Warum trägt kaum einer noch feine Kleidung?

28 Antworten

Es wurden eh schon ein paar gute Antworten genannt.
Ich denke aber, dass es auch daran liegen könnte, dass damals noch nicht so viel und überall fotografiert wurde.
Heute im Digitalen Zeitalter sind Bilder schneller festzuhalten.
Aber damals gab es noch keine Smartphones mit dem man viel und vor allem uneingeschränkt fotografieren konnte.

Vielleicht haben die Menschen zu der Zeit sich dann eben auch förmlicher gekleidet wenn es mal dazu kam das fotografiert wurde.
Da man dann eben auch schick aussehen wollte. Denn Filmrollen sollten dann
auch nicht verschwendet werden.
Ergo sieht man dann nur Menschen die schick gekleidet waren ;-)

Auch denke ich das es auch auf die Orte ankommt woher die Fotos stammen.
In der Stadt waren die Menschen sicherlich öffters schick angezogen als am Land.
Wenn man sich alte Bauernfotos anguckt wo diese am Feld arbeiten stellt man fest, dass sie natürlich auch Arbeitskleidung getragen haben.
Die dann auch zerrissen war usw.

Und naja Mode verändert sich und wiederholt sich auch immer wieder.
Vielleicht kommt also wieder mal die Zeit, wo sich die Menschen wieder mehr eleganter anziehen.

Allerdings habe ich eine sehr freie Vorstellung was die Kleidung betrifft.
Ich finde jeder Mensch soll das tragen dürfen was er/sie will.
Wenn ich zB. heiraten sollte, wird es keine Anzugspflicht geben. Jeder soll so kommen wie er/sie will.
Ich will nicht das sich jemand in einen Anzug zwängen muss nur weil ich es will.
Da ich einige Freunde habe die sich darin eben nicht wohl fühlen.
Ich finde jeder sollte das tragen dürfen indem man sich am wohlsten fühlt. Denn alles andere ist dann nur oberflächiges verstellen.

Aber diese Einstellung habe ich auch bekommen, da ich oft mit dem Vorurteil konfrontiert wurde/werde, dass ich zu overdressed angezogen bin.
Denn tatsächlich mag ich total gerne elegante Kleidung und fühle mich darin
sehr wohl :-)
Ich trage (fast) täglich Hosenanzüge oder Kostüme (oder wie ich sie nenne Rockanzüge :-D ) in kombi mit elegante Tops und Pumps oder High Heels.
Dazu kombiniere ich auch manchmal einen schicken Hut und wenn es das Wetter verlangt einen knielangen Trenchcoat oder einen knielangen Wintermantel.
Ich liebe diesen Stil und trage diesen nun schon seit ca. 4 Jahren.
Naja und wenn man eben in der Freizeit auch so rumläuft wurde ich auch schon sehr oft als zu overdressed wahrgenommen.
Aber mittlerweile haben sich alle die ich kenne daran gewöhnt, dass ich so rumlaufe und stellen keine dummen Fragen mehr ^^

Aber genau deshalb da ich wegen diesem Stil so oft angesprochen wurde ob ich mich nicht zu overdressed gekleidet fühle und ob ich mich darin wirklich wohl fühle habe ich die Einstellung bekommen, jeder sollte immer das tragen dürfen in dem er/sie sich am wohlsten fühlt.
Daher kann ich es Leuten nachempfinden wenn diese sich in einem Anzug nicht wohl fühlen und dann dafür angesprochen werden warum sie denn keinen tragen weil es alle anderen auch tun. Das kann sehr nervig sein, vor allem da es eh nur oberflächig ist.
Das ist aber natürlich nur meine Meinung :-)

Ich lege sehr viel Wert auf Körperpflege, Kleidung und ein gepflegtes Äußeres. Wenn das gegeben ist passt Alles, denn Schönheit einer Person interpretiert sowieso jeder etwas anders. Die Form und den Stil zu wahren sowie bestimmte Werte zu pflegen ist eine Art des Respekts. Kommt man dem nicht nach kann einem außerhalb des Berufes natürlich nichts passieren, es sei denn es ist eine Kleiderordnung vorgegeben. Als respektlos kann dies aber trotzdem empfunden werden, weil es dann nicht den Stilen und Formen, die man in Deutschland erwartet, entspricht. Deshalb muss man sich in bestimmten Berufen oder vor einem Auslandsaufenthalt stets gut informieren. Schafft man dort auch den Respekt macht man einen sehr guten ersten Eindruck und die Chance hat man nur einmal.

Ja früher auf dem Geld trug man zerrissene Kleidung, weil das Geld fehlte. Man hätte die vornehme Kleidung nur zum Ausgehen, Anlässe, Feier- und Sonntage. Ist man nicht entsprechend gekleidet gewesen hätte dies negative Folgen.

Sollten Sie zu ihrer Hochzeit ohne Anzug erscheinen, dann hat kein anderer anwesender Mann einen Anzug zu tragen, weil sich niemand besser zu kleiden hat, als das Brautpaar.

Dieser Hochzeit würde ich persönlich allerdings fernbleiben, weil ich auch als Gast nicht ohne Anzug erscheine. Es wäre weder dem Anlass, noch dem was ich dort erreichen möchte entsprechend.

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Ich denke, das hat auch nicht unbedingt was mit Mode zu tun, sondern auch damit, wo man arbeitet. Ich arbeite mit Kindern, und würde mir mehrmals am Tag den feinen Zwirn zerreißen, mit Klebstoff übergießen, etc. Das wäre ein teurer Spaß, und deswegen trage ich Jeans und Pullover. Wenn ich irgendwo fein eingeladen bin, nehme ich auch die schwarze Hose und eine Bluse.

Aber zugegebener Maßen sind Jeans und Shirt auch einfach bequemer.

Zerrissene Hosen sind einfach eine Modeerscheinung, die sind bestimmt in ein paar Jahren wieder verschwunden. Mein Arbeitgeber verbietet z.B. solche Hosen im Dienst... .

Hallo!

An dieser Situation haben die 68er eine größere Schuld als oft angenommen -----> sie rebellierten gegen alles Etablierte und damit auch gegen diese Kleidung, die du beschrieben hast.

Die Generation, die heute so ca. 50 ist, machte es dann oft auch so und verschmäht noch heute das Meiste von dem, was ihre Eltern gut fanden und empfahlen, dazu zählt eben auch "gute" bzw. anlassentsprechende Kleidung. Die schlimmsten und geschmacksbefreitesten Mode-Fehltritte, an die ich mich erinnerte, leisteten sich nicht etwa irgendwelche Kiddies und Teenager, sondern eher deren Elterngeneration ... das war sehr oft mehr als grenzwertig, selbst an öffentlichen und durchaus "vornehmen", teilweise sehr hohen kirchlichen Anlässen, und es war dann auch richtiggehend peinlich, da hat man sich fremdgeschämt und fragte sich was in denen vorgeht, wenn nebendran fünf Leute in Sakko und Anzug oder Kostüm und Hosenanzug stehen/sitzen, während man selber mit ausgewaschenen Jeans, Shirt und Sneakers danebenstand und sich immerhin dazu aufraffen konnte einen ungebügelten Blazer zu tragen "weil der Junge Kommunion hat" / witzig im zweifelhaften Sinn war auch eine Theateraufführung einer Jugendgruppe diesen Sommer: Es war echt heiß, aber weit mehr als eine Mutter kam in die Abendvorstellung im sehr kurzen Jeansrock und das hätte man echt eleganter und würdevoller lösen können, zumindest bei einem solchen Event. Aber der Opa und die Oma wären ja schon in den Sonntagsgottesdienst mit Anzug und Rock/Weste/Bluse gegangen, also muss man da ja gegenschießen und den Kontrapunkt setzen^^ nun denn, wenn's sein muss.

Es ist aber zu beobachten, dass meine Generation (bin ein 1990er) sich oftmals wieder relativ zurückhaltend und konservativ/gedeckt kleidet und auch bei offiziellen Anlässen durchaus in der Lage ist, sich entsprechend passend anzuziehen, also bereit ist Jeans, Longsleeve, Sneakers oder unmöglich knappe/kurze Teile zuhause zu lassen, wenn es einfach nicht mit dem Anlass konform geht. An den Jugendlichen, mit denen ich beruflich immer mal wieder zu tun habe (mein Job spielt sich gelegentlich an festlichen schulischen Anlässen ab -----> Zeitung), zeichnet sich Ähnliches ab im sehr Positiven.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung
An dieser Situation haben die 68er eine größere Schuld als oft angenommen -----> sie rebellierten gegen alles Etablierte und damit auch gegen diese Kleidung, die du beschrieben hast.

Eine Schuld, mit der sich durchaus leben lässt.

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Das gibt es heute auch noch, nur nicht für den Alltag. Es sei denn, man muß sich aus beruflichen Gründen "fein" machen.........wie in Banken oder großen Firmen, wo man eben representieren muß.

Die heutige Kleidung, die alltäglich geworden ist, ist auch besser und einfacher zu pflegen als früher. Das hat damit auch zu tun.

Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, wo ich Sonntags sowie zu Festtagen wie Weihnachten in chicke Klamotten gezwängt wurde, wie ins Samtkleidchen und schwarze Lackschuhe tragen mußte.....die 2 Nummern größer, damit die eben recht lange paßten.

Heute macht das keiner mehr, weil auch die Kids bequeme und gut zu reinigende Kleidung tragen sollten.

Und es steht jedem frei, sich elegant oder chick zu kleiden, auch heute noch.

Die Bilder, die du aus dieser Zeit kennst, sind wahrscheinlich Modefotos. Oder die Aufnahmen von Familienfeiern aus Omas Fotoalbum.

1965 fand meine Mutter es ganz entsetzlich, dass ich schwarze (!!!) Cordhosen mit Schlag (heute bootcut) trug, dazu knöchelhohe Boots und einen Pullover, der aussah, als gehörte er meinem grossen Bruder (den ich nicht hatte 😁). Dann habe ich mir noch eine Levi's in der Herrenabteilung gekauft, damit die Hose auf der Hüfte saß. Die Verkäufer waren total irritiert 😂😂😂. Und dann kam der Minirock.....

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