Warum sind intelligente Menschen oft Außenseiter?

14 Antworten

Ich antworte mal aus der Sicht eines "Betroffenen":
Es spielt wahrscheinlich vieles zusammen, zusätzlich bin ich auch sehr introvertiert. Ich kann mit den meisten Menschen einfach nichts anfangen, vor allem in Gruppen, wenn es nur um (unter anderem "banale") Gesprächsthemen geht, die mich nicht interessieren, wie Alkohol, Fußball, Autos, etc. Selbst wenn ich mal mitreden könnte, gehe ich eher unter, weil ich mich schlecht durchsetzen kann und von anderen unterbrochen werde. Deshalb unterhalte bzw unternehme ich nur gerne etwas mit 1 anderen Person. Hier führe ich auch lieber tiefgründige Gespräche, als z.B. Smalltalk. Von Partys halte ich mich zudem grundsätzlich fern.

Weil Intelligenz oft mit Attributen wie deutlich erhöhter Sensibilität einhergehen KANN (definitiv nicht "muss"). Das kann soziale Interaktionen erschweren.

Außerdem können sich Mitmenschen auch schlicht und einfach abgeschreckt davon fühlen, wenn sie ein intelligentes, schnell denkendes Gegenüber haben.

Unterschiedliche Interessen von Kindesbeinen an führt dazu, dass sie als kleine Kinder nicht ganz so gut mit Gleichaltrigen klar kommen. Das führt dazu, dass sie nicht so gut ihre sozialen Kompetenzen trainieren können, weshalb sie auch später eher Schwierigkeiten in sozialen Situationen haben.

Zumindestens ist das bei mir so. Ich konnte mich als Kind super mit Erwachsenen unterhalten, mochte es z.B. mit 13 mich stundenlang mit einem Arbeitskollegen meines Vaters über Banken, Wirtschaft und Politik zu reden, habe in der Schule sehr oft versucht meinem Mitschülern Konzepte näher zu bringen, die ich ihnen nicht verständlich erklären konnte bzw. Die sie einfach nicht interessierten, und wurde dadurch oft schief angeschaut.

Ich weiss noch wie Bekannte Monopoly Junior gespielt haben... und ich entsetzt war wie simpel und langweilig das gestaltet war. Ich habe in der ersten Klasse mit dem alten Monopoly angefangen, das mit DM, das, wo man in den Tausendern rechnet. Mein Mutter hat meinem Bruder, 1,5 Jahre jünger als ich, als ich in der 1. Klasse war die Hausaufgaben kopiert, weil er die unbedingt auch machen wollte.

Natürlich ist es dann manchmal schwer gleiche Themen und Interessen zu finden, bei dem sich beide Seiten geschätzt und wichtig fühlen und bei denen es ein Hin und her Spiel ist.

Weil nur wenige auf der gleichen Art und Weise wie die ,,intelligenten,, denken. Würde aber nicht sagen, dass die Intelligenten deshalb bzw überhaupt Außenseiter sind.

Weil sie meist reifer sind als ihr Umfeld was dazu führt dass sowohl sie sich von ihrem Umfeld distanzieren als auch ihr Umfeld sich von ihnen distanziert. Sie können nicht miteinander umgehen.

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