Warum schläfern manche Tierärzte Pferde wegen Koliken ein ?

18 Antworten

Da es hier schon so viele gute und richtige Antworten gab, schließe ich daraus das du einfach nicht zuhören willst, oder einfach keine Ahnung hast was der Prozess der Kolik in einem Pferd anrichtet. Meine Eltern sind beide Tierärzte und kämpfen bis zum letzten Posten um Patienten, ob klein oder groß, zu retten. Aber auch sie müssen irgendwann Das Wohl des Tieres abwägen und zu Gunsten dessen entscheiden.

Erstens, es wird nicht SOFORT und ohne Grund eingeschläfert, manchmal wird sogar zu viel versucht und das "unvermeidliche" Ende wird nur lange herausgezögert. Tierärzte dürfen nicht einfach gesunde Tiere einschläfern.

Ein Pferd das eine richtige Kolik hat, leidet unglaubliche Schmerzen. Versuch dir mal einen Haken vorzustellen, der dir die inneren Gedärme aufreißt. Ungefähr auf diesem Level kannst du den Schmerzgrad ansetzen. Bei einer leichten Form würde niemals gleich eingeschläfert werden. Wenn es eine extreme Form annimmt, wird meist noch versucht medikamentös zu behandeln, bis hin zur Not-OP. Aber der Transport in die nächste Klinik ist Kräfteraubend und für ein Pferd, welches sowieso schon meist keine Kraft mehr hat eigentlich nur noch Tortur. Im OP Saal muss dann der angegriffene Kreislauf mit einer schweren Narkose fertig werden. DAS ist Qual.

Es ist einfach irgendwann das Beste für das Pferd es in Ruhe einschlafen zu lassen, es ohne Schmerz dann gehen zu lassen, als das Leiden nur noch hinauszuzögern.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Bitte informiere dich doch einfach, ehe du aufgrund von Nichtwissen unqualifiziert los polterst! Bei einer Kolik geht es nicht einfach nur um "Darmprobleme"! Die Vorgänge sind wesentlich komplexer u. betreffen den ganzen Verdauungstrakt, im schlimmsten Fall hat der Darm sich verdreht, Darmverschluss, etc. Für das Pferd eine wahnsinnig schmerzhafte u. belastende Angelegenheit. Manchmal hilft nichts mehr, je nach Schwere nicht mal mehr eine OP. Geht den Pferden der Kreislauf weg, dann ist es eh gelaufen.

Kein TA schläfert im übrigen ohne Not ein Tier (Pferd) ein! Und hättest du schon mal erlebt, wie Tierärzte im Schweiße ihres Angesichts stundenlang um das Leben eines Kolikers kämpfen - um ihn dann doch erlösen zu müssen, würdest du so einen - mit Verlaub - Schwachsinn nicht von dir geben...

Woher ich das weiß:Beruf – Pferdewirtschaftsmeister

Koliken bei Pferden sind keine "Darmprobeme", wie du sie dir so vorstellst. Kein Bauchweh, oder Blähungen, wie du es kennst. Und eingeschläfert wird nur in schweren Fällen, um das Tier nicht länger leiden zu lassen. Und es gibt ganz verschiedene Arten, bzw. Ursachen von Koliken.

Informiere dich mal:

Die Zeitspanne bis die ersten Gegenmaßnahmen getroffen und Medikamente verabreicht werden können, ist von großer Bedeutung. Zeit spielt also eine sehr wichtige Rolle gerade in der Frage, ob ein Pferd bei einer schweren Kolik zu retten ist oder nicht. https://www.st-georg.de/wissen/kolik-beim-pferd-alarmstufe-rot/

Man schläfert ein Pferd mit einer Kolik nur in besonders schweren Fällen ein, weil man unnötiges Leid vermeiden will. Ich hab schon erlebt wie das ist, kein Tierarzt macht das gerne, sondern nur, wenn es nicht anders geht.

Viel grausamer wäre es das Tier bis zu seinem bitteren Ende weiter leiden zu lassen.

das nennt man nicht "einschläfern". das ist euthanasieren. wenn das pferd noch stehen kann, darf auch mittels bolzen "geschossen" werden. ist das pferd noch transportfähig, kann auch eine notschlachtung durchgeführt werden.

und ich weiss mit dem satz unter deinem titel überhaupt nichts anzufangen, ausser einer provokation.

natürlich tötet man ein fühlendes, denkendes lebewesen. man kann doch ein tier, das sowieso an der kolik sterben würde, nicht elendig über tage verrecken lassen, oder?

natürlich wird bei  einer kolik nur dann euthanasiert, wenn die diagnose "nicht behandelbar" oder "unzumutbares leid" ergibt.

da pferde nicht erbrechen können,  ist eine kolik beim pferd immer ein notfall. wenn eine normale behandlung erfolglos bleibt, kann MANCHMAL operiert werden. meistens nicht.

und wenn operiert werden kann, ist es letztendlich auch noch eine frage de geldes.  nicht jeder hat mal eben zehntausend oder mehr euro in der hinterhand. übrigens - bei schwerkranken menschen ist es ähnlich.

die empörung über unsere harte, ungerechte welt ist fehl am platz. ich denke, du musst noch viel über das leben lernen. vor allem, dass ideologien niemandem weiterhelfen, da sie engstirnig und vermessen sind.

wahrscheinlich hat jeder tierarzt, der pferde behandelt, schon mal ein pferd wegen einer nicht behandelbaren kolik euthanasieren müssen. nicht aus spass oder grausamkeit, sondern aus medizinischer sicht und zum besten des pferdes.

übrigens: OB das nicht behandelbare pferd getötet wird, entscheidet der BESITZER. den hast du scheinbar in deinen überlegungen ausgeschlossen. kein tierarzt darf ein wirbeltier ohne einwilligung des besitzers euthanasieren.

Woher ich das weiß:Beruf – Sachgerechter Umgang ist aktiver Tierschutz!

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