Warum sind viele Deutsche voreingenommen gegenüber Türken?

25 Antworten

Hierbei zu sagen, dass „viele Deutsche" voreingenommen gegenüber Türken seien, ist meiner Meinung nach übertrieben.

In Wirklichkeit sind es nicht hautpsächlich Türken, die sich Deutschland niederlassen. Es sind ebenso Kurden, Griechen und Syrer,  auch vor der Flüchtlingswelle 2015, sowohl dazu viele andere Menschen mit verschiedenen Nationalitäten nach Deutschland kamen.

Für mich, als Deutschen, sind solche Personen (obwohl die meisten schon seit Generationen hier leben) keinesfalls schlechte Menschen, Platzwegnehmer oder „Asoziale".

Der Begriff „Asozial", bzw.  „Assi", ist heutzutage leider allumfassend. Raucht jemand. - Asozial. Lästert jemand. - Asozial. Trägt jemand Jogginghosen - Asozial. Das Wort wird meiner Meinung nach so gut wie immer falsch genutzt.

Natürlich sind sämtliche Verhalten unangebracht und mögen einen falschen Eindruck verleihen, doch einen direkt als „asozial" abzustempeln, ist eher falsch, als das Wort zu nutzen.

Es mögen wohl nicht alle Deutsche so gestimmt sein wie ich (wie es auch genug andere sind), doch von „vielen" zu reden, ist wahrscheinlich übertrieben.

Vor 50 Jahren könnte es gut sein, dass ein größerer Teil der Deutschen eher komisch gestimmt war, doch dies schwindete wohl mit der Zeit.

Nur weil größere Gruppen von Personen mit anderer Nationalität auf eine Hauptschule oder eine Realschule gehen und eher weniger ein Gymnasium, geschweige denn eine Universität besuchen.

Nur deswegen zu sagen, dass diese deswegen dumm sind, ist Schwachsinn. Denn auch genügend (evtl. sogar mehr) Deutsche besuchen Hauptschulen. Und selbst eine Hauptschule oder Sonderschule zu besuchen, sollte keineswegs heißen, minderwertiger oder dumm zu sein, doch leider sind viele andere Leute mit Vorwürfen ausgerüstet.

Warum jetzt genau Vorwürfe von genügend Deutschen kommen, leigt wahrscheinlich tief in den Genen der Menschen, daher es schon vor Jahrhunderten Vorwürfe gegen andere existieren.

https://youtube.com/watch?v=Zdwcb8xRVmk

Diese Doku könnte die ganze Frage von deiner Seite aus eventuell besser beantworten.


Hiermit will ich noch mal beilegen, dass ich wie gesagt nichts gegen Personen mit einer anderen Nationalität nichts habe und dass selbst ich Wurzeln irgendwo anders her habe, selbst wenn man sieh mir beim Anblick nicht direkt ansehen mag.

Im Grunde machst du das, was du kritisierst: du verbreitest das Vorurteil, dass "viele deutsche voreingenommen gegenüber türken" seien.

Ich sage: du liegst falsch! Es sind nur wenige Deutsche, eine Minderheit, die pauschal über Türken urteilen, wie du es beschrieben hast!

Man muss also differenzieren: die Deutschen in der übergroßen Mehrheit sehen Türken, die hier geboren sind oder wenigstens "viele Jahrzehnte" mit Deutschen zusammenleben, die die deutsche Sprache beherrschen, also in der Gesellschaft integriert sind oder sogar "die deutsche Staatsangehörigkeit" besitzen, als ihre Mitmenschen und Mitbürger an. Warum auch nicht? Nur eine kleine Minderheit der Deutschen hat auch gegen diese türkischen oder türkischstämmigen Mitmenschen Vorbehalte.

Die Gruppe von Türken jedoch, die zwar schon "viele Jahrzehnte" in Deutschland leben, mit Deutschen aber wenig bis nichts zu tun haben wollen, die die deutsche Sprache nicht oder unzureichend beherrschen, keinen Schulabschluss erwerben, keinen Beruf erlernen, die sich also nicht in die Gesellschaft integrieren wollen, auf Kosten der Gemeinschaft leben, vielleicht sogar kriminelle oder gar extremistische Anwandlungen haben und die Deutschen nicht als ihre Mitmenschen und Mitbürger ansehen, diese Gruppe von Türken ist sehr schlecht angesehen und in der Tat wenig beliebt sowohl bei der o. g. Minderheit, aber auch der übergroßen Mehrheit der Deutschen und selbst bei den integrierten türkischstämmigen Mitbürgern! Das ist meine Erfahrung!

Noch eine Bemerkung: Meine Erfahrung zeigt mir auch, dass zwischen der Gruppe von Türken, die sich nicht integrieren wollen, und der Gruppe von Deutschen, die pauschal und undifferenziert alle Türken bzw. türkischstämmigen Menschen - und nicht nur die! - in Deutschland ablehnen, viele Gemeinsamkeiten bestehen, z. B. Bildungsferne, extremistische Haltungen, Neigung zu asozialem bzw. kriminellem Verhalten, materiell prekäre Lebenssituationen. Auch wenn sie sich hassen: diese deutschen wie türkischen Gruppen leben beide außerhalb der deutschen Gesellschaft und haben sich in einer gemeinsamen Außenseitergruppierung der deutschen Gesellschaft gewissermaßen "integriert".

MfG

Arnold

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Ich arbeite als Historiker.

Es ist auch meiner Meinung nach ein Thema, das sehr Situationsabhängig ist, ich denke Türken im sozialen Brennpunkt in Köln oder Berlin werden ganz anders behandelt und verhalten sich demnach auch ganz anders, als Türken/Ausländer auf dem Land im Schwarzwald oder so. 

Entscheidend ist auch woher sie kommen, es ist ein gravierender Unterschied ob ein Türke aus dem Osten, Norden, oder Westen der Türkei stammt. Sie unterscheiden sich alle in ihrer Mentalität, in ihrem Glauben (also ob streng oder liberal) und Aussehen. 

Ich als Türke kann sagen, dass nach so vielen Jahren die meisten Deutschen die Türken nicht mehr wirklich als Fremde sehen, sondern fast schon als "Teil" der Bevölkerung. 

Ich finde so viele Vorurteile haben die Deutschen gegenüber den Türken jetzt gar nicht mehr, zumindest keine schlimmen. 

Und die meisten Vorurteile, wie "Sie respektieren unsere Religion nicht" oder "Sie beherrschen unsere Sprache nicht" stimmen meistens leider überein, aber nicht immer. 

Und gerade, weil sie so häufig übereinstimmen, sind vor allem diejenigen, die wenig mit Türken zutun haben, oft voreingenommen gegenüber den Türken.

Natürlich sind nicht alle Türken gleich. Ich denke, es hängt auch sehr stark von den eigenen Erfahrungen ab, die man mit Türken gemacht hat. Bei mir beispielsweise, überwiegen die negativen Erfahrungen mit Türken die positiven Erfahrungen.

Zerstörte Wohnungen, Sachbeschädigung, Belästigung in der Öffentlichkeit, das sind alles Dinge, die ich selbst schon sehr oft erlebt habe, und in den meisten Fällen waren es nun mal türkischstämmige Jugendlichen oder sogar ganze Familien im Fall der verschandelten Wohnungen.

Dazu kommt noch, dass ich viele Türken persönlich kenne, teilweise sogar ser gut mit ihnen befreundet bin/war und sie mir oft erzählen, wie es sich so in einer türkisch/ muslimischen Familie lebt. Besonders oft sind es die Mädchen und Frauen, die unter den Regeln der Familie leiden. Denn obwohl sie in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, gewähren die Familien, meistens auch einfach nur der Vater, den Frauen kaum Freiheiten.

Insofern denke ich, dass da schon etwas dran ist, wenn man sagt, dass es oft einfach an mangelnder Integration, und schlichtweg einfach fehlender Bildung liegt.

Besser hätte man es nicht erklären können...top

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Warum sind die Deutschen voreingenommen ???

Mir fällt da jetzt mal so ganz spontan ein:

  • Du Opfer
  • Dhimmi (Tributpflichtiger)
  • Schweinefresser

Find ich tatsächlich auch sehr unpassend und unhöflich. Sowas sagt man einfach nicht.

Die Schubladen:

  • Wer mal den Unterricht auf einer Hauptschule besucht hat, der geht mit sehr vielen Fragen nach Hause.
  • Unerfreulichkeiten in den Schulen und auf Straßen sind bekannt.
  • Unerfreulichekeiten haben sogar dazu geführt, dass Medien ihren Sprachgebrauch dahingehend geändert haben, dass man nicht mehr von Türken sondern pauschalierend von Südosteuropäern reden soll, da man zuviele Problemberichte hatte, die Tendenzen aufzeigen.
  • Religöse Probleme sind bekannt, aber da muss man die Türken mal in Schutz nehmen, da ist es nicht eine Nationalität, da ist es vielmehr der Islam der den Umgang mit Andersgläubigen reguliert.
  • Dazu kommen dann noch die Unerfreulichkeiten der Parallelgesellschaften, zu denen dann auch schon viel berichtet wurde.

Wir leben schon so viele Jahrzehnte miteinander, haben die deutsche
Staatsangehörigkeit, aber werden immer noch von vielen wie Fremde
behandelt.

Da möchte ich dann korrigieren. Viele haben eher den Eindruck, man lebt nicht miteinander, man lebt eher nebeneinander.

.....und das finde ich, kann man den Deutschen nicht anlasten. Gerade die Deutschen haben nach dem 2. Weltkrieg zu den Zeiten des Wirtschaftswunders fast jede Nation hier gehabt. Denke ich mal an Griechen, Ex-Jugoslawen, Portugiesen, Spanier, Polen, Russen oder Italiener, die haben sich prima integriert, null Probleme und alles ist super.

Mein Rat:

Ich würde die Problemlösungen an anderer Stelle suchen.

Wer den Koran liest, der ist nicht voreingenommen, sondern der weiß, dass die, die den Koran leben Probleme machen.

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@3plus2

Was für ein bödsinn probleme machen null ahnung von islam ( sagen dir leute die islam angeblich kennen) 

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