Warum sind die meisten Rassisten dort wo es am wenigsten oder gar keine Ausländer im Dorf gibt?

7 Antworten

Mit fällt dazu noch ein Beispiel aus der NS-Zeit ein.

War mal bei einem interessanten Vortrag bezüglich der Judenverfolgung in Bayerisch-Schwaben im Kulturmuseum in Augsburg.

Da wurde von einigen Ortschaften erzählt, in denen es nie zu Pogromen gegen Juden kam, nicht mal 1938. Darunter war auch der Geburtsort meiner jüdischen Oma.

In diesen Orten gab es zu der Zeit eben noch sehr viele Juden. Und dort fiel man auf die dummen Behauptungen der Nazis bezüglich der Juden überhaupt nicht herein, weil man ja die betreffenfen Leute gut kannte.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Weil sie dann wenig mit "Ausländern" zu tun haben und viele Vorurteile haben

Weil sie dadurch meist nur Vorurteile haben, die aufgrund der niedrigen Zahl der Minderheit entweder bestärkt wird oder nicht widerlegt werden kann.

Also ich komme aus NRW, habe nur mit Ausländern zutun, und habe keine Vorurteile, die Ausländer sind wirklich so Asozial. Abgesehen davon muss man nur die Medien verfolgen, Clans, Radikale Moslems, Flüchtlinge die Vergewaltigen, einfach mal aufhören die Augen zu verschließen😁

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@LordFlakko

Tja, Das sagt alles über dich, schön die Augen verschließen und wegschauen.

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Das kann man immer wieder beobachten. Ich denke, diese Leute kennen kaum Ausländer. Dazu kommt noch, dass gewisse Parteien Hetze verbreiten. Und gewisse Zeitungen berichten auch immer nur über das Negative. Es wird über die 10 Ausländer berichtet, die kriminell sind und sich nicht integrieren. Über die 1000 Ausländer, die ein ganz normales, ehrliches, integriertes Leben führen, liest man nichts.

Ein besonders krasses Beispiel ist übrigens der Amerikaner Daryl Davis, ein schwarzer Musiker. Er hat es geschafft, dass zahlreiche Mitglieder des rassistischen Ku-Klux-Klan ihre Haltung überdachten und aus dem Klan ausstiegen - nur durchs reden mit diesen Leuten.

Mal als Beispiel: Davis spielte Musik in einer Bar. Ein Weißer setzte sich in die Nähe und hörte zu. Die beiden kamen ins Gespräch. Einige Tage später kam es erneut zu mehreren Gesprächen zwischen diesen beiden Männer. Irgendwann gestand der Weiße, dass er Mitglied im Ku-Klux-Klan sei. Er sagte auch, dass Daryl Davis der erste Schwarze sei, mit dem er mal richtig gesprochen habe. Der Weiße wunderte sich, weil Daryl Davis gar nicht den rassistischen Vorurteilen entsprach, die er bei im KKK gelernt hatte.

https://sz-magazin.sueddeutsche.de/wild-wild-west-amerikakolumne/ein-schwarzer-pianist-entmachtet-den-ku-klux-klan-83122

Ich kenne einen Neonazi, der in einem Ausländerviertel wohnt (No-Go Gebiet in der Stadt) und er hängt immer mit einem Klappstuhl vor dem Kiosk rum. Also liegst du falsch

Du denkst also, das Verhalten eines einzelnen Neonazis widerlegt das, was man in der Vergangenheit schon öfters gesehen hat?

Zudem hat man in der Vergangenheit ja immer wieder sehen können, das sich Nazis bzw. Neonazis alles so hinlegen, wie es ihnen gerade passt. Die gehen Döner essen, hetzen aber über Türken. Ich kannte auch mal so einen Neonazi in meiner Schulzeit. In der Schule hatte er kein Problem mit türkischen Mitschülern, aber außerhalb der Schule hing er nur mit anderen Neonazis rum und skandierte "Ausländer raus".

Oder, um es noch deutlicher zu zeigen: der damalige Chef der SA, Ernst Röhm. Der war homosexuell, das allgemein bekannt, aber die Nazis haben das ignoriert, weil sie ihn brauchten. Nach einiger Zeit haben sie ihn dann nicht mehr gebraucht und wollten ihn loswerden. Er wurde verhaftet - als Begründung wurde seine Homosexualität genannt.

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