Warum haben manche Menschen sogut wie keine Angst oder erschrecken sich fast nie?

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5 Antworten

Ängste sind ja bekanntlich Schutzmechanismen, die dem wichtigsten Urinstinkt der Selbsterhaltung entspringen. Und du hast recht heutzutage ist die Toleranzgrenze der Wichtigkeit einer eventuell schadenden Aktion deutlich grösser als anno dazumal in Zeiten als Mutter Natur jüngere Jahre genoss. Das liegt daran dass der Lebensstandart wesentlich komfortabler und bequemer geworden ist, d.h. dass wir nicht gleich aus den Fugen geraten wegen kleinen Lappalien. Da wir Gewohnheitstiere sind werden wir ungewollt mit einer Sicherheit verwöhnt die gar nicht da ist und wachsen derartig auf. Darum sind alle Phobien durchaus legitim. Um die Flugangst gleich als Exempel zu verwenden: Der Homo Sapiens gehört mitunter vielen anderen zu den Bodentieren, die Evolution (und auch nicht Red Bull) vermochte uns Flügel zu verleihen, das bedeutet unweigerlich dass wenn der Mensch fliegen sollte hätte er Flügel. Also eine begründete Angst seinem Evolutionären Imperativ wagemutig die Stirn zu bieten. Und da Angst zu den spezifisch humanen Emotionen gehört, kann unser Verstand (tieferliegend unsere Vernunft) dieses Gefühl nicht bändigen. Und ja du hast absolut recht; Gefühle sind immer irrational. Diejenigen die es vermögen der Angst kein Obdach zu gebieten sind wahrscheinlich durch Erziehung, Umfeld und die sich damit nach ziehenden Ereignissen geprägt. Die Sicherheit hat ihr Gemüt zu sehr annektiert. Das war meine Stellungnahme hierzu. Jeder soll/darf sich selbst ein Bild dazu machen.

Gruss Schersch12

Die Erfahrungen, die man bisher in seinem Leben gemacht hat, prägen einen. Solange eine Angst keine neurologischen Hintergründe hat, spielen Faktoren wie die Erziehung und damit das Verhalten der Eltern gegenüber diversen Situationen eine sehr große Rolle. Hat beispielsweise die Mutter panische Angst vor Hunden, ist es sehr wahrscheinlich, dass auch das Kind dementsprechende Verhaltensweisen an den Tag legt. Unwichtig erscheinende Ereignisse können in einigen Fällen sogar eine zusätzliche Phobie hervorrufen, vorausgesetzt man ist vom Charakter schon vorgeprägt.

Manche Menschen sind einfach von Natur aus ängstlicher als andere. Das ist erstmal genetisch bedingt. Dann kommt noch hinzu, dass manche sich an bestimmte Situationen bereits gewöhnt haben.

Zu dem Thema gab es ein einfaches Experiment. Man hat beobachtet, das die Jungen von gestressten, also ängstlichen Mäusemüttern ebenso gestresst wurden. Die Jungen von ruhigen Mäusemüttern wurden auch ruhig. Bei der nächsten Generation hat man die Jungen nach der Geburt vertauscht, mit dem Ergebnis, das die Jungen von den gestressten Müttern, die nun bei den ruhigen Müttern aufwuchsen auch ruhig wurden und die Jungen von den ruhigen Müttern, die nun bei den gestressten aufwuchsen nun ebenso gestresst wurden.

Das Ergebnis zeigt ganz deutlich, das ängstliches Verhalten nicht genetisch weitergeben wird, sondern erst nach der Geburt erlernt.

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geringe selbstkörperwahrnehmung -> unstabile neurale netze -> stressoren werfen einen aus der bahn

Bei denen ist das Feinsinnige, wie bei den Gutmenschen zu Kurz gekommen

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