Warum sollte ich mich in der Schule anstrengen, wenn mein Studiengang nicht zulassungsbeschränkt ist?

Das Ergebnis basiert auf 10 Abstimmungen

Diese Einstellung ist falsch 60%
Diese Einstellungen ist akzeptabel 20%
Was anderes 20%

8 Antworten

Kann das schon nachvollziehen. Aber es gibt einen großen Haken:

Was Du, wie die meisten jungen Leute, mich damals eingeschlossen, nicht auf dem Schirm hast ist, dass sich Interessen und Lebenswege ändern können und das häufig auch tun, gerade in dem Alter.

Ich hab so gedacht wie Du. Mein Ziel war "bloß nicht studieren, mach ne gscheite Ausbildung und geh arbeiten".

Hab ich gemacht, Abi mit "Schoner-Fächern" und 3,2 abgeschlossen, Ausbildung gemacht, die war ziemlich gut, aber dann hat es mich eben doch gepackt, und ich mich für ein Elektrotechnik-Lehramtsstudium entschieden.

Das Studium war EXTREM schwierig, und das lag letztendlich an genau dieser Einstellung während der Schulzeit, bei mir war nämlich Mathe das schlechteste Fach. Hätt ich in der Oberstufe mal ein bisschen was gschafft, hätt ich mir später nicht beibringen müssen, was Integrale, komplexe Zahlen usw. sind.

Woher ich das weiß:Beruf – BBS-Lehrer (Elektrotechnik) in Rheinland-Pfalz
Was anderes

Lernen hat einige Nebeneffekte:

- Man findet heraus was für ein Lerntyp man ist.

- Man lernt mit vielen Aufgaben umzugehen (Der Stoff ist im Studium komplexer und von der Menge ist es weitaus mehr .)

- Man lernt mit Druck umzugehen. Mittelmäßig zu sein ist, würde ich sagen, kein Problem aber zu den besseren zu gehören >12 bringt einiges mit. Darunter zählt der Umgang mit Druck, Management, bewusste Planung der Taktik, Selbstkontrolle... und das braucht man im Studium.

- Man lernt sich selbst etwas besser kennen und wo in etwa die Grenzen und Stärken sind.

- Man lernt, dass das Leben nicht nur aus Dingen besteht, die man mag und das man sie trotzdem machen muss. (Ein gewisser recht großer Teil des Studiums wird einen nicht wirklich interessieren und trotzdem wird man diesen ebenfalls aufsaugen müssen.)

habe ich recht?

Ich denke nicht. Vielleicht wirst du mal später für dich herausfinden, dass du nicht für gute Noten oder andere Menschen lernst, sondern allein für dich. Es ist dein Leben und dein Anspruch an dich, der dich treiben sollte.

Klar kann man auch mit ner 3 aus dem Abi rausgehen oder das Studium mit einer 3 beenden. Aber wenn der Anspruch nur der sein sollte einfach nur das Minimum zu machen oder nur Energie in Dinge zu stecken, von denen du glaubst, dass sie dir was bringen, wirst dus wohl später in der Informatik genauso schwer haben wie im Leben.

Das Ganze ist wohl eine Einstellungssache und wenn man die in der Schule nicht hat, dann denke ich, dass es auch im Studium oder später bei der Arbeit damit nicht losgeht.

Dafür gibt es mittlerweile zu viele in der Branche, die einfache 0815 Arbeit ausführen.

Diese Einstellung ist falsch

Zwar sagst du jetzt, du würdest an der Uni lernen, aber das Lernen und Selbstorganisieren muss man auch erstmal lernen. Dafür ist die Schule gedacht. Es ist schön, wenn man da so durchkommt, aber umso härter wird dich der Lernstress an der Uni oder im späteren Berufsleben treffen.

Außerdem hätte ich lieber ein super Abi mit ein wenig Anstrengung, anstatt ein mittelmäßiges Abi, wenn ich genau weiß, ich könnte das auch besser. Bist du nicht ein wenig enttäuscht, wenn du eine 3 zurückbekommst, obwohl du mit einer Stunde mehr Lernen eine 2 oder 1 geschafft hättest?

Diese Einstellung ist falsch

Lernen zu lernen ist nicht wirklich einfach. Wer studiert muss erstmal wissen wie man lernt. Wenn du direkt nach dem Abi studieren willst, dann solltest du das können! Ich hatte nach einem Jahr Pause mega Probleme wieder zu lernen. UndMathe wirst du definitiv brauchen, dann lern doch auch für dieses Fach, die Grundlagen sind Vorraussetzung, da wird nichts mehr wiederholt. Bestimmt sind auch andere Fächer wie Englisch wichtig.

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