Ich finde ihn gut weil

Ein früherer Kollege von mir, der im Sommer 1989 über Ungarn floh, hat mir das einmal so erklärt:

Es was schon bekannt, dass nach der 40-Jahrfeier der DDR der Nachfolger Egon Krenz werden würde. Man erhoffte sich dadurch einige Erleichterungen.

Als es dann im Mai 1989 zu dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens kam, und Egon Krenz das Erschießen der Demonstranten verteidigte, ahnten man wohl, dass es unter Krenz eher noch schlimmer werden könnte, als unter Honecker. Deshalb haben dann sehr viele versucht, über Ungarn oder die Tschechoslowakei in den Westen zu gelangen, was ja dann auch gelang.

Es war ja zu DDR-Zeiten nicht so, dass man seinen Urlaub planen konnte, wie man wollte. Und eine Reise in einen der sozialistischen Bruderstaaten wurde sowieso nicht jedem genehmigt. Dadurch wuchs mehr und mehr die Unzufriedenheit im Land. So kam es dann ab 04. September 1989 zu den Montagsdemonstrationen.

Mein Kollege meinte, dass er durch die Politik Gorbatschows erst den Mut entwickelte, aus der DDR zu fliehen.

Gorbatschow ist mir jedenfalls sympathischer als Putin.

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Ja

Es muss wirklich nicht sein, dass man andere immer sofort in irgendeine Schublade steckt. Meist stellt es sich nämlich hinterher raus, dass man nur blöde Vorurteile hatte.

Also ich hab halt einfach in vielen Dingen meinen eigenen Kopf. Probleme hatte ich hin und wieder mit meinen Eltern deswegen, die eben schon sehr spießig waren. Eben so typische "Prä-68er", wenn ihr versteht, wie ich das meine. Nach ihrer Vorstellung wäre es ihnen wohl am liebsten gewesen, wenn ich schön brav das "Heimchen am Herd" gegeben hätte!

https://www.buecher.de/shop/paar/gute-maedchen-kommen-in-den-himmel-boese-ueberall-hin/ehrhardt-ute/products_products/detail/prod_id/08495992/

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Man weiß doch mittlerweile, dass Anne Frank ihre ursprünglichen Aufzeichnungen ab Frühjahr 1944 für eine eventuell spätere Veröffentlichung überarbeitet hat. Erst da verwendete sie die Decknamen.

Somit kann man ihre überarbeitete Fassung schon als Literatur einstufen.

Eventuell findest Du auf der Seite des Anne-Frank-Hauses noch weitere Argumente.

PS: Am liebsten lese ich Biografien, Tagebücher und Romane, die im Zusammenhang mit historischen Ereignissen stehen, wobei ich mich besonders für die NS-Zeit und den WK2 interessiere.

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Eventuell sind diese Links etwas hilfreich, eventuell immer etwas runterscrollen:

https://www.aerzte-ohne-grenzen.de/geschichte-2015-2016

https://www.aerzte-ohne-grenzen.de/geschichte-2013-2014

https://www.aerzte-ohne-grenzen.de/geschichte-2011-2012

Übrigens wurde die finanzielle Unterstützung von Flüchtlingscamps teilweise drastisch gekürzt, wodurch es zu unhaltbaren Zuständen in den Lagern kam.

https://www.google.com/amp/s/www.sueddeutsche.de/politik/welternaehrungsprogramm-un-kuerzen-lebensmittelhilfen-fuer-syrische-fluechtlinge-drastisch-1.2172709!amp

Daher flohen manche dann weiter bis nach Europa.

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Warum sollen diese Kurse erst nach einer Anerkennung gemacht werden und nicht schon vorher?

Es gibt ja auch welche, die zwar keine Anerkennung bekommen, aber geduldet werden.

Allerdings finde ich es nicht gut, wenn mit Zwang hantiert wird.

Außerdem kenne ich ziemlich viele Leute, die sich super integriert haben, ohne dass sie je einen solchen Kurs besucht hätten. Das wurde nämlich Jahrzehnte lang erst gar nicht angeboten. Bei Einigen, die in den 60ern als Gastarbeiter zu uns gekommen sind, wäre es jedenfalls sehr hilfreich gewesen. Die Basis zur Entwicklung von Parallelgesellschaften wurde nämlich schon in dieser Zeit gelegt. Aber hinreichende Integration war wohl damals noch gar nicht das Ziel.

Es kamen zu uns aber auch welche, die schon sehr gut Deutsch beherrschten.

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In welchem Land werden ihre Produkte hergestellt.

Wenn dann diverse Länder genannt wurden (unter Umständen Bangladesch oder allgemein Südostasien!), eventuell als weitere Frage: Wird von Ihrem Konzern geprüft, unter welchen Bedingungen dort produziert wird? (bezüglich Kinderarbeit usw.! Es gibt ja immer wieder ganz verheerende Vorfälle:

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-11/brand-bangladesch-fabrik?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F

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9Es ist eher die Frage, wer von den ganzen Abgeordneten nicht Mitglied in dem "Verein" war.

Zum Beispiel Mitglieder der SPD, viele von denen lebten im Exil in Schweden, weil sie von den Nazis verfolgt wurden (Wehner und Brandt zum Beispiel, um nur einige zu nennen).

Aber wer von den anderen nun Täter oder nur ein Mitläufer war, wage ich nicht zu beurteilen.

War ja nach der Wiedervereinigung genau das Gleiche. Wer war da nun tatsächlich ein IM und wer wurde nur bespitzelt!

Also die wirklich ganz großen Täter wurden in den Nürnberger Prozessen verurteilt, außer diejenigen, die sich rechtzeitig "vom Acker" machen konnten, meist Richtung Südamerika.

Das mit dem Rößler ist schon ein ganz starkes Stück. Die anderen werden wohl eher "ganz kleine Fische" sprich Mitläufer gewesen sein.

Diejenigen, die man diesbezüglich befragen könnte, müssten ja weit über 90 sein. Mein Onkel war zu Anfang des WK2 drei Jahre alt.

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Es gibt leider auch sehr viele, die einfach nur Vorurteile gegen über allen Fremden haben und da besonders gegenüber Muslimen.

Sicher benehmen sich manche Muslimen auch daneben, doch ist das noch lange kein Grund alle Muslimen in einen Topf zu werfen.

Wenn sich ein Deutscher daneben benimmt, differenziert man es doch auch.

Außerdem haben sehr viele auch nicht wirklich Ahnung vom Islam und behaupten Dinge, die so gar nicht stimmen.

Dazu sollte man sich mal die Vorträge von Vera Birkenbihl über den Islam ansehen, die man auf YouTube finden kann.

Seit 2009 engagiere ich mich in einem Helferkreis. Aber ich kenne schon seit Langem sehr viele Ausländer und bisher hatte ich noch nie irgendein Problem mit Muslimen und sonstigen Ausländern.

Bei uns hibt es doch das Sprichwort: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. ... Das bedeutetso viel wie: So wie man jemanden behandelt, reagiert dieser auch darauf.

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Da Uganda in der EU als sicheres Herkunftsland gilt, gibt es gar keine Chance, dass man einen Asylantrag anerkennt.

Über das Fachkräfteeinwanderungsgesetz könnte es aber klappen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

https://fachkraefteeinwanderungsgesetz.de/

Über eine Heirat versuchen es ja immer wieder welche. Wenn das Amt aber feststellt, dass es nur eine Scheinehe ist, wird wahrscheinlich rigoros abgeschoben.

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Wie man allein schon auf diese Frage kommen kann, die letztlich unterstellt, dass die Überlebenden der Schoa undenkbar gewesen wären!

Dazu dann noch der scheinheilige Hinweis, sachlich zu bleiben

Hintergrund der Frage ist wohl wieder mal nur der Versuch zu hetzen.

Mit ein paar wenigen Klicks hätte man entsprechende Seiten finden können, wie die vielen Antworten zeigen, die fast allesamt auf Yad Vashem hinweisen.

שלום

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Warum sollte man nicht Holocaust verwenden dürfen.

Eigentlich verwende ich den Begriff "Schoa" nur, wenn ich mich mit Leuten unterhalte, die Juden sind.

Jetzt gebe ich aber mal ganz offen zu, dass ich diesen Begriff hin und wieder auch nutze, wenn ich ganz bewusst so "ewig Gestrige" provozieren will! Meist werden die dann gern so "schön ausfällig"!

Denn wer nicht mehr weiß, was er sagt, sagt was er wirklich denkt!

שלום

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Andere Antwort.

In meiner Verwandtschaft gibt es ein paar Leute, die KZ-Überlebende waren, zum Beispiel ein Bruder meines Großvaters mütterlicherseits und eine Cousine meines Vaters. Der Rest der Familie hatte einfach nur unheimliches Glück.

Deshalb mache ich mir in keinster Weise darüber Gedanken bezüglich eines schlechten Gewissens oder Schuld.

Was mir dazu immer einfällt ist folgendes:

Ihr seid nicht schuld an dem, was war, aber verantwortlich dafür, dass es nicht mehr geschieht. “ (Max Mannheimer 1920-2016, Holocaust-Überlebender)

Was mich aber seit einiger Zeit erschüttert:

Die neuen Sündenböcke sind jetzt die Muslimen oder auch die gesamten Asylbewerber geworden.

Es heißt doch nicht umsonst:

Wehret den Anfängen.

Leider merken es viele gar nicht, aber einige sind leider auf dem besten (schlechtesen!) Weg in eine Wiederholung, wenn es so weitergeht.

שלום

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So wie sich Deine Erklärungen zur Frage anhören, klingt es für mich fast wie der Versuch, die NS-Zeit irgendwie zu verharmlosen.

Ob es in Nordkorea wirklich schlimmer ist, als in Deutschland zur NS-Zeit kann Dir niemand so genau sagen.

Aber Sippenhaft ist in vielen Diktaturen verbreitet.

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Da passt für mich überhaupt nichts.

Natürlich geht dieses Thema nicht emotionslos an mir vorbei, aber nicht weil ich mich dafür schämen oder mich schuldig fühlen würde.

Der Punkt, dass man das als unangenehmes Thema ansieht, unterstellt ja quasi, dass alle Deutschen zwischen 1933-1945 Nazis gewesen sein müssten, und man ein Nachfahre davon wäre. Das ist viel zu verallgemeinernd. Das passt aber zu meinen Verwandten, die diese Zeit erlebt hatten, erst recht nicht.

Es gibt unter meinem Verwandten einige Dachau-Überlebende. Der Rest meiner Verwandtschaft hatte nur unglaublich viel Glück.

Insgesamt fällt mir dazu immer folgendes ein:

„Ihr seid nicht schuld an dem, was war, aber verantwortlich dafür, dass es nicht mehr geschieht. “ (Max Mannheimer1920-2016, Holocaust-Überlebender)

שלום - Schalom

PS: Bei solchen Umfragen, könnte es nicht schaden, ein wenig weiter zu denken.

Es gibt genügend Leute in Deutschland, die Nachfahren von Opfern sind, oder viel später erst nach Deutschland kamen....

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