Warum trägt kaum einer noch feine Kleidung?

25 Antworten

Nun ja, von den anderen, die sich "feine Kleider" nicht leisten konnten,

wurde nicht fotografiert, daher gibt es keine Bilder von ihnen und erzeugen somit ein "besonderes, elitäres Bild" der Gesellschaft.

.. der gute Anzug, das gut Kleid, verschwand nach den Anlässen wieder in den Schränken und die "weniger eleganten" kleideten wieder die Körper. Das allerdings unfotografiert.

Gehst Du heute auf einen Ball, eine Hochzeit, in die Oper usw. auch in den Hochglanzzeitschriften (das Pendant Deiner beispielhaften Bilder), kannst Du die Ausstaffierten sehen, die Du vermisst.

Schau Dich mal um.

Dazu muss ich sagen, kam es aber früher nicht vor, dass man Personen in bunter Kleidung und lachend auf einem Friedhof antraf, mit Hausschuhen zum Abitur der Kinder oder das auf dem Dorf oder in der Schule ohne zu Grüßen an Erwachsenen vorbei gegangen wurde. Im Gespräch mit Erwachsenen die Hände in der Hosentasche, im Restaurant die Cap auf dem Kopf, beim Buffet von A nach Z und von Z nach B laufen etc.

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@M3199
Dazu muss ich sagen, kam es aber früher nicht vor, dass man Personen in bunter Kleidung und lachend auf einem Friedhof antraf,  ...

Dazu könnte man auch sagen, dass früher in Deutschland, auch Frauen nicht ohne Kopftuch das Haus verließen.

(.... heute kritisieren wir das)

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@KHSchindelar

Natürlich durften Frauen in den 50er und 60er Jahren das Haus ohne Kopftuch verlassen. Wie kommen Sie denn darauf?

Und natürlich ist es zu kritisieren, wenn Frauen dazu gezwungen werden. Wer es freiwillig mag kann dies umsetzen, aber der Zwang ist keine Kritik, sondern in Deutschland nicht erlaubt.

Was hat das mit der Kleidung und dem Verhalten auf einem Friedhof zu tun?

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@M3199
Natürlich durften Frauen in den 50er und 60er Jahren das Haus ohne

:o) Wie wäre es mit pers. Erfahrung ?

Was hat das mit der Kleidung und dem Verhalten auf einem Friedhof zu tun?

Das frage doch dort nach, wo es genannt wurde

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@KHSchindelar

Erstens weiß ich es aus meiner Familie und von Historikern und zweitens nur, weil es damals manchen Frauen von Männern untersagt wurde ändert es doch nichts daran, dass das deutsche Gesetz genau das heute nicht mehr erlaubt und die Frau es selbst zu entscheiden hat und dieses Recht gilt es zu verteidigen.

Das habe ich doch getan. Sie haben es doch aus meiner Antwort heraus zitiert.

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@M3199

Das war mein Text...

Dazu könnte man auch sagen, dass früher  in Deutschland,auch Frauen nicht ohne Kopftuch das Haus verließen.

... von Verbot, gar gesetzlich steht da nichts.

Es stand auch nie etwas in Gesetzen, welche Farbe die Kleidungsstücke haben müssen. Weder bei Frauen noch bei Männern.

Es gab auch (zivil) keine gesetzliche Vorschrift, Halb- oder Hohe Schuhe oder Stiefel zu tragen.

Das meiste unterliegt der Gepflogenheit in der Gesellschaft und der jeweiligen Mode.

Je dörflicher umso konservativer.

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Hallo!

An dieser Situation haben die 68er eine größere Schuld als oft angenommen -----> sie rebellierten gegen alles Etablierte und damit auch gegen diese Kleidung, die du beschrieben hast.

Die Generation, die heute so ca. 50 ist, machte es dann oft auch so und verschmäht noch heute das Meiste von dem, was ihre Eltern gut fanden und empfahlen, dazu zählt eben auch "gute" bzw. anlassentsprechende Kleidung. Die schlimmsten und geschmacksbefreitesten Mode-Fehltritte, an die ich mich erinnerte, leisteten sich nicht etwa irgendwelche Kiddies und Teenager, sondern eher deren Elterngeneration ... das war sehr oft mehr als grenzwertig, selbst an öffentlichen und durchaus "vornehmen", teilweise sehr hohen kirchlichen Anlässen, und es war dann auch richtiggehend peinlich, da hat man sich fremdgeschämt und fragte sich was in denen vorgeht, wenn nebendran fünf Leute in Sakko und Anzug oder Kostüm und Hosenanzug stehen/sitzen, während man selber mit ausgewaschenen Jeans, Shirt und Sneakers danebenstand und sich immerhin dazu aufraffen konnte einen ungebügelten Blazer zu tragen "weil der Junge Kommunion hat" / witzig im zweifelhaften Sinn war auch eine Theateraufführung einer Jugendgruppe diesen Sommer: Es war echt heiß, aber weit mehr als eine Mutter kam in die Abendvorstellung im sehr kurzen Jeansrock und das hätte man echt eleganter und würdevoller lösen können, zumindest bei einem solchen Event. Aber der Opa und die Oma wären ja schon in den Sonntagsgottesdienst mit Anzug und Rock/Weste/Bluse gegangen, also muss man da ja gegenschießen und den Kontrapunkt setzen^^ nun denn, wenn's sein muss.

Es ist aber zu beobachten, dass meine Generation (bin ein 1990er) sich oftmals wieder relativ zurückhaltend und konservativ/gedeckt kleidet und auch bei offiziellen Anlässen durchaus in der Lage ist, sich entsprechend passend anzuziehen, also bereit ist Jeans, Longsleeve, Sneakers oder unmöglich knappe/kurze Teile zuhause zu lassen, wenn es einfach nicht mit dem Anlass konform geht. An den Jugendlichen, mit denen ich beruflich immer mal wieder zu tun habe (mein Job spielt sich gelegentlich an festlichen schulischen Anlässen ab -----> Zeitung), zeichnet sich Ähnliches ab im sehr Positiven.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung
An dieser Situation haben die 68er eine größere Schuld als oft angenommen -----> sie rebellierten gegen alles Etablierte und damit auch gegen diese Kleidung, die du beschrieben hast.

Eine Schuld, mit der sich durchaus leben lässt.

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Sei unbesorgt . damals wie heute gab / gibt es genügend Menschen, die das trugen, was "Mode" war und Mode ist keine Weiterentwicklung, sondern ein Wirtschaftszweig

Und deshalb wiederholt sich Mode (in wesentlichen Teilen) in größeren Zeitabständen - also "unmoderne" Klamotten nicht entsorgen, sondern aufheben, bis sie wieder topmodern sind

Oder halt einfach nur das tragen, was einem selbst gefällt und den Zweck erfüllt: den Körper zu bedecken und warm zu halten

Tjaa, diese mode "trends" werden ja von gewissen Modedesignern gemacht, es gibt genug interviews mit solchen leuten. Diese sind der auffassung, dass sie nur das designen was die Leute wollen.

Nja, ich denke das ist ein kontroverses Thema.
Allein schon bei Frauenkleidung - die Suche nach der bequemen Jeans. oder andere Sachen halt, unterhalte dich mal mit nem Mädel darüber^^

Bei Männern gehts da noch, aber generell sind irgendwelche Modedesigner irgendwann mal fully retard gegangen und das ergebnis hast du ja gut beschrieben.
Aber das was du beshreibst sind halt extreme, dazwischen gibt es auch noch das was man als "normal" überall an Mode sieht :)

So ist es halt, alles ist im Wandel und vielleicht rennen wir alle irgenwann wieder in Anzügen rum. Ein Teil unserer älteren Generation hat den Anzug noch öfters an :)

Weil das Tragen von zerrissenen und abgetragenen Klamotten am Anfang eine Art Protest gegen die schön gekleideten Spießer (mit Treviraschlips und Cordhosen) war.

Wie immer in unserer übersättigten und hirnlosen Konsumgesellschaft hat sich dieser Protest dann in eine finanziell lohnende Mode verwandelt.

Warten wir mal auf den nächsten Trend, z.B. bei Tatoos. Wahrscheinlich wird es dann schick, die durch seine Kinder ausmalen zu lassen. Und dann gibt es auch wieder Eltern, die das zu einem Geschäft machen. Kinder als Tatoo-Ausmaler vermieten.

Viele Menschen sind so unsicher, dass sie sich nur in die Öffentlichkeit trauen, wenn ihr Outfit dem gerade propagierten Modeideal entspricht, selbst wenn es so irrsinnig ist, wie beispielweise Jeans mit Löchern bei 10° unter Null zu tragen.

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