Warum machen Asiaten oft Kampfsport?

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7 Antworten

Wie peace1187 schon sagte, ist das in erster Linie eine Klischeevorstellung, dass dort an jeder Ecke irgendein geheimer Kampfkunstmeister lebt.

Ich selbst kenne Japaner, die in ihrer Jugend zwar Judo und als Jugendliche Kendo geübt haben, aber dann nicht ernsthaft weiter trainierten (siehe unten)

Allerdings haben Kampfkünste im asiatischen Raum teilweise eine nicht unwesentliche Rolle bei der Erziehung und Sozialisierung der Menschen.

Japan

So hat etwa Jigoro Kano, der Begründer des modernen Judo, sein System selbst primär als pädagogische "Leibeserziehung" und nicht als Kampfkunst definiert

An japanischen Hochschulen gehören Judo, Kendo- und Karatevereine praktisch standardmäßig zum Angebot und fördern den Gemeinschaftssinn.

Mit Shorinji Kempo existiert in Japan sogar eine Kampfkunst, die als Religion anerkannt ist und deren Führung enge Kontakte zu Ultra-Nationalisten hat.

Auch wenn also nicht jeder Japaner gleich irgendwelche Meistergrade hat, sind einige Disziplinen somit durchaus Teil des sozialen Systems.

Es geht dabei übrigens nicht primär um Selbstverteidigung.

Die Tugenden wie Gehorsamkeit und Disziplin sollen den jungen Menschen dabei helfen, gute Teile der Gesellschaft zu werden.

Südkorea

Folgende Angaben stammen aus den 1990ern und können daher womöglich mitlerweile veraltet sein. Ich bitte also um freundliche Korrektur

In Südkorea ist Taekwondo stark patriotisch gefärbt und für die Taekwondoin dort ist ihre Kampfkunst eine Art nationales Kulturgut.

In Anbetracht der permanenten Bedrohung durch Nordkorea ist die "Wehrhaftigkeit" ein wichtiges Ideal und Taekwondo hat entsprechendes Ansehen.

Vietnam

Der Stil Vovinam Viet Vo Dao wurde von Nguyen Loc als Reaktion auf seine Erfahrung mit den Folgen der französischen Kolonialherrschaft konzipiert.

Daher ist Vovinam sehr patriotisch geprägt und das Leitmotov war, dass ein starkes Volk nur einer ganzheitlich trainierten Jugend entspringen könne.

Das bedeutet nicht, dass jeder vietnamesische Zigarettenhändler Vovinam beherrscht, aber es zeigt die kulturelle Bedeutung.

Thailand

Muay Thai Boran ist eine traditionelle Kampfkunst, die sich aus bewaffneten und unbewaffneten Elementen zusammen setzt.

Heute ist Muay Thai vor allem nationaler Wettkampfsport und die bekanntesten Kämpfer sind gut bezahlte Idole wie bei uns die Fußballer.

Es ist auch dort nicht jeder ein Kampfkünstler/sportler, aber die Begeisterung für diese Kämpfe ist dort eben sehr hoch.

Ob Asiaten im Ausland statistisch besonders häufig Kampfsport trainieren, kann ich nicht beurteilen. Ich halte das für ein Klischee.

Allerdings sollte man nicht vergessen, dass man als Asiate durchaus auf die Idee kommen kann, genau von diesem Klischee zu profitieren, indem man Training anbietet - selbst bei mangelnder Qualifikation.

Ohne es böse zu meinen. Aber soetwas ist nur ein rassistisches Klischee. Rassistisch deshalb, weil du eine Eigenschaft bzw eine Vorliebe für einen Sport, charakteristisch für eine gesamte Ethnie ansiehst.

Es ist absoluter Quatsch das alle Asiaten Kampfsport betreiben. Kampfsport ist auf der ganzen Welt verbreitet und wird von Menschen jeder Ethnie ausgeübt. 

Nur weil es viele Kampfsportarten gibt, die im Asiatischen Raum entstanden sind, heißt das jedoch nicht, dass deshalb alle oder überwiegend Asiaten diese betreiben.

peace1187 04.08.2017, 09:31

Und um gleich mal Missverständnissen vorzubeugen: Ich bezeichne nicht dich als Rassisten. Sondern möchte dir nur erklären, dass diese Annahme, einem rassistischen Klischee entspricht. Also bitte nicht angegriffen fühlen.

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Hartos 04.08.2017, 09:54

rassistisches Klischee so ein Schmarn 😂😂🙈

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peace1187 04.08.2017, 10:04
@Hartos

1. Ist das kein "Schmarn"! Rassistische Klischees existieren. Die Aussage, das ausschließlich Asiaten Kampfsport machen ist eines von vielen.

2. Habe ich auch gut erklärt weshalb das so ist.

3. Wenn du dich zu Wort meldest und meine Antwort kritisiert, dann bitte mit ein paar vernünftigen Sätzen und einer Erklärung, weshalb es für dich "Schmarn" ist! Denn so ist deine Aussage völlig belanglos.

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DonNotAnswer 08.10.2017, 16:05

Es ist zwar ein Klischee, aber welcher Asiate würde sich bei einem Vorurteil beleidigt fühlen xD

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Das Asiaten oft Kampfsport betreiben ist ein Irrglaube, die Kampfkünste kommen zwar aus Asien vor allem aus China und Japan aber nicht jeder Asiat betreibt diese  - genau wie in Deutschland Fussball weit verbreitet ist spielt nicht jeder diesen Sport ( mich eingeschlossen). bei den Asiaten ist Kampfsport und Kampfkünste auch eine Art des Lebensstil.

Auch ich betreibe seit vielen Jahren Aikido und JiuJitsu, und genauso betreiben viele Japaner auch andere Sportarten, genau wie wir hier in Deutschland.

Gruß  watiedo

Tun sie nicht.

Weil zu zu viele Anime/Martial Arts Filme geguckt hast ...

Wer sind die Asiaten? Was fuer Kampfsport? Was heisst oft?

Wo ist deine Quelle, die das behauptet?

Warum spielen bei uns soviele "Fußball"?

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