danke für den Stern :-))

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auf spitzenöl achten. man braucht den mut und das geld verschiedene olivenölsorten zu kaufen, probieren und dann konsequent den müll darunter wieder wegzuschmwissen, bis man ein mildes gefunden hat, das harmonisch genug ist. (habe gerade wieder einen liter teures olivenöl extra vergine, das ich vor 2 tagen gekauft habe, ins klo geschüttet. habe zu spät das kleingedruckte gelesen(fruchtig & scharf). (das pesto habe ich gleich hinterhergeschüttet :-(( )

ich würde ausserdemm das pesto nicht zu lange mit dem pürierstab behandeln, nur so, dass alles klein ist. also am besten das pesto zum schluss dazugeben und kurz nochmal pürieren.

den käse (falls überhaupt) einfach mit dem löffel ganz zum schluss mit dem löffel drunterrühren.

Meine Schwester wohnt in Genua, wo DAS Pesto herkommt. Von ihr habe ich gelernt:

Das echte "Pesto Genovese" enthält keinen Parmesan (oder sonstigen Hartkäse). Parmesan nimmt die Lebensmittelindustrie oder die geizige Hausfrau, weil er billiger ist als die teuren Pinienkerne. Parmesan ist also ein Mittel zum Strecken. Wenn die Pinienkerne stark gemixt werden, tritt aus Ihnen eine Art Nussöl aus. Das reagiert mit irgendeinem einem Milchbestandteil aus dem Parmesan. Dadurch entsteht der bittere Geschmack. 

Pesto daher nicht panschen, also nicht mit Parmesan strecken.

naja es gibt ja viele dinge die eher schohnend zubereitet werden sollen. da geht es einfach immer um aromastoffe, und wie sie am besten zur geltung kommen. und wenn man etwas in den mixer schmeißt, wird halt radikal alles freigesetzt was irgendwo drin steckt. und manches davon ist halt geschmacklich nicht mehr so von vorteil, wenn es überhand nimmt.

so würde ichs mir jedenfalls erklären.

Ich VERMUTE, dass es an der Erwärmung der härteren Bestandteile durch das schnell rotierende Messer liegt. Die sich langsam im Mörser bildende Reibungswärme wird nicht so hoch, den Geschmack der einzelnen Komponenten nachhaltig zu zerstören.

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