Warum muss ich für 6 Monate 3237,54 € Pflegegeld zurückzahlen, obwohl ich nur 2738€ bekommen habe?

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4 Antworten

wenn man einen Angehörigen mindestens 14 Stunden pro Woche pflegt, dann gehen Rentenpunkte in dein Rentenversicherungskonto. diese Pflege darf nicht berufsmäßig sein und darf auch keine Vergütung mit sich ziehen. 

deine Erwerbsminderungsrente errechnet sich aus deinem kompletten Rentenversicherungskonto - also auch inkl. der Rentenpunkte aus Pflegezeiten.

nun hast du die Pflege aber nicht mehr selbst bestritten, sondern einen Pflegedienst beauftragt. damit stehen dir die Rentenpunkte ab diesem Zeitpunkt nicht mehr zu. heißt: auch deine Rente muss rückwirkend neu runtergerechnet werden.

inwieweit die Berechnung in sich korrekt ist, können wir hier nicht beurteilen.

du solltest jetzt zunächst erst einmal fristwahrend Widerspruch einlegen. außerdem gehst du zu deiner Rentenberatungsstelle vor Ort und lässt dir die Berechnung genau erläutern. einen Widespruch muss man auch begründen. und dafür muss man natürlich erstmal verstehen, wie die Rückforderung zustande gekommen ist.

falls du eine Beratungsstelle des VDK in der Nähe hast, wäre auch hier ein Besuch ratsam.

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Kommentar von Heesel
26.09.2016, 17:43

Aber überall liest man, dass das Pflegegeld und eine Rente, die der Pfleger bekommt, nichts miteinander zu tun haben. Das Pflegegeld hat ja mein Vater überwiesen bekommen und der kann doch damit machen was er will. Da er sehr krank war, hat er es manchmal vergessen mir das Geld zu geben. Fragen wollte ich nicht, er war schließlich mein Vater, den ich schon seit 2013 pflegte.Durch Bekannte haben wir efahren dass man Pflegegeld beantragen kann. Ja und so bekam ich 458€.Und das sechs Monate und dann die böse Überraschung, obwohl ich mich vorher bei der Debeka informiert habe. Das sei kein Problem, keine Rückzahlung, da es eine ehrenamtliche Sache sei.

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Widerspruch und die Sache einem Sozialverband (SoVD oder VDK) übergeben. Die kennen sich damit aus.LG Klausi111

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Kommentar von Dickie59
28.09.2016, 14:24

vergebliche Mühe, da klarer Fall, der ambulante Pflegedienst rechnet jetzt ab und Verbraucht die volle Leistung.

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Hat denn der Pflegedienst die gesammte Pflege übernommen? Er hat Dir gegenüber auch eine Beratungspflicht.

Falls Du es gesundheitlich noch schaffst könntest Du vielleicht einen kleinen Teil übernehmen. Das nennt sich dann Kombinationspflege. Ich kann allerdings nicht beurteilen, ob dadurch ein paar Rentenpunkte zu retten sind.

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Kommentar von Heesel
27.09.2016, 19:01

Der Pflegedienst kam morgens und abends, weil ich meinen Vater alleine nicht mehr halten konnte. Seine Muskelatur hatte erheblich nachgelassen und er brach zu oft zusammen.Aber ich war trotzdem von 13 bis 20 Uhr bei ihm, das musste eben sein. Rentenpunkte haben die Rentenversicherung wachgeküsst, die ja behauptet, ich hätte mit 458€ zu viel neben meiner Erwerbsminderungsrente verdient.Jetzt habe ich quasi ca 500€ an die Rentenversicherung gezahlt, damit ich meinen Vater helfen darf. Nun, mein Vater ist am 31.8. verstorben . Und hätte ich nicht genug mit der Trauer und  sich um alles kümmern zu tun, kommen die und....

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Kommentar von Dickie59
28.09.2016, 14:27

Ich lese nichts von Betreuungsvollmacht, deshalb hat der ambulante Pflegedienst das allein mit dem Versicherten zu klären, der hat dafür unterschrieben. Er hätte sich für die Konsequenzen seines Kindes informieren müssen, da jetzt das Pflegegeld in Leistungen des Pflegedienst übergehen. Nur was nicht verbraucht wird, davon bekommt das Kind 50% ausgezahlt, wenn es vereinbart wurde, mit der Pflegekasse.


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