Warum lernt man auf einer staatlich geförderten Schule nicht, wie man seine Steuern zahlt oder eine Versicherung abschließt?

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7 Antworten

Weil das der Job der Eltern ist!

Was verlangt man eigentlich noch von der Schule? Zumindest die Grundlagen, wie man sein Leben halbwegs in Griff bekommt, sollten schon die Eltern vermitteln. Auch wir haben unseren Kindern "das Leben" erklärt. Je nach Alter haben sie eine Kontokarte bekommen, es wurde ihnen erklärt, wie das mit der Mofaversicherung und Überweisungen läuft und letztes Jahr haben wir mit unserem Großen zusammen die erste Steuererklärung gemacht. Heuer kann er es selber. 

Ihr könnt nicht alle Familienaufgaben auf die Schule abwälzen. Natürlich läuft in der Schule nicht immer alles super toll. Aber man sollte die eigentlichen Aufgaben der Schule und der Familie nicht immer vermischen!!

Diese Sachen braucht man in der Regel erst, wenn man die Schule verlässt und sein eigenes Leben anfängt - zu einem Zeitpunkt also, an dem man schon eine gewisse geistige Reife erreicht hat, die es einem erlaubt, sich selbst damit auseinanderzusetzen. Und dann ist das auch keine Wissenschaft, sondern man muss sich einen oder zwei Tage damit beschäftigen und dann funktioniert es.

Ich bin mir aber recht sicher, dass man im Wirtschafts- oder Poltikunterricht diese Dinge aber auch zur Sprache bringen kann und sie erklärt bekommt.

Man muss außerdem beachten, dass alles, was neu in einen Lehrplan hineinkommt, etwas anderes verdrängt. Die Frage wäre also, wo der allgemeinbildende Stoff der Schulen gekürzt werden sollte, um so etwas in den Lehrplan einzubauen - und da gibt es einfach kaum Spielraum.

Wenn der Lehrplan teilweise nicht mit Schrott gefüllt wäre, dann ginge das alles ganz problemlos. Lese bitte dazu auch meine eigentliche Antwort auf die Frage, dann weisst Du was ich meine...

Ich fände es sehr sinnvoll, diese DInge im 9. oder 10. Schuljahr zu lehren, denn es ist Wissen für das Leben.

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Auf einem Gymnasium, welches man nach dem Abitur mit dem höchsten Grad an Bildung verlassen sollte, erklären die einem GAR NICHTS!

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@Furzpup

Ja, und genau das ist ja das traurige ! Auf den Realschulen ist es doch genauso.... Lehrermangel etc....

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Es gibt sehr wohl Schulen und Fächer, in denen solche Dinge thematisiert werden.

Nennt sich Finanzmangement und das gibt es am WG in Bawü.

Die Schule ist nicht dafür gemacht, dass Alltagsinhalte vermittelt werden - das machen die Förderschulen (wie wäscht man die Hände, wie isst man) und ein wenig die Grundschulen (wie verhält man sich im Straßenverkehr, Obstsalat zubereiten).

In der fortgeführten Schule geht es dann nicht mehr um Leben üben - auch wenn sich viele Schüler vielleicht wünschen, dass man ihnen zeigt "wie bagger ich Mädels an" oder wie reparier ich meine PS4.

Nein, das soll Alltag sein, Sache der Eltern, die Schule soll Kompetenzen schaffen für ein ganzes Leben. Also: wo schaue ich nach, wie ich die PS4 reparieren kann und was mache ich, wenn die Reperaturanleitung voll ist von Fremdwörtern? Und wie bewältige ich eine Aufgabe effektiv, auch wenn ich mich damit nicht beschäftigen mag, zum Bsp. handarbeit.

In der Oberstufe geht es dann auch nicht mehr darum, sondern eine breite humanistische Bildung zu bekommen und Problemlösekompetenz in schwierigen Themenbereichen. Abi ist eben kein teaching for the test, sondern ein Reifezeugnis. Sollte es zumindest sein. Dass man theoretische Überlegungen anstellt, die man nicht brtaucht, um Suppe zu kochen, ist mir klar. Das tut der Astrophysiker ja auch nicht, zumindest nicht beruflich. Es geht ums Denken können, um Logik, um komplexe Probleme.

Wer Suppe kochen will braucht kein Abi und kein Studium. Wer eine handwerkliche Ausbildung machen will braucht kein Abi. Wer Abi macht wird damit Theoretiker!

Die Lehrpläne sind nicht ideal - aber was ist schon ideal? Und: Man kann es nie allen recht machen.

Auf die Schule zu schimpfen ist leicht, es besser zu machen ist nicht leicht. Schließlich haben wir ja 16 verschiedene Schulsysteme im Land und jeder meint, es besser zu machen.

Aber wenn unsere Bürger keinen Bock mehr auf Bildung haben dann können wir ja Schule auch freigeben - Schulbesuch verpflichtend nur bis zur 4. Klasse, danach sind die kids freigestellt, wenn sie wollen. dann sollen die Eltern ran...

Ich wünsche viel Freude mit den ganzen pubertierenden Jungs und Mädels, die dann den ganzen tag zu Hause sind.

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