Warum raten manche Leute einen zu einer Menstruationstasse, wenn man noch nicht mal Tampons verwenden kann?

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Guten Morgen GFexpertin,

ich zähle mich z.B. zu denjenigen die zu einer Menstruationstasse raten. Ich versuche dir einmal meine Gründe hierfür darzulegen.

Ein Mädchen welches mit einem Tampon nicht zu recht kommt muss nicht zwangsweiße an einer Tasse scheitern. Eine Menstruationstasse kann - wie jede Art der Monatshygiene - ab der ersten Periode verwendet werden.

Da die Menstruationstasse eine weiche, glatte Oberfläche hat lässt sie sich mMn leichter Einführen bzw. Entfernen als ein Tampon. Dieser hat doch eher eine "raue" Oberfläche und aufgrund der Eigenschaft das Tampons das Blut aufzusaugen neigen sie dazu die Schleimhaut auszutrocknen. Beides führt letztendlich häufig(er als man denkt) zu Schmerzen oder gar Verletzungen. Aufgrund der Verletzungen riskiert man am Ende womöglich eine Infektion z.B. mit dem sog. toxischen Schocksyndrom oder auch "Tamponkrankheit" genannt. Man sollte um einer Infektion vorzubeugen einen Tampon spätestens alle 4 Stunden wechseln oder auf eine andere Art der Monatshygiene umsteigen.

Da ein Tampon meist nicht nach 4 Stunden vollgesogen ist und es aber zu weiteren Schmerzen, Reizungen oder gar Verletzungen kommen kann wenn man einen noch trockenen oder nicht gänzlich vollgesogenen Tampon wieder entfernt empfiehlt es sich hier auf die kleinst mögliche Größe umzusteigen.

Unter der Anwendung einer Menstruationstasse verringert sich das Risiko an TSS zu erkranken imens. Die Menstruationstassen sind also auch eine der Scheidengesundheit dienliche Sache.

Ich finde also den Rat nur logisch. Das kann aber gerne jeder anders sehen. Ist ja doch für manche ein sensibles Thema.

Letztendlich ist und bleibt es auch nur ein Rat. Man wird zu nichts gezwungen denn es bleibt immernoch jeder Frau/jedem Mädchen selbst überlassen welche Art der Monatshygiene sie wählt. (oder ob überhaupt; s. "freie Menstruation")

Falls du noch Fragen oder Anregungen hast stehe ich dir gerne zur Verfügung.

Lg

HelpfulMasked

Danke fürs Sternchen :)

0

Warum nicht? Auch ohne je Tampons verwendet zu haben, kann man Menstruationstassen verwenden. Klar, bei einer 12-jährigen Jungfrau ist der Rat fehl am Platz aber bei einer sexuell aktiven Frau die ihren Körper kennt, wüsste ich nichts, was dagegen sprechen sollte.

Aus persönlichen Erfahrungen!?

Ich selbst kam auch nie gut mit Tampons klar weil ich verhältnismäßig 'trocken' bin, und da Tampons auch noch zusätzlich Feuchtigkeit aufsaugen und eine rauhe Oberfläche haben, kann da eine NICHTsaugende Tasse mit glatter Oberfläche doch wesentlich leichter eingeführt werden.

Würde ich normalerweise auch so sagen - aber ich habe es heute tatsächlich selbst empfohlen.

Ich hatte nämlich aufgrund der Beschreibung den Eindruck, dass die Fragestellerin möglicherweise eine allergische Reaktion auf den Tampon haben könnte.

Hey :)
Also ich hatte mein Leben lang (bin 25 Jahre alt) Probleme mit tampons, ich habe bis zuletzt Gleitgel an leichten Tagen gebraucht (bei Mini Tampons) um den trockenen Tampon überhaupt einzuführen, er saß nie richtig ich musste ständig nach justieren und ich fand Tampons extrem unhygienisch und habe mich dabei nie ‚sauber‘ gefühlt. Deshalb würde ich ganz klar zu einer menstruations Tasse raten, wenn es Schwierigkeiten mit Tampons gibt aufgrund von eigener Erfahrung. Ich habe zufällig durch eine Bloggerin von dem menstruations Cup gehört und war erstmal abgewandt davon. Ich fand es skurril und konnte es mir nicht vorstellen wie das ganze funktioniert. Nach einiger Zeit habe ich viel im Netz recherchiert um all meine Fragen beantwortet zu bekommen. Dann habe ich mir eine bestellt, ganz simpel als tip: nimm die kleinste Größe sofern du keine Kinder hast, also sehr simple, wenn du welche hast die nächst größere. Dann faltest du sie wie auf dem Beipackzettel Zettel und führst sie ein.Ich hatte keinerlei Probleme dabei und irgendwann danach wenn ich mich bewege und etwas rumlaufe, merke ich irgendwann wie die Tasse ‚aufploppt‘ somit sich ausweitet. Ich hatte das erste mal Probleme weil es untenrum weh getan hat, wegen dem Zipfelchen, was zum rausziehen gedacht ist. Ich habe es angeschnitten und achte immer darauf dass der Rest sozusagen frei ist und die Haut nicht berührt. Ebenso hatte ich beim ersten Mal Größe Probleme die Tasse zu entfernen, weil der Unterdruck so stark war und ich dachte ich müsste weiter oben an der Tasse den druck lösen, was nicht so klappt wie ich wollte. Durch etwas Übung kann ich dir den Tipp geben, du brauchst kein zipfelchen das rausschaut und evtl stört um es zu entfernen, du führt Zeigefinger und Daumen nur etwas ein, dann drückst du den Bereich den du berührst von der Tasse zusammen ( kann ruhig weit unten sein) und schon löst sich der Druck und du kannst sie problemlos entfernen. Für mein Empfinden ist es das hygienischste für die Periode, was ich bislang an Tampons und binden ausprobiert habe. Ich fühle mich immer wohl, es verrutscht nie etwas, wenn man die Tasse entfernt ist es innen auch nicht ‚trocken‘. Ich bin mehr als zufrieden und wünschte ich hätte es schon viel früher entdeckt. Am Anfang muss man sich etwas damit auseinander setzen und 1-2 mal rum probieren aber dann ist es wirklich eine massive Verbesserung zu Tampons.
Hoffe das hilft dir etwas, liebe Grüße

Tassen trocknen dich nicht aus, somit "flutschen" sie leichter rein. Bei einem engen Jungfernhäutchen wird`s da schon etwas problematisch, dann nimmt man meist eine kleinere Tasse / oder gar keine. :) 

Was möchtest Du wissen?