warum vergisst man die sprache nicht wenn man sein Gedächtnis verliert?

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5 Antworten

Das kommt darauf an, aus welchem Grund man sein (meistens Kurzzeitgedächtnis) verliert, (z.B. bei Unfällen), die Sprache ist woanders gespeichert.

aha, gibt es vielleicht Fällen , bei denen man die ganze Sprache verliert ? 

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@Ahmadhasan

Mit Sicherheit, aber das kommt seltener vor, bei Schlaganfällen eher, glaube ich.

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Also das ist denke ich ziemlich schwer zu erklären, wir haben ja richtig viele Neuronen und alles mögliche in unserem Gehirn, es gibt richtig viele Bereiche wo verschiedene Dinge abgespeichert werden, es ist ja nicht nur ein Bereich aus dem das ganze Gehirn besteht. Und es kommt immer drauf an welcher Bereich beschädigt ist. Das Sprachzentrum, müsste komplett ausgelöscht sein um die Sprache zu vergessen, was quasi unmöglich ist, es kann beschädigt, werden so dass es zu Sprachstörungen kommt wie zum Beispiel Stottern. Aber komplett ausgelöscht eher weniger, meistens sind davon Dinge betroffen die eben wirklich im Kurzzeitgedächtnis sind.

Interessante Frage, die sich nicht in einem Atemzug beantworten lässt. Es gab auf jeden Fall auch schon Fälle, in denen Personen nach Unfällen/Traumata mit anschließendem Koma ihre Erstsprache zwar nicht mehr sprechen konnten, dafür jedoch eine Sprache, die entweder Zweitsprache war oder aber unterbewusst durch das soziale Umfeld aufgenommen wurde. Schau z.B. mal hier: https://www.welt.de/vermischtes/article159031379/Nach-Koma-spricht-US-Teenager-fliessend-spanisch.html


Wie vorher schon erwähnt, ist der Sprachverlust im Bezug auf Gedächtnisverlust sehr selten und nicht ganz klar!
Jedoch muss man auch beachten, dass es nicht nur "den einen einzigen" Gedächtnisverlust gibt.

Man unterscheidet zwischen anterograder Amnesie, und retrograder Amnesie.

Bei der anterograden Amnesie, ist es dem Patienten nach einem traumatischen Erlebnis nicht mehr möglich ist, Informationen in sein Langzeitgedächtnis abzulegen, Informationen vor diesem Ereignis sind jedoch nach wie vor vorhanden. Paradebeispiel dafür ist der Patient H.M. dem aufgrund lebensbedrohlicher epileptischer Anfälle der Hippocampus entfernt werden musste. Somit konnte er keine Informationen in sein Langzeitgedächtnis befördern. Jedoch erlernte er motorische Fähigkeiten wie das Golfspielen, ohne sich je zu erinnern es erlernt zu haben!

Bei der retrograden Amnesie, ist es nicht möglich Gedächtnisinhalte abzurufen, die kurz vor oder bei einem traumatischen Ereignis gespeichert wurden. Es ist aber nach wie vor möglich Informationen im Langzeitgedächtnis abzulegen.

Man kann seh rwohl auch die Sprache verlieren.

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