warum muss man aufs klo wenn man angst hat?

5 Antworten

Das ist ein Ur-instinkt von uns.... in Gefahrensituationen (Angst, Nervosität, Unruhe) muss der Mensch entweder angreifen oder flüchten. Der Körper bereitet sich auf Angriff oder Flucht vor; das Herz schlägt schneller, die Leber stellt Glukose zur Verfügung (Energie), Adrenalin wird ausgeschüttet (usw). Im Fall einer Flucht (also zum rennen, klettern) ist es von Vorteil, wenn man leicht ist, daher hat man in Angstsituationen das Bedürfnis, sich zu entleeren (um Ballast "abzuwerfen" ). Du musst daher folglich aufs Klo dein Geschäft zu erledigen. Oft ist der Kot in Angstsituationen sehr dünnflüssig, da das Abstoßen des Kots somit schneller und einfacher geht!

hoffe, ich konnte Dir helfen, Gruß Pumba

Im Körper des Menschen gibt es das vegetative Nervensystem, unterteilt in den Sympathikus und den Parasympathikus.

Der Parasympathikus sorgt im Ruhezustand dafür, dass unser Herzschlag langsam ist, unsere Bronchien eng sind und dass unser Magen und unsere Harnblase in Arbeit sind. Unser ganzer Körper ist auf Ruhe eingestellt.

Der Sympathikus sorgt dafür, dass unser Körper im Augenblick des Stresses oder der Angst auf Aktionsbereitschaft eingestellt wird (Flucht, Kampf..). Die Pupillen weiten sich, die Bronchien werden weit, der Herschlag beschleunigt sich usw. In dem Moment verspürst du auch keinen Harndrang.

Allerdings kann es manchmal eben dazu kommen, dass unser Körper durcheinanderkommt und dass du dann in einer Stresssituation Harndrang verspürst.

Vielleicht weil man wortwörtlich unter Druck steht...und wenns mal drückt auf der Blase.

Wir sprechen doch immer von "Bauchgefühlen" usw. Im Zentrum unseres Leibes befindet sich ein hochsensibles Nervenzentrum, welches auch unser "zweites Gehirn" genannt wird. Wenn man unter sehr hohem Stress steht oder von großen Ängsten befallen wird, kommt die gesamte innere Sensorik durcheinander und einige Kontrollmechanismen versagen, so dass durchaus eine erhöhte Darmtätigkeit und temporäre Erschlaffung des Schließmuskels stattfinden können. Die Folge : Wir machen uns in die "Hose"! Man berichtet auch von Hingerichteten, dass sie sich im Moment des Todes noch einmal auf diese Art "erleichtern". Wir Menschen sind nun einmal sehr unterschiedlich sensibel. Ich habe oft beobachten können, dass gerade Männer, die wie starke "Eichen" wirkten, beim Anblick einer Injektionsspritze oder bei der Entnahme von Magensaft ( sehr dünner Schlauch) wegkippten, wie tote Fliegen. Ich habe mich dann immer köstlich darüber amüsiert, wenn manch großfressiger Kraftprotz, in solchen Situationen total versagte. Also abschließend gesagt, die psychische Konstitution eines Menschen kann eine völlig andere, als seine physische sein. Wenn sogenannte "Rauhbeine" herummotzen, ihnen könnte so etwas einfach nicht passieren, haben sie noch alle Chancen der Welt, das glatte Gegenteil selbst erleben zu dürfen. Bleib schön sensibel, dann hast Du auch mehr "Mitgefühl" für Deinen Nächsten! HG, C2

DH - prima erklärt!

Diesen Effekt kann man sogar bei (Säuge)Tieren beobachten, z.B. ein besonders sensibler Hund, der aus Angst Pipi macht.

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Ja, nur diese Erklärung ist leider falsch. Das hat eher etwas mit dem Symphatikus und dem Parasymphatikus zu tun. Angst löst bei Säugetieren immer auch den Fluchtimpuls aus. Bei der Flucht ist der Verdauungsprozess und der Harn- und Stuhldrang störend, weshalb dieser "Ballast" schlichtweg abgelassen werden soll.

Aber ich sehe, dass "pumba" weiter unten die richtige Erklärung gegeben hat.

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@Coboldt

Mein lieber Coboldt, bedauerlicher Weise kann ich Deiner Argumentation nicht so ganz folgen. Natürlich haben wir Menschen noch vieles von unseren Urinstinkten in uns. Dennoch haben wir seit mindestens etwa einer halben Million Jahren ganz entschieden anders entwickelt, als die Tierwelt. Da spielen nicht mehr so sehr die angeborenen Reflexe die Primärrolle, sondern unsere Reaktion auf bestimmte Umweltereignisse erfolgt in viel komplexerer Form. Auslöser für plötzlichen Darmdrang sind sehr breit gefächert und nicht ursächlich nur auf "Fluchtverhalten" zu reduzieren. Das ist "mittelalterlicher" Darwinismus - meine ich. Amen.

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da spielt der ganze körper verrückt ,es werden bestimmte hormone ausgeschüttet ,ich denke ,es hat damit zu tun. es ist aber glaubich nicht bei allen so ,man muss auch dafür veranlagt sein.

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