Warum übertreiben viele mit ihren glauben bzw. Religion?

9 Antworten

Extremismus gibt es überall - in jeder Religion genauso wie in jeder politischen oder sonstigen Überzeugungsrichtung.

Als Atheist reagierst Du ein wenig empfindlicher auf religiöse Aussagen. Das kann ich Dir sehr gut nachfühlen. Ich bin zwar kein Atheist, aber ein Religionsverweigerer. Ich verweigere auch den Glauben daran, dass es überhaupt irgend ein höheres Wesen geben soll - egal welchen Namen es trägt.

Daher betrifft mich das genauso, wie Dich. Aber ich kann für mich persönlich damit realtiv gut umgehen, da ich mir eben meine eigene Ansicht von jedweden Glaubenssystemen geschaffen habe.

Ich kann Dir daher auch nur zu Akzeptanz und Tolranz gegenüber jedeglicher Religion raten - selbst wenn diese versuchen, Dich zu missionieren.

So lange Du nicht mit Sicherheit sagen kannst, dass nach dem Tod alles aus ist, müsste es Dich interessieren.

Nehmen wir an, es stimmt, was in der Bibel oder im Koran steht, dann gibt es ein Leben nach dem Tod. Gemäss der Bibel ein ewiges Leben. Jedoch ein Leben, dass nicht allen gefallen würde.

Es ist noch nie jemand zum Himmel hinaufgestiegen außer dem Menschensohn, der vom Himmel herab auf die Erde gekommen ist. 14 Du weißt doch, wie Mose in der Wüste eine Schlange aus Bronze an einer Stange aufrichtete, damit jeder, der sie ansah, am Leben blieb.[4] Genauso muss auch der Menschensohn erhöht werden[5], 15 damit jeder, der glaubt, durch ihn das ewige Leben hat[6]. 16 Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben. 17 Gott hat nämlich seinen Sohn nicht zu den Menschen gesandt, um über sie Gericht zu halten, sondern um sie zu retten. 18 Wer an ihn glaubt, der wird nicht verurteilt. Wer aber nicht an ihn glaubt, über den ist das Urteil damit schon gesprochen. Denn er weigert sich, Gottes einzigem Sohn zu vertrauen. 19 Und so vollzieht sich das Urteil: Das Licht ist in die Welt gekommen, aber die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht. Denn was sie taten, war böse. Johannes 13-19

Mein Freund ist sehr überzeugter Christ und hat mich auch von seiner Religion überzeugen sollen.

Seiner Meinung nach wollte er mir helfen, weil er durch die Kirche und den ganzen Aktionen (so was wie Landheimfahrten etc.) jede Menge Spaß und neue Freunde gefunden hatte. Er war der Meinung, dass es mir auch sehr viel Spaß machen würde...

Mit der Bibel erklärt er sich seine Welt und er ist der festen Überzeugung, dass es nur so ist und nicht anders sein kann. Und aus dieser Überzeugung heraus, handelt er eben. Er hält sich strikt an die Gebete, Abläufe und was es nicht alles gibt, weil er glaubt, dass dann Gott ihm in schweren Zeiten helfen will (usw.).

Das kommt manchmal in den Konflikt der Wissenschaft, wenn ich zum Beispiel von der Urknalltheorie oder ähnlichem erzähle. Dann fängt er an, mit seinem Argumenten, an die er glaubt, mich davon zu überzeugen, dass meine Ansicht falsch ist und seine richtig.

Genauso, wie ich es mit ihm mehr oder weniger mache.

Es sind halt zwei verschiedene Weltansichten, zu denen jeweils das dazugehört, was man selbst für richtig hält. Je nach dem, wie sehr man andere Sichtweisen akzeptiert, nimmt man halt andere als mehr oder weniger "übertrieben" oder "merkwürdig" war. Dabei ist es vollkommen egal, ob man nun religiös ist oder nicht. Aber wenn man die Wissenschaft auch als 'Weltanschauung' (zumindest in gewissen Teilen zum Beispiel die Entstehung der Erde) behandelt, fällt es mir zumindest leichter, es aus seiner Sicht zu sehen.

Mich überzeugt gar nichts und dabei bleibt es auch, für mich existiert eine Welt mit Religionen nicht.

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@DasChristKin611

Er kann mich auch nicht überzeugen, davon abgesehen. Dennoch versucht er es. Das kann manchmal merkwürdig vorkommen, weil ich diese Ansichten zumindest nicht teile oder nachvollziehen kann. Dennoch finde ich, sollte man Religionen akzeptieren - weil man selber auch so akzeptiert werden möchte, wie ich mir eben die Welt erkläre.

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@DasChristKin611

Die Welt mit ihren Religionen existiert aber, du musst schon sehr fest die Augen zusammenkneifen, um das nicht zu sehen.

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Die innere Überzeugung drängt uns alle zu einer Stellungnahme. Vor allem dann, wenn das was man als Kind gelernt hat, durch eine andere Überzeugung ersetzt wird. Beispiel: Man glaubt als Kleinkind, dass der Storch die Kinder bringt. Dann erfährt man etwas anderes und beginnt sofort anderen von dieser tollen Neuigkeit zu erzählen. Im Grunde genommen ist es mit dem Missionieren nicht anders. Man wird auch nicht als Atheist geboren, sondern wurde, wodurch auch immer, zu einem. Es wiederholt sich. Man will seine "neue" Überzeugung loswerden!

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung
Es ist gar viel Dummes in den Satzungen der Kirche. Aber sie will herrschen, und da muß sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.
(Goethe, zu Eckermann)

Deswegen ist ihr Zwangsneurose, alle zu bekehren bzw zu missionieren.

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