Warum ist es nicht möglich einen Weltfrieden zu sichern?

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Zu viele Menschen mit unterschiedlichen Ideologien, Werten und Götterkomplexen

Wie z.B. in Nordirland, nicht wahr?

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Erstens ist es so, dass seit Menschen existieren, sie gegeneinander kämpfen und bis heute Krieg führen. Du könntest erheben, warum das so ist und die Krieg-Führenden befragen, warum sie Krieg führen oder riskieren, denn meist fängt es mit dem Riskieren an und Krieg wird es, wenn man das Riskieren nicht mehr beherrscht, weil man sich überschätzt hat. Ich fürchte, die Antwort wird mehrheitlich sein, dass man selbst ja den Frieden will, sich die anderen aber nicht zu den eigenen Bedingungen dazu bereit erklären.

Ich erinnere mich an zwei Live-Szenen, die während des Balkankriegs über unsere Bildschirme liefen: Man sah moslemische Frauen, die ihre Männer zum Sieg anfeuerten mit diesem vibrierenden Geheul. Nur etwa einen Tag später sah man Szenen mit den gleichen Frauen in großem Wehgeheul und am Boden zerstört, weil ihre Männer der Überlegenheit der Feinde erlegen waren. Wer in den Krieg zieht, glaubt fast immer, dass er als Sieger rauskommt.

Siehe Psalm 110 - ungefähr 500 v.Chr.:

"Der HERR sprach zu meinem Herrn: "Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße lege."2 Der HERR wird das Zepter deines Reiches senden aus Zion: "Herrsche unter deinen Feinden!"

Dieser Gott Israels ist ein Kriegsgott. Alle Völker der Antike glaubten, dass ausgerechnet sie den stärksten Kriegsgott hätten. Damit haben sie das irrationale Gefühl der Überschätzung der eigenen Stärke im Konflikt nur auf ihr Gottesbild übertragen. Diese Irrationalität ist bis heute offensichtlich nicht überwunden und jeder hat da so seine eigene Erklärung, warum, und damit geht es schon los. Denn wenn z.B. der Kapitalismus Schuld ist, muss man nur die Kapitalisten totschlagen. Wenn die Ungläubigen Schuld sind, muss man die Ungläubigen tot schlagen. Usw....

Beispiel:

Eine Machtperson handelt utilitaristisch und dabei werden Individuen stark benachteiligt oder je nachdem, regelrecht zum elend vedammt. 

Eins der Individuen ist eine Mutter mit einem Neugeborenen. Sie mag sich dem System und besonders den Menschen (Mehrheit, utilitaristisch) vielleicht verpflichtet fühlen und auch bewusst und freiwillig ihr Schiksal anehmen. 

Jedoch wird sie sich vielleicht weigern, dies auf das Baby zu übertragen. Sie wird sich mit den anderen Individuen zu einem Kollektiv zusammenschließen und mit allen Mitteln versuchen diesen Verlauf der Dinge zu verhindern. Zack, da hast du deinen Krieg sogar innerhalb eines eigentlich harmonierenden vertrauten Systems. Zwei Parteien, mit Bestreben die ohne Rücksicht aufeinanderprallen und zu einem Kompromiss führen wird, dem beide Seiten etwas abverlangen wird.

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