Warum wird man in der Schule nicht auf das Leben vorbereitet?

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78 Antworten

Hallo!

Meine Meinung (Realschulabschluss 2007, Berufsschule bis 2011): Grundsätzlich lernt man schon genügend, aber leider oftmals zu wenig von dem, was man später wirklich brauchen kann --------> Dinge wie Steuerrecht, Infos über Versicherungen, Wirtschaft, Politik, gesellschafts- und volkswirtschaftliche Zusammenhänge ... einfach alles was unter Allgemeinwissen fällt, lernt man mMn nicht im brauchbaren Umfang. Genau da sollte man anknüpfen!

Man sollte diesbezüglich auch ruhig drüber nachdenken, komplizierte Mathematik/Algebra, die kaum jemand später wieder in der Tiefe braucht, oder anspruchsvollste Geometrie in der Oberstufe etwas eindämmen und auch lateinische Namen für Fälle der deutschen Sprache usw. etwas kürzer treten zu lassen, um vllt. mehr allgemeinbildende Werte zu erklären!

Ich wäre dahingehend ehrlichgesagt sogar für ein verpflichtendes Extra-Fach namens "Allgemeinbildung" und für einen wirklich fundierten Informatik-Unterricht, der auf alle wichtigen Officeprogramme abzielt. Denn die brauchste mittlerweile in jedem Beruf. Mit Gedichtinterpretationen, Kenntnissen über anspruchsvolle geometrische Berechnungen oder komplizierten biologischen Prozessen kannste später wenig anfangen, aber Officeprogramme, rechtliche Themen und Ähnliches braucht man & da kann sich auch die Schule nicht drauf verlassen, "dass man das mit den Jahren irgendwie so lernt". Ich habe volles Verständnis dafür, dass die Schule nicht alles lehren kann, aber man sollte den Stoff mal auf Zukunftsfähigkeit überprüfen. Vieles wird noch im weitesten Sinne wie vor 20-30 Jahren gelehrt, aber die Uhren blieben halt nicht stehen.

Dieses Festharren an Vergangenem und an oft praxisfernen Unterrichsthemen liegen m.E. einzig und allein darin begründet, dass die grauen Herren der Kultusministerien zu weit weg vom Schuss sind & zu wenig bzw. nichts von dem Zustand mitbekommen, der auf den Schulen im Land tatsächlich vorherrscht. Ich bin keiner, der auf die Politik schimpft, aber speziell im Bildungsbereich ist "fehlende Bürgernähe" ein Dauerthema, das mir schwer im Magen liegt. 

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Kommentar von BlackBanan24
15.10.2016, 16:36




Dinge wie Steuerrecht, Infos über Versicherungen, Wirtschaft, Politik, gesellschafts- und volkswirtschaftliche Zusammenhänge ... 

Lustigerweise kenn ich einige,die genau das kritisieren, aber bei solchen Themen in der Schule dann mit der Begründung "Politik und Wirtschaft is langweilig" komplett abschalten^^

Also bei uns (12. Klasse, Gymnasium NRW) lernt man so etwas durchaus. Nennt sich bis zur 9. Klasse "Politik" und ab der Oberstufe "Sozialwissenschaften" und ist ein Fach wie jedes andere auch, das man auch als Leistungskurs wählen kann (was ich echt empfehlen kann, wir lernen da echt sinnvolle Sachen). Vielleicht ist das in anderen Bundesländern anders, wobei ich mir das eigentlich kaum vorstellen kann..

Bei dem was du angesprochen hast, entsteht nur folgendes Problem: Wer definiert denn, was wichtig ist und was man im späteren Leben braucht? Vielleicht brauchst du komplizierte Mathematik nicht. Andere jedoch schon. Und deren Interessen schließlich sind genauso wichtig.




für einen wirklich fundierten Informatik-Unterricht, der auf alle wichtigen Officeprogramme abzielt.

Sorry, aber wenn mir in der Schule Office als "fundierter Informatik-Unterricht" verkauft werden würde, würde ich mir ziemlich verarscht vorkommen..

Office ist wichtig, und es sollte Möglichkeiten geben, den Umgang mit den Programmen zu lernen, da hast du völlig recht. Aber doch bitte nicht im Informatik-Unterricht. Denn Office hat mit Informatik so rein gar nix zu tun, sodass ein völlig falsches Bild von dem Fach ensteht. Genau das war bei uns nämlich der Fall. In der 5. Klasse bedeutete Informatik Word, PowerPoint und bisschen mit Excel rumspielen. In der 8. Klasse und ab der 10. wurde es dann als Wahlfach angeboten und viele haben es gewählt weil sie dachten "cool, einfach bisschen am PC rumspielen". Dann kamen plötzlich Themen wie Binärsystem, Programmieren, Automatentheorie und logische Schaltungen und einigen hat es ordentlich den Schnitt versaut.

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Kommentar von Masuya
20.10.2016, 12:03

Hallo rotesand, 

und was sagst du dazu, dass man selbst oder auch die Eltern die Kinder auf das Leben vorbereiten können. Ich bin der Meinung, dass die Schule nicht für alles aufkommen sollte.. wir schicken unsere Kinder schon so früh in Kitas, um sie Erziehen zu lassen.. wobei manche Eltern vergessen, dass sie selbst auch einen Bildungsauftrag haben... nicht nur der Staat kann dafür sorgen, dass aus den Kindern was wird. 

Ich finde es spricht nichts dagegen, wenn die Eltern selbst mal mit ihren Kindern los gehen oder es am Mittagstisch besprechen, wie man so Steuererklärung schreibt. Natürlich gibt es auch Eltern, die dort selber Probleme haben.. aber wozu gibt es Verwandte, Nachbarn und Freunde, die sowas auch beibringen könnten. 
Meine Mutter weist da auch paar Defizite auf, die ich aber ja umgehen kann.. fast jeder hat doch heutzutage Internet.. und wenn nicht, dann findet man doch sicherlich was in der Bibliothek.. 

Für mich hört sich das so an, als sei die Schule für all das Wissen verantwortlich gemacht wird, was man bekommt und man darüber hinaus in der Freizeit nichts machen kann. Ich habe mich so gerne für EDV interessiert und Zuhause selbst gerne mit den Programmen gespielt und somit einiges gelernt. Zudem muss man ja auch manchmal Hausarbeiten machen oder Präsentationen machen, wobei man mit den Programmen ja auch in den Kontakt kommt.. und da muss man sich eben selbst ran setzen.. man kann als LehrerInnen auch nicht alles vorkauen. ^^

Zu dem Thema, dass man nur "quatsch" lernt in der Oberstufe würde ich auch sagen, dass es ja nicht nur Zwangsläufig darum geht, die Aufgaben zu lösen bzw. kommen da ja einige logische Prozesse dazu, die das Gehirn auch erst einmal begreifen muss.. dazu hat wohl fast jeder durch Mathematik etwas an seiner Frustrationstoleranz feilen können. ^^ 

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Kommentar von simja
03.11.2016, 11:51

Bei mir an der schule gibt es ein Fach namens Gemeinschaftskunde. Ich habe das erst das erste Jahr (im Moment geht es um Elterngeld oder verchiedene Erziehungsziele) doch ich denke dass man in der Oberstufe auch schon so was lernt wie "Wie erstelle ich ein Konto" oder "Wie schreibe ich eine Berwerbung" oder meint ihr etwas anderes?

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Kommentar von hereisadumpguy
05.11.2016, 02:40

@BlackBanan24

EF, unser SoWi Lehrer meinte in der ersten Stunde zu uns, dass er es toll findet, dass bei uns SoWi unterrichtet wird, in NRW mache das wohl auch nicht jede Schule. SoWi ist für mich extrem wichtig, hat bei mir das Interesse in die Politik geweckt und jetzt möchte ich anfangen, mich zu engagieren. 

Ich denke allerdings auch, dass es ein Fach geben sollte, dass uns zumindest den Umgang mit Finanzen, steuern, u. ä. erklärt. Meine Mum hätte gar keine Zeit dazu... Mühselig ist das bestimmt, aber das braucht dann auch wirklich jeder

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Alles kann die Schule wohl auch nicht "packen".
Vieles, was eigentlich in der Verantwortung der Eltern läge, wird ja eh schon an die Schule abgegeben. Ich denke, die sind alle an ihrem Limit. Mehr geht einfach nicht mehr.
Aber das, was ich in der Schule lernte, konnte ich persönlich in meinem Alltag schon sehr oft brauchen.

Und die Dinge, die du ansprichst, also das Meistern des Alltags, das sollte dann doch mal noch von den Eltern / Verwandten / Bekannten gezeigt werden, wie ich meine.
Weiter gibt einem jederzeit z.B. zu Überweisungsfragen die Bank dazu Auskunft.

Für Verträge, die es ja in großer Anzahl und Unterschiedlichkeit gibt, gibt es Anwälte oder auch mal die Verbraucherzentrale, die solche prüft.
Viele Fragen des Lebens lassen sich heutzutage auch gut mit dem Internet beantworten.
Zum Beispiel hier auf GF!  ;-)

Die sollen einen auch ein wenig auf Leben vorbereiten. 


Damit gebe ich dir aber schon auch recht!
Aber ehrlich gesagt weniger für die Dinge, die du aufgezählt hast.

Hm, vielleicht wären ein bis zwei Stunden in der Woche gut und Schüler könnten dabei zum einen drängende Fragen stellen, wenn sie sich das überhaupt vor allen anderen Schülern trauen, und andererseits einige drängende Themen, auch welche aus dem sozialen Bereich, könnten dabei besprochen werden:

  • Was sind meine persönlichen Ziele und wie kann ich sie erreichen
  • Was meint Erwachsensein
  • Wie gehe ich mit Eigenverantwortung um
  • Welche Strategien zur Manipulation (Werbung...) und Ähnlichem werden typischerweise wo angewendet bzw. ne Aufkärung über die wichtigsten Tricks, die so angewendet werden, damit man nicht blind auf allen Quatsch hereinfällt

Ansonsten gibt es für Schüler viele Anlaufstellen, bei denen ihnen geholfen wird.

Das Leben ist recht komplex heutzutage, da bringt man sicherlich nicht alles unter und vielleicht wäre dabei ein konkreter Plan eher hinderlich. Aber wenn man Schüler auch selbst sprechen lassen wollte....
Und andererseits denke ich mir, dass dazu schon auch Eltern und alle Bekannten gut und verantwortlich für wären, aber alle sind sehr beschäftigt, die Köpfe voll..... da bleibt wohl zu wenig Besinnung und Kraft für.....

Weiter fällt mir dazu ein, dass es natürlich auch normal ist, zum Leben dazugehörig, eigene Erfahrungen zu machen. Dabei machen wir schon mal Fehler und Fehler verweisen meiner Ansicht nach auf Fehlendes. Sie regen uns also dazu an, etwas zu lernen. Wenn wir das dann beherzigen und tun, dann denke ich, ist erst mal alles gut.

Aber Situationen, in denen wir nicht klar kommen, die wird es wohl immer für uns geben. Man könnte in ihnen auch gesunde Herausforderungen sehen, die das eigene Leben spannend und abenteuerlich machen. Ist also auch alles ne Einstellungssache, wie ich meine.

Religion liefert schon auch Möglichkeiten für den Umgang im täglichen Leben. Nehmen wir etwas Bekanntes:
Liebe deinen Nächsten, so wie dich selbst. (Das findet sich an mehreren Stellen in der Bibel, unter anderem hier:  3. Mose 19,18, und in ähnlicher Form in fast allen Weltreligionen)
Wenn ich also meinen Nächsten lieben soll, wie mich selbst, so muss ich zuerst ein mal mich selbst lieben, um überhaupt einen anderen bzw. meinen Nächsten lieben zu können.
Vorrangig wäre dieser Aufruf also eine Anregung dazu, mich in Eigenliebe zu üben.
Das hat ganz reizende Auswirkungen!!! und viele Vorteile im Leben, wenn ich mich selbst lieben kann.
Eigenliebe verleiht mir z.B. eine ganz anziehende Ausstrahlung z.B. und diese wiederum finden andere auch sehr anziehend, womit Kontakte gleich viel geschmeidiger werden und überhaupt alles im Leben viel leichter geht.

Ich komme mir vor das Irgendwie alle verblöden

Sicherlich nicht alle. Aber gut, Ursprüngliches und Wichtiges bleibt schon mal zu sehr auf der Strecke, in unserer Schnelllebigkeit und Unruhe.
Am besten du schaust jetzt mal auf dich und deine Sache, damit du alles Wichtige in Erfahrung bringst. Und schon mal reicht es aus, sobald sich ein Problem zeigt, sich dann möglichen Antworten und Lösungen zuzuwenden. Man muss sich nicht zwingend für alle Eventualitäten wappnen und rüsten. Man kann schon so viel Vertrauen in sich und das Leben haben, dass wenn es ein Problem gibt, man ausreichend genug Fähigkeiten und Kräfte hat, diese dann zu meistern, so man das wirklich will.

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Kommentar von DerBube01
14.10.2016, 08:57

Ich hatte kein Elternteil der mir das beibringen konnte.

Mutter gestorben als ich 14 war. Vater Selbstständig und war nie da, also musste ich zu meiner Oma die schon fast 80 war, das was sie erlebt hatte passte nicht mehr zu meiner Zeit.

Ich hätte mir gewünscht das ich das in der Schule gelernt hätte.

Ich habe viel Mist gebaut aus Unwissen, Schulden , falsche Verträge usw, nunja war sehr teures Lehrgeld.

Trotzdem habe ich mein Leben gemeistert, mit sehr vielen Hürden, die man sich hätte sparen können, wenn jemand da gewesen wäre der es einem zeigen / beibringen könnte.

Warum nicht 1 Stunde je Woche in der Schule?

Denn Eltern sind auch nicht immer auf dem neusten Stand.

 

Das man mal Lehrgeld zahlen muss und seine Erfahrung selbst machen muss ist klar.

Aber eine Gewisse Vorbereitung wäre schon sehr Sinnvoll.

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Dein Hinweis ist mit Sicherheit nicht unbegründet.

Auch die Fragen vieler Jugendlicher in diesem Forum zeigen, dass viele mit simplen Dingen des täglichen Lebens nicht vertraut und damit hoffnungslos überfordert sind.

Einig sind wir mit Sicherheit wenn es darum geht, dass Lesen, Schreiben und das Beherrschen von Rechenvorgängen und insbesondere der deutschen Sprache  Grundlagen sind, die jeder einfach können muss.

Aber schon hier fangen doch bereits die Probleme an. Wenn Du die Rechtschreibung mancher Fragesteller siehst (und damit meine ich nicht die Tipp- und Flüchtigkeitsfehler) kann man doch eigentlich nur den Kopfschütteln. Sicherlich kann man dafür nicht nur die Schule bzw. die Lehrer verantwortlich machen

Auf der anderen Seite muss sich ein Lehrer auch mit den Unzulänglichkeiten des Schulsystems herumschlagen, dessen Schwächen längst als reformbedürftig erkannt sind. Eine wirkliche und grundlegende Reform scheitert jedoch immer wieder an den Tücken des Föderalismus.

Was gefragt ist wäre, ist die Eigeninitiative von Eltern und Schülern und zu der sind nur wenige in der Lage denn  - und schon bin ich wieder bei den Standardfragen in diesem Forum - ist die Penis- bzw. Brustgröße offenbar ein viel wichtigeres Thema für Jugendliche als das Verfassen eines simplen Textes.

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Meine Kurzfassung dazu lautet:

Bildung braucht kein spezielles Gebäude, das innerhalb einer gewissen Alterspanne zu festgelegten Zeiten zwangsweise besucht werden muss.

Lange Version:

Viele (auch europäische) Länder haben eine sogenannte Unterrichtspflicht. Wie und wo dieser Unterricht stattfindet, entscheiden die Eltern.
Das Procedere für die außerschulische Bildung ist von Land zu Land verschieden.
Bei manchen reicht es einfach mitzuteilen, dass das Kind zuhause (wobei das nicht wortwörtlich zu nehmen ist) lernt. Bei anderen wird eine jährliche Wissensüberprüfung durch das Schulamt unternommen.

Schule soll ja angeblich gut für die Sozialkompetenz sein *heftigenhustenanfallbekomm*.
Wenn ich mir so das Verhalten mancher Schüler betrachte, zweifle ich doch stark daran.
Von den Lehrern gibt es mehr als genug, die ebenfalls einen Kurs in Sozialkompetenz sowie respektvollen Umfang mit Schülern absolvieren sollten.
Ich kann nicht Respekt von diesen Kindern und Jugendlichen verlangen, wenn ich nicht bereit bin, diesen selbst zu geben.

Es hatte schon ein Römer (? Name vergessen) folgendes gesagt: "Nicht fürs Leben lernen wir, sondern für die Schule".

Natürlich wird gerne mit dem Totschlagargument "Allgemeinbildung" um sich geworfen und "es sei ja besser, wenn die Kinder von jedem etwas wüssten - schließlich könne 'man' ja nicht wissen, was sie später mal bräuchten".

Also lieber das Gießkannenprinzip anwenden, als individuell auf die Kinder einzugehen.

Bildung darf nichts kosten. Schon aus dem Grund ist das mit der Bildungschance eine Lüge.

Wer wirklich das lernen will, was ihn interessiert, sollte der Schule den Rücken kehren und seine Bildung selbst in die Hand nehmen.
Was immer mehr Eltern und Kinder machen.

Ach ja - die Institution Schule ist gar nicht daran interessiert, wirklich aufs echte Leben vorzubereiten.
Die ist noch im vorigen Jahrhundert (oder gar Jahrtausend) hängen geblieben.

Braves, nicht selbst denkendes Wählfutter ist denen am liebsten.

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Kommentar von OZwergO
14.10.2016, 18:38

Du schon wieder. Ich finde nicht schlecht was du geschrieben hast, aber was ich dazu denke weißt du schon. 

Zu der Frage: Die Schule kann uns nicht alles beibringen, manche Dinge bringen einem die Eltern bei (sollten es zumindest) oder bei anderen sammelten man seine eigenen Erfahrungen. :)

PS: kiniro, du hast mir immer noch keine Antwort, auf die Frage die ich dir in den Kommentaren gestellt hab, gegeben ;)

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Kommentar von OlliBjoern
15.10.2016, 00:27

In einem Punkt gebe ich Dir recht, man kann auch neben der Schule (und nach der Schule) Bildung erlangen. Allerdings halte ich die Folgerung, dass man der Schule "den Rücken kehren sollte", für deutlich übertrieben.

Auch wenn ich es nicht in der Schule mitbekam, worauf ich bei Verträgen zu achten hatte, so war ich doch mit meiner Schulzeit zu 80% zufrieden. Die anderen 20% waren Lehrer, die mehr demotivierten, statt motivierten, sowie ein paar schlechte Erfahrungen mit Mitschülern.

Dennoch sage ich, dass Sozialkompetenz schon dabei rüber kommt. Zuhause von den Eltern unterrichtet werden, klingt zwar zunächst irgendwie sympathisch, aber ich finde schon, dass der Kontakt zu Gleichaltrigen auch in der Schulsituation wichtig ist (auch wenn es zu Konflikten kommen kann; das muss man ja auch lernen).

Eltern können die Grundlagen (Lesen, Schreiben, einfaches Rechnen) beibringen, aber spätestens mit dem aktuellen Abiturstoff wären die meisten Eltern hoffnungslos überfordert (sowohl fachlich als vor allem auch zeitlich).

Die allermeisten Leute kommen ja mit Rechnungen, Überweisungen und Verträgen schon einigermaßen zurecht, auch wenn sie es nie in der Schule hatten. Dass man den Stoff mit ein paar lebenspraktischen Sachen anreichert, fände ich aber auch gut.

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Das Problem ist doch gerade, dass das Schulsystem die Vorstellung erweckt, Kindern bzw Menschen müsste alles beigebracht werden. Beim Beibringen soll die Schule aktiv sein, die Schüler bleiben passiv.

Kleine Kinder lernen stehen und laufen, bevor ihnen etwas beigebracht werden kann. Sie selbst sind aktiv, aus eigenem Interesse, sie wollen es können.

Erst mit der Schule, manchmal auch schon im Kindergarten, wird ihnen die Lust am Lernen vergrault. Jetzt dürfen sie  nicht mehr lernen, sie müssen lernen. Aber das ist ein anderes Lernen, abgetrennt von ihrem Interesse. Sie müssen schlucken, was ihnen vorgesetzt wird.

Das Können-wollen geht verloren, sie werden passiv und warten darauf, dass es ihnen (bei)gebracht wird. Die Verantwortung für ihr Leben und ihre Bildung wird ihnen genommen und der Schule und dem Staat übertragen. Ihnen bleiben nur das Beschweren und Fordern.

Es gibt natürlich auch Ausnahmen, die sogenannten Autodidakten, übersetzt Selbstbeibringer. Das ist so, als würde man Menschen, die ohne fremde Hilfe essen, Selbstfütterer nennen. Solche Selbstlerner haben auch keine Probleme, Überweisungen ausfüllen und ähnliches zu lernen.

https://machtnix53.wordpress.com/2009/12/11/bleibt-freude-lernen-7558080/

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Kommentar von EIfenstaub
17.10.2016, 20:53

Punktlandung, würde ich sagen!

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Kommentar von Bewusstuss
31.10.2016, 19:07

Gut geschrieben da gibt es sehr gute Doku s zu ...... Aber genau das wollen ja die obersten Brot und Spiele für uns ......die Kaufkraft muss steigen und der IQ sinken  -

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Ich finde schon, dass es sinnvoll wäre, so etwas auch in der Schule zu vermitteln!

Ich habe mir 18 ein Buch von meinen Eltern bekommen, in dem Rechte und Pflichten ab 18 Jahren aufgelistet waren und mir später ein Buch gekauft, dessen Titel in etwa lautete "was man bis 30 gelernt haben sollte". In beiden Büchern fanden sich wichtige Infos, die vorher noch gar keiner angesprochen hatte.

Man muss immer auch bedenken, dass es Schüler gibt, deren Eltern sich nicht kümmern, überfordert sind, von einigen Sachen selbst keine Ahnung haben. In dem Fall wäre es gut, wichtiges Alltagswissen auch Schülern zu vermitteln. Welche Versicherungen brauche ich wann wäre eine gute Sache. Viele haben erst mal keine Haftpflicht oder Hausratsversicherung, auch wenn sie ein WG gründen. Was ist sinnvoll, was ist Angstmacherei der Versicherungen/ Versicherungsvertreter. In einem Klamaukbuch eines Lehrers las ich mal ein Zitat an einen seiner Schüler: "Ich glaube nicht, dass du es schaffen würdest, einen Harzt-IV-Antrag auszufüllen!" Der Lehrer war mal selbst arbeitslos gewesen. Statt sich über den Schüler lustig zu machen, hätte er doch mal erklären können, was ihm dabei so schwierig vorgekommen war, was er recherchieren musste usw. 

"Welche Rechte habe ich eigentlich?" ist eine weitere Frage, mit der man viele Erwachsene verunsichern, unter Druck setzen oder zu unnötigen Zahlungen bringen kann, denn sie wissen darüber nicht Bescheid und sind unsicher, welcher Quelle sie trauen können. In diesem Zusammenhang könnte man auch erwähnen, dass eine Rechtsschutzversicherung sinnvoll wäre.

Grundsätzlich werden ja auch Erwachsene immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt, da sich Neuerungen zwingend ergeben, mit denen sie vorher nicht konfrontiert waren. Und sie können sich informieren. In der Schule wird Medienkompetenz und Umgang mit Internet und Computer gelehrt! Man könnte vielleicht noch praktisch üben, was man denn so googlen könnte/ sollte. Oft fällt Leuten gar nicht ein, dass sie DIES auch googeln könnten, wichtige Infos, die sie halt im Alltag brauchen.

Insbesondere sollte mehrfach in der Schule angesprochen werden, welche Rechte man hat, wie man die erfährt und durchsetzt. Immer noch lassen sich zu viele Erwachsene einschüchtern, wenn der Gegner mit Vorschriften, Rechten, Anwalt droht. Da wird dann lieber die unberechtigte Rechnung bezahlt oder die nicht erhaltene Ware bezahlt, "weil ich das ja nicht beweisen kann" oder "weil ich sonst vor Gericht muss". Viele wähnen sich dann alleine gegen einen Gegner + Anwalt, ohne zu bedenken, dass sie ja auch eine Rechtsschutzversicherung hätten abschließen können und dann ebenfalls einen Anwalt hätten, der ihnen nicht die Haare vom Kopf frisst.


Hin und wieder auch ganz praktische Unterrichtsstunden - wie mache ich was rund um Haushalt und Auto, letzteres eher in der Fahrschule - könnten auch nicht schaden. Wo fülle ich Öl nach etc. (im Auto) - einige stehen auch hilflos davor. Vielleicht ist das alles nicht umsetzbar, weil Schüler jetzt schon sehr lange Schultage haben. Aber wenn man mal eine Liste erstellen würde, Schüler fragen: "Was davon könnt/ wisst ihr? Was würdet ihr gerne lernen?" könnte sich ein Projekttag dafür im Jahr lohnen. Oder eine Projektwoche vor den Ferien.


PS

Ich hatte in einer 6er WG einen Mitbewohner, der mit über 20 zum ersten Mal Tütensuppe zubereitete. Das dauerte eine Stunde und er fragte ständig, ob das richtig sei. Eine Stunde Kochen in der Schule hätte dem sicher gut getan!

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Es gibt ja hier schon viele gute Antworten....

Ich würde auch sagen, dass es in erster Linie eine Sache der Eltern ist, die Kinder in Alltagsangelegenheiten zu unterweisen. Aber natürlich kann ein Schulfach, dass sich mit allgemeinen Dingen, wie Mietverträge, Bank, Finanzamt, usw. beschäftigt, sicherlich nicht schaden, weil Eltern ihrer Verantwortung da nicht immer gerecht werden, oder auch können.

Allerdings gibt es so etwas vereinzelt auch an Schulen. Wobei das auch "Blüten" treibt, wo ich mir nicht sicher bin, ob ich das gut finde. Zum Beispiel, habe ich mal einen Fernsehbericht gesehen, von einer Hauptschule, wo die Schüler im "Fach" Hartz 4 unterrichtet wurden. Wie füll ich einen Antrag aus, was steht mit zu, was muss ich beachten?

Ich bin mir nicht sicher, ob ein solches "Fach" auf das Leben vorbereitet, oder den Jugendlichen einfach nur zeigt, welchen Platz die Gesellschaft für sie vorbereitet hat. Motivation sieht anders aus.

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Hallo,

Ich finde auch, dass die Schule z.T. etwas wirklichkeitsfremd ist, sie hängt der Zeit hinterher und ja, einen nicht wirklich auf`s Leben vorbereitet - in einem noch weiteren und tieferen Sinn.

Zu viele theoretischen Sachen, die man im Kurzzeitgedächtnis gespeichert, sehr schnell wieder vergisst. Vieles hat keine große Bedeutung, weder für die Allgemeinbildung, noch für die persönliche Entwicklung des Schülers, kurzzeitige Fakten, die man nie wieder braucht. Und es ist halt sehr schade, weil es einem die Zeit raubt, in der man wesentlicheres hätte tun können, zu viele abgesessene Stunden, die man nicht wieder zurückholen kann.

Es ist ein System, das sehr schwer auf Veränderungen reagiert. Dabei ist es sehr wichtig, was man lernt und auch zu sehen, was man nicht unbedingt braucht. Soziale Kompetenzen erlangen? Da habe ich Zweifel, ob nicht vieles auch kaputt gemacht wird, bei den großen Klassen, durch das Schaffen von Konkurrenz, durchs Vergleichen, Miteifern, Mitlaufen,  ausgegrenzt werden ... So ist das Leben? Als Erwachsener ist man gesetzter und kann eher damit umgehen. Kinder sind oft auf sich alleine gestellt, können auch nicht alles mit den Eltern besprechen und schleppen alle möglichen ungelösten Konflikte mit sich rum, auch über Jahre.

Es müsste mehr Möglichkeiten der Schulbildung geben,  (private kann sich nicht jeder leisten), wenn man die Schulpflicht schon als Gesetz vorgibt.

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Dafür sind die Eltern doch zuständig genauso wie sie Dir beim Laufen lernen geholfen haben, mit Messer und Gabel zu essen, sich gegenüber Erwachsene bzw. Respektpersonen zu benehmen. So können sie Dich auf das Leben vorbereiten, dafür sind die Lehrer und die Schulen nicht zuständig. Dann bräuchte man doch keine Eltern mehr, dann würde es doch reichen Kinder in Reagenzgläser zu züchten.

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Wir hatten einen coolen Religionslehrer, bei dem wir genau solche Lebenswichtigen Themen durchgenommen haben, oder v.a. über aktuelle Sachen unterrichtet wurden (z.B. Organspende, Abtreibung, ...)

Und dabei war er niemals Meinungsbildend und hat gesagt "Ihr müsst Organspender werden" oder "Abtreibung is böse". Sondern er hat immer sachlich informiert, eher Diskussionen zwischen uns Schülern angezettelt und dabei jede einzelne Meinung akzeptiert.

Es gibt halt immer solche und solche Lehrer. Ich hatte auch schonmal eine Religionslehrerin, die meinte ihr Fach ist das wichtigste an der Schule, oder das gleiche bei einer Musiklehrerin.

Aber insgesamt hast du Recht. Mir hat zwar noch nie einer erklären müssen, wie ich Rechnungen zahle, oder Überweisungen tätige... aber bei Verträgen bin ich mir heute immer noch unsicher, weil ich nicht weiß, was da gefährlich sein könnte. Das ist wirklich ein Thema das mir in der Schule abging.
Das könntest du mal bei einem deiner Lehrer vorschlagen, bei nem passenden Fach, wie Wirtschaft, oder Deutsch würde gewissermaßen auch noch passen ^^

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Kommentar von DerBube01
14.10.2016, 12:07

Es war nicht für mich, sondern im Allgemeinen gemeint!

Ich kratz schon an der 40

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Ich finde auch, dass Schule in einigen Punkten durchaus noch etwas lebensnäher sein könnte.

Andererseits kann Schule auch nicht jede einzelne konkrete Frage oder jedes einzelne mögliche Problem beantworten bzw. lösen, sondern es geht dort mehr darum Kompetenzen, also Fähigkeiten, zu lernen und zu entwickeln, die man dann später auf alle möglichen Probleme selbst anwenden kann.

Solche Kompetenzen bzw. Fähigkeiten sind z.B.
- Lesen, Schreiben, Rechnen, Zeichnen etc. als Basisfähigkeiten
- selbstständiges, kritisches Denken, Schlussfolgerungs- und Übertragungsfähigkeiten etc. als erweiterte, höhere Fähigkeiten
- Geduld, Ausdauer, Konzentrations- und Durchhaltevermögen als Haltungen und Einstellungen, die man in der Schule trainiert usw.

Das sind die Dinge, die Du in der Schule lernst, die wirklich wichtig sind!

Eine Überweisung z.B. macht man heute andes als vor 20 Jahren (da gab es noch kein Online-Banking, keine IBAN etc.) und in 20 Jahren in der Zukunft wird man dies wieder ganz anders machen als heute. Wenn Du nur solche konkreten Dinge lernen würdest, würdest Du irgendwann in der Zukunft vielleicht ganz schön alt aussehen, weil Du nur Dinge gelernt hast, die mit der Zeit veralten.

Wenn Du die Schule absolviert hast, gehst Du einfach zu Deine Online-Banking-Account, klickst auf den Punkt "Überweisung", schaust Dir das Formular an und hast dann genug Fähigkeiten erlernt, um Dir zusammenzureimen, was Du tun musst, um die Überweisung durchzuführen.

Am besten wäre es vielleicht, noch häufiger anhand konkreter Probleme,
die Schüler wirklich haben, die grundlegenden Fähigkeiten zu trainieren.
Da wären dann zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Das versucht
die Schule ja auch schon oft so zu machen (z.B. mit Textaufgaben aus dem
echten Leben), aber das ist sicher noch ausbaufähig.

Natürlich könnte man manches auch ohne Schule auf anderem Weg lernen. Allerdings unterschätzen wir oft, was wir in der Schule gelernt haben, weil wir das für selbstverständlich halten und nicht wissen - und auch gar nicht wissen können - wie viel bzw. wie wenig wir wüssten und könnten, wenn wir diese Schulbildung nie gehabt hätten.

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Also... Solche Peanuts können Dir sicher Deine Eltern auch beibringen. Dafür braucht man doch keine Unterrichtsstunden zu verschwenden. Es hat eine Zeit gegeben, da hat man zu Hause auch religiöse, moralische Werte vermittelt bekommen.

Verblöden... ja. Denk ich mir auch manchmal. Aber die Schule ist daran - meiner Meinung nach - nicht schuld.

Ein gewisses Maß an Grundausstattung muss schon von zu Hause kommen. Grüßen, bitte und danke sagen, lernen wie man sich bei Tisch benimmt, was gut und was böse ist...

Es ist zwar bequem, aber die Schule kann nicht alle Aufgaben übernehmen. Dort geht es um Bildung. Und was man davon im späteren Leben wieder brauchen kann, das ist im Teeny - Alter schwer einzuschätzen.

DAS meine ich dazu.

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Kommentar von DerBube01
14.10.2016, 07:26

Also ich steh mit fast 40. voll im Leben, und komme ziemlich gut klar!

Mir bringen meine Eltern nichts mehr bei, eher Umgekehrt!

 

Manche Schüler haben aber keine gute Stube zu Hause.

Und wollen es besser als Ihre Eltern machen.

Und wer soll dann helfen?

FACEBOOK?

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Kommentar von DerBube01
14.10.2016, 08:55

Ich hatte kein Elternteil der mir das beibringen konnte.

Mutter gestorben als ich 14 war. Vater Selbstständig und war nie da, also musste ich zu meiner Oma die schon fast 80 war, das was sie erlebt hatte passte nicht mehr zu meiner Zeit.

Ich hätte mir gewünscht das ich das in der Schule gelernt hätte.

Ich habe viel Mist gebaut aus Unwissen, Schulden , falsche Verträge usw, nunja war sehr teures Lehrgeld.

Trotzdem habe ich mein Leben gemeistert, mit sehr vielen Hürden, die man sich hätte sparen können, wenn jemand da gewesen wäre der es einem zeigen / beibringen könnte.

Warum nicht 1 Stunde je Woche in der Schule?

Denn Eltern sind auch nicht immer auf dem neusten Stand.

 

Das man mal Lehrgeld zahlen muss und seine Erfahrung selbst machen muss ist klar.

Aber eine Gewisse Vorbereitung wäre schon sehr Sinnvoll.

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Die Schule ist nicht dafür gedacht einen Menschen auf das Leben vorzubereiten.

Sie ist dafür da, den ungefähren Intellekt eines Menschen nach einem festgelegten Standard zu ermitteln. Auf diese Weise gelingt es, die Menschen in bestimmte Kategorien einzuteilen, was für den Beruf maßgeblich ist.

Du lernst in der Schule z. B. Mathe, damit du ein Verständnis für das logische, strukturierte Denken entwickelst. Außerdem muss man im Leben, insbesondere im Studium und Arbeit auch mit Dingen umgehen können, die einem keinen Spaß machen. 

Außerdem bietet dir die Schule eine Möglichkeit dir bestimmte Informationen und Fertigkeiten anzueignen, die man ohne diese niemals erworben hätte. 

Aber im großen und ganzen wäre ich auch dafür, dass in der Schule mehr gelehrt wird wie man sich in unserer Gesellschaft zurecht findet, wie man sich und andere achtet, wertschätzt und respektiert. Richtige Manieren, richtige Ernährungsweisen, richtige Lebensweisen, Sport usw. 

Wenn wir eine Zusammenbruch unseres weltweiten Handels hätten, alles lahm gelegt wäre, und wir darauf angewiesen wären selber für unsere Nahrung zu sorgen, so hätten die Mehrheit der Schüler nicht mal einen Plan darüber, wie man was genau anbaut. 

Es sind nicht nur die ganzen bürokratischen Dinge, wie Überweisungen, Verträge usw. Sondern auch die einfachen Fragen des Lebens, wie überlebe ich in der Natur, wie gehe ich mit meinen Mitmenschen um?

Wieso man in der Schule noch Religion hat frage ich mich persönlich auch, entweder sollte man nur Philosophie oder ganz allgemeine Religionswissenschaften/Geschichte für alle Schüler unterrichten. 

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Konzept der Schule durchaus sehr veraltet ist, aber es jedoch nicht so schlimm wie es von Schülern immer behauptet wird. 

Schließlich ist die Schule auch ein Bildungsinstitut, und kein Ort, wo man alles lernt, das man zum Leben braucht. 


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Ich finde auch vieles ist nicht richtig dort. Viele Fächer braucht man schon. Aber soziales Verhalten ist heutzutage ein Problem. Das könnten Kinder wenigstens in der Schule lernen. Wenn es die Eltern schon nicht gebacken kriegen.

Religion finde ich auch wichtig. Ich komme aus einer Atheistenfamilie und habe meinen Religionslehrer gelöchert mit Fragen. War für mich ganz wichtig.

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Also ich bin der Meinung, 

dass Eltern auch noch einen Bildungsauftrag haben und somit die Eltern den Kindern sowas beibringen könnten. Immerhin wird schon die Schule dazu verteufelt, die Kinder falsch erzogen zu haben, wenn irgendwas mit den Kindern nicht stimmt, dann muss die Schule nicht noch verteufelt werden, wenn die Kinder nicht aufs Leben vorbereitet worden sind. 

Natürlich hat die Schule selbst auch ein Bildungsauftrag und versucht auch Defizite in der Familie auszubessern.. also unser Lehrer hat gesagt, dass ihn es motiviert Unterricht zu machen, weil er weiß, dass nicht alle Eltern zu Hause viel über die Wirtschaft also auch Kaufverträge verstehen und somit möchte er uns die Chance geben, sowas eben lernen zu können. 

Manche LehrerInnen bauen sowas in ihren Unterricht mit ein.. an manchen Schulen gibt es dafür auch Wahlkurse die man belegen kann.. komischerweise sind diese auf meiner Schule nicht beliebt gewesen.. ob der Schüler eventuell selbst nichts lernen wollte oder die LehrerInnen dort was falsch gemacht haben weiß ich nicht. 

Zudem kann ein Mensch auch selbst durch das Internet sich wissen aneignen.. es muss nicht für alles die Schule aufkommen.

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Meiner Meinung nach haben die so schon genug zu tun in der Schule.
Klar man lernt manchmal Sachen die man nicht mehr so viel braucht im späteren Leben, aber mit den meisten Sachen wird man konfrontiert.
Der Umgang mit dem Geld lernt mein Sohn z.B. Schon in der 2 Klasse.
Spätestens in der Berufsausbildung geht's dann mit anderen Dingen los was Leben angeht. Aber da sitzt (Also sollte) das Grundwissen eben von der Schule schon.
Mama und Papa sind ja schließlich auch noch da deren Job es auch ist die Kinder zu erziehen und den Weg ins Leben zu zeigen zu führen und zu helfen.
Aber da gehen die Meinungen ganz arg auseinander, das ist halt meine persönliche Meinung dazu.

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Eltern sind nicht immer eine gute Wissensquelle, gerade auch weil diese Quelle oft sehr subjektiv ist, selbst mancherorts unerfahren oder gar Falschinformationen vermittelt. Trotzdem vertrauen viele eben darauf, dass Eltern den Kindern dieses Grundwissen vermitteln.

Im Grunde wäre es am besten, wenn man Paukfächer abschafft, eher beibringt wie man lernt und sich Informationen beschafft und dann anstelle von Paukfächern eben noch Lebensnotwendiges vermitteln kann. Sodass sich Mensch auf seine Interessen spezialisieren kann, alleine durchs Leben kommt und sich nicht mit Sachen zu sehr ins Detail beschäftigen muss, die er später nicht mehr braucht. Zum Beispiel die Grundlagen der Mathematik sind für jeden nützlich, Integrale benötigen jedoch nur gewisse Berufsfelder. Grammatik und allgemeine Rechtschreibung kann auch jeder gebrauchen, aber ganze Literaturanalysen sind an den wenigsten Orten verlangt.

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Auf jeden Fall eine sehr gute Frage
Zum einen ist unser bürokratisches System, zu dem unser Schulsystem gehört total veraltet und träge. In den letzten hundert Jahren hat sich an der Art zu lehren kaum etwas fundamentales verändert. Zum anderen soll das Schul und Studiensystem stetigen Nachschub an Fachkräften garantieren, um die Großen Konzerne am laufen zu halten. Man bekommt leider nicht gesagt, wie einfach es mittlerweile ist selber zum Unternehmer zu werden. Das wichtigste ist sich selbst zu informieren und sich die Dinge selber bei zu bringen.

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Sorry, aber ein Kind auf das Leben vorzubereiten ist in erster Linie Aufgabe des Elternhauses und nicht der Schule.

Ich finde es schon bedenklich, wie einfach es sich doch heutzutage viele Eltern mit der Erziehung ihrer Kinder machen. Ist es denn Sinn einer Familiengründung ein Kind zu gebären, es dann drei Jahre lang für ca. 8 Stunden täglich in einer Kita verwahren zu lassen bzw. es drei weitere Jahre in einen Vollzeit-Kindergarten zu stecken und anschließend in einer Ganztagsschule unter zu bringen bis es schließlich reif für's Abitur bzw. für ein Studium ist? 

Dafür fehlt mir Leider jegliches Verständnis.

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Ich stelle hier fest, dass die Antworten von Unkundigen, Ignoranten und Schwarz-Weis-Denkern ebenso gegeben werden wie von Leuten, die versuchen den oder einen Kern zu finden und daraus die nötigen Schlussfolgerungen abzuleiten. In Summe finde ich dass jeder ein kleines bisschen Recht hat, aber am Meisten nicht Recht hat, weil das Thema "Auf das Leben vorbereiten ein unglaublich vielfältiges Thema ist, was auch nur sehr komplex vermittelbar ist. Am deutlichsten stört mich, dass viele meinen, die Zuständigkeiten von Schule, Eltern und wer weis ich noch wem getrennt werden muss. Dabei weis doch ein jeder, dass kein Mensch dieser Welt in der Lage ist, alles zu wissen, alles zu können. Jeder weis auch, dass die meisten Angelegenheiten des Lebens viele verschiedene Zusammenhähge haben. Deshalb möchte ich als Hauptargument feststellen, dass die Vorbereitung auf das Leben nur in der komplexen gemeinschftlichen Zusammenarbeit zwischen Eltern, Schule, Gesellschaft, Religion und eigenen Erfahrungen passieren kann. Das beginnt im Elternhaus, geht über die Schule und die Berufsausbildung und dem Freizeitleben ins Berufs- und eigene Familienleben, ohne, dass das Lernen jemals aufhört, weil sich die Welt und damit das Leben ständig weiterentwickeln. Junge Leute sollen selbst wissen, welchen Weg sie im Leben gehen wollen, habe ich in einer Antwort gelesen. Wie soll das funktionieren, wenn die Eltern sie nicht neben den ersten Erfahrungen der Eltern altersgerecht für die Schule präpariert werden, dort eine Allgemeinbildung erhalten, die mit den weiteren Erfahrungen der Eltern, dem eigenen Erleben bei Einkäufen, Kauf von Tickets für´s Kini, Fussball, etc. verknüpft werde, manche mit dem Pastor über Religionen und Ähnliches unterrichtet werden, üm erste Überblicke allgemeiner Art zu erhalten, die später in der Schule mit der weiteren theoretischen Unterrichtung anhand von praktischen Beispielen zu lernen, welche beruflichen Möglichkeiten bestehen. Allerdings gehören für die spätere Berufswahl auch eine sachkundige Berufsberatung, die ich vielerorts vermisse, denn junge Menschen sollen doch nicht nur für Berufe interssiert werden, sondern auch in die Lage versetzt werden, entscheiden zu können, solche Berufe eine lange Lebenszeit auszuüben, ohne dass es voll langweilig wird bei allem Drang zum Geldverdienen. Aber es beginnt schon in der Schule in den Grund- und Sekundärstufen, in denen z. B. kaum noch jemand in der Lage ist, im Kopf einfache Zusammenhänge zu berechnen. Nun werden viele sagen, dafür haben wir doch Taschenrechner, Computer - na klar habt Ihr die - aber wer kennt denn tatsächlich zum Einen noch die Zusammenhänge die zu einer Formel führen und ist in der Lage etwas zu rechnen, wenn sich eine Bedingung ändert. Wer kann schon garantieren, dass man sich beim Eintippen in die Elektronischen Geräte nicht mal vertippt in der Kommastelle ? Wie wird denn kontrolliert, ob die Ergebnisse wenigstens in der Grössenordnung stimmen wie folgender simpler Vergleich zeigt: 1,5 x 1,5 = 2,25 # 1,5 x 15 = 22,5 # 15 x 15 = 225 Wer kann so etwas noch als Überschlagsrechnung erledigen. Ich stelle fest aus meiner Umgebung, dass das nur noch ein sehr kleiner Prozentsatz kann. Leider - und ich gebe daran werde den Eltern, die so etwas unterstützen sollten, oder Schulen, die das üben sollten, die Schuld, sondern den Bildungsplänen, die teils eben lebensfremd sind und sich zum grössten Teil darin erschöpfen, sich über die Reformen und Zuständigkeiten zwischen Bund und Ländern streiten, anstatt für die Jungen Leute etwas zu tun, denn die sind die Zukunft. Ich könnte ein Buch darüber schreiben, so viele Punkte wären zu erwähnen.

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